Laufruhe

So testet MOTORRAD: Laufruhe

Laufruhe (20 P.): Der Reihensechszylinder der BMW K 1600 GT/GTL läuft unglaublich geschmeidig und zeigt eine bei Motorrädern bislang unbekannte Laufruhe.

Während der Test-Runde, auf dem Top-Test-Parcours und mit der 1000 Punkte-Wertung nimmt MOTORRAD jede einzelne Maschine genau unter die Lupe und achtet darauf, wie ruhig ein Motor läuft und ob er stärkere Vibrationen abgibt.

Foto: jkuenstle.de
Der Reihensechszylinder der BMW K 1600 GT/GTL läuft unglaublich geschmeidig und zeigt eine bei Motorrädern bislang unbekannte Laufruhe.
Der Reihensechszylinder der BMW K 1600 GT/GTL läuft unglaublich geschmeidig und zeigt eine bei Motorrädern bislang unbekannte Laufruhe.

Charakter nennen es die einen, Nervige Vibrationen sagen die anderen. Das Thema Laufruhe wird eben völlig subjektiv gesehen. Manch einer möchte den Motor nicht nur hören, sondern auch spüren, fühlen, erleben. Andere hingegen bevorzugen ein seidenweich laufendes Aggregat. In der objektiven MOTORRAD-Punktewertung gibt es vor allem dann Abzüge, wenn Vibrationen lästig werden. Das muss nicht unbedingt nur die eher rau laufenden Ein- oder Zweizylinder betreffen, gerade Vierzylinder können bei höheren Drehzahlen auf Dauer extrem unangenehm in den Lenkerenden, Fußrasten oder gar in der Sitzbank vibrieren.

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Zappelphilipp: Harley lässt manche V2-Motoren in Gummilagern schwingen.
Zappelphilipp: Harley lässt manche V2-Motoren in Gummilagern schwingen.

Der Grund dafür sind in erster Linie die Massenkräfte des Kurbeltriebs, die zu Schwingungen führen. Dabei spielt natürlich die Motorkonfiguration die Hauptrolle. Der Konstrukteur kann mit verschiedenen Maßnahmen Schwingungen reduzieren, etwa mit einer Ausgleichswelle oder mit Gummielementen zur Motorlagerung, wie es beispielsweise Harley-Davidson bei manchen Modellreihen macht. Auch gummigelagerte Lenker und Fußrasten können helfen, den Fahrer von den Schwingungen der Antriebseinheit zu entkoppeln. Vibrationen und Schwingungen entstehen aber auch auf andere Weise, sie können beispielsweise von unrunden Rädern oder von einem Kardanantrieb ausgehen.

20 Punkte können in diesem Kriterium maximal vergeben werden. Die beste Bewertung verdiente sich der ausgesprochen sanft agierende Sechszylinder der BMW K 1600-Modelle mit 17 Punkten. Am anderen Ende der Skala findet man erwartungsgemäß einen Einzylinder, nämlich den der KTM 690 Duke mit nur sieben Punkten.

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