Harley Sportster, Guzzi Bobber und Bonneville Bobber

Zweizylinder-Cruiser im Vergleich

Abseits von galaktischen Performance-Rennern, Knie am Boden und Vorderrad in der Luft zeigen diese drei Cruiser, worum es im Kern eigentlich immer geht: Wohlfühlen.

Es mag nicht jedem sofort einleuchten. Viele erhalten nie eine Antwort auf die Frage, die andere gar nicht erst stellen würden: Weshalb gibt es solche Cruiser-Bikes? Wer nach einem harten Arbeitstag mit elendigen Meetings, schwerer Schufterei, Stress und Ärger nach Erdung sucht und diese ausschließlich in tiefer Schräglage findet, käme nie auf die Idee, sich auf einen dieser niedrigen Schleifer zu hocken. Motorräder, deren Rasten schon beim Gedanken an Kurven über den Asphalt raspeln, die schwer wie Schnitzel-Pommes und unhandlich wie ein Hollandrad über den Teer streifen, taugen nicht tadellos für Turnerei. Viele halten sie sogar für gänzlich ungeeignetes Gerät. Doch Obacht! Diese Spezies kann einiges sogar besser als jeder Performance-Renner.

Beispiel gefällig? Wie die voluminösen und kühlverrippten Twins der Harley, Guzzi und Triumph vor dem Café am französischen Mittelmeer abkühlen, dabei trotz teilweiser Wasserumspülung knistern und knacken, macht sie schon im Stand zum Seelenklempner. Ohne eine einzige Kurbelwellenumdrehung von nur einer der drei Protagonisten schmeckt der Café au Lait und das Camembert-Baguette nach Freiheit. Die Bikes begeistern die Passanten offenbar ebenfalls. Sie bleiben kurz stehen, halten einen Moment inne und lassen die monumentalen Meisterwerke auf sich wirken. Absolutes Klischee? Vielleicht.

Den kompletten 10-seitigen Vergleichstest von Harley-Davidson Sportster 1200 Custom, Moto Guzzi V9 Bobber und Triumph Bonneville Bobber lest ihr in MOTORRAD 2/2018 oder im PDF zum Download, siehe unten.

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