Kawasaki Z 900 RS im Top-Test

Frankensteins Heritage

Die Kawasaki Z 900 RS schlägt eine Welle wie schon lange kein Motorrad mehr. Die Technik stammt prinzipiell von der Z 900, der Stil ist eine Verbeugung vor der epochalen Z1. Doch was reißt die Kawasaki Z 900 RS im Top-Test?

In Metall sieht sie noch besser aus als auf den Fotos. Diese ikonische Silhouette – wie sich der Tank niedrig und eng über das Gitterrohr schmiegt, der Rundscheinwerfer und die herrlichen Analoguhren, die wertige, leicht gestufte Sitzbank, das keck hochschwingende Heckbürzel – ganz großes Kino. Aufmerksamkeit auch im Detail: die fein funkelnden Edelstahlkrümmer, ein im Vergleich zu ihrer Technikspenderin, der giftig durchgestylten Z 900, sorgsam von Schnörkeln gesäuberter Motorblock, der cheffig hoch gekröpfte Lenker, die Rückspiegel, die edle Aluhalterung des vorderen Kotflügels, die Alugussräder mit ihrem gediegenen Speichendesign und dem polierten Felgenrand, ein Klecks Chrom hier und da – alles liebevoll, organisch ineinanderfließend, klassisch und modern zur selben Zeit.

Dann der enorme Tiefgang der Metallic-Lackierung: Das „Candytone Brown“ schimmert, je nach Sonneneinstrahlung von beinahe schwarz über ein warmes Braun zum Violett und um die Wette mit den orange funkelnden Akzenten. Fraglos ist der Sonderlack die 300 Euro Aufpreis wert. Ja, die Z 900 RS unterhält ihren Betrachter schon im Stand, schafft mit ihrer sorgsam ausgewogenen Proportion einen Wahnsinns- spagat zwischen alter Eleganz und neuer Bulligkeit. Wenn Sie es anschaulicher mögen: Die ist drall wie Pamela Anderson zur „Baywatch“-Phase. Eine mehr als gelungene Hommage jedenfalls an die Z1.

Den kompletten 8-seitigen Top-Test der Kawasaki Z 900 RS lest ihr in MOTORRAD 2/2018 oder im PDF zum Download, siehe unten.

Anzeige

Artikel teilen

Anzeige
Anzeige

Aktuelle Gebrauchtangebote