Vespa Primavera 125 (2018) im Test

Updates für den Stadtflitzer

Wir hatten die Möglichkeit, die neue Primavera auszuprobieren.
Wir hatten die Möglichkeit, die neue Primavera auszuprobieren.Piaggio spendierte der Primavera zum Jubiläum einige Updates.Die wichtigste Neuerung sind die 12-Zoll-Räder.Das neue Modell im Vespa-Museum.
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Zu ihrem 50. Geburtstag bekommt die Vespa Primavera ein komplettes Rundum-Lifting spendiert. Am wunderbaren Italien-Feeling auf diesem Stadtflitzer par excellence ändert sich aber nichts.

Für die Vespa Primavera 125 beginnt mit dem 50. also der zweite Frühling. Das ist nur recht und billig, schließlich bedeutet ihr Name genau das: Frühling. In Deutschland zählt sie seit Jahren zu den beliebtesten 125er-Rollern und führte im letzten Jahr die Hitliste mit deutlichem Vorsprung vor der bauchigeren und wassergekühlten Konzernschwester GTS Super an.

Mit 126 Kilogramm recht leicht

Die wichtigste Neuerung des 2018er-Modells besteht in den Zwölf-Zoll-Rädern, die an die Stelle der bisherigen Elf-Zöller treten. Sie verleihen dem Roller mehr Stabilität, sei es in Kurven, sei es beim Kontakt mit den üblichen Hindernissen in der City, von Straßenbahnschienen über Kanaldeckel bis zu Schlaglöchern; komfortabler fühlt sich die Primavera dank der größeren Räder auch noch an. Der luftgekühlte Dreiventilmotor wurde mechanisch und elektronisch stark überarbeitet, Leistung und Drehmoment bleiben mit 10,7 PS und 10,4 Nm aber gleich. In der Stadt reicht das locker, zumal die Vespa Primavera 125 mit ihren 126 Kilogramm recht leicht und zudem überaus wendig ist. Weniger prickelnd fällt der Fahreindruck auf der Landstraße aus, denn die 91 km/h Spitze reichen kaum zum Überholen, sodass der Roller oft hinter behäbigen Liefer- oder Lastwagen herhechelt. Also lieber nur in Ausnahmefällen das städtische Terrain verlassen, denn dort fühlt sich die Primavera pudelwohl, wedelt beschwingt durch dichten Verkehr und findet in der kleinsten Lücke vor der Eisdiele genug Platz zum Parken – aber nur auf dem Hauptständer, ein Seitenständer kostet extra. Im Preis inbegriffen sind immerhin modernes LED-Licht vorn und hinten.

Foto: Vespa
Die Preise für die neue Primavera 125 beginnen bei 4.700 Euro.
Die Preise für die neue Primavera 125 beginnen bei 4.700 Euro.

Nicht ganz einfach ist es, angesichts der Modellvielfalt den Überblick zu behalten. Die Vespa Primavera 125 gibt es in der Basisversion in Weiß, Schwarz, Rot, Rosa, Hell- und Dunkelblau für 4700 Euro inklusive Nebenkosten. 200 Euro mehr kostet die Version Touring, erhältlich in Braun und Weinrot, die mit verchromten Gepäckträgern an Front und Heck aufwartet. Star der 2018er-Kollektion ist die S-Version in Dunkelblau, Beige und Rot (oben), die ein TFT-Cockpit mitbringt. Das könnte nun so mancher bei einem derart kultigen Roller als Stilbruch empfinden, aber ehrlich gesagt: Spaß macht das bunte Display schon, denn es liefert in übersichtlicher Form jede Menge Informationen und lässt sich außerdem mit dem Smartphone verbinden. Für die Primavera S werden 5.200 Euro fällig – happig für einen 125er-Roller, doch Vespa-Fahren ist nun mal hip, und das lässt sich der Mutterkonzern Piaggio bezahlen. Ergänzt wird das Primavera-Angebot durch die Sondermodelle Anniversario und Yacht Club in speziellen Farben sowie durch ein reichhaltiges Zubehörprogramm – jeder und jedem seine ganz eigene Primavera!

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