Yamaha Tmax im Fahrbericht

Sportlicher Großroller in drei Varianten

Yamaha Tmax im Test.
Dreimal Tmax: links die normale Version, in der Mitte die Variante DX, rechts der SXIns Staufach passen bei richtiger Anordnung zwei Jethelme.Als Extra-Diebstahlschutz lässt sich der Hauptständer verriegeln.Besser als das Sofa daheim: Fahrer und Sozius finden ein üppiges Plätzchen vor.16 Bilder

2001 rollte der erste Yamaha Tmax vom Band und wurde seitdem in Europa über 250.000 Mal verkauft. Jetzt gibt es einen neuen Yamaha Tmax, mit dem wir eine erste Testfahrt absolvierten.

Am Anfang regieren Zweifel, hat doch der Autor dieses Tests das Thema Großroller bisher stiefmütterlich behandelt. Vorm ersten Aufeinandertreffen mit dem neuen Yamaha Tmax hält sich die Euphorie daher in Grenzen. Aber: Immer erst ausprobieren und dann ein Urteil bilden.

Damit das gut ausfällt, hat Yamaha fürs Jahr 2017 den Erfolgstypen Tmax gleich dreifach ins Programm gehoben. Als normale Version, als sportlicher ausgestatteter Yamaha Tmax in der SX-Variante und als DX-Version, die in Sachen Sport und Tour alles bieten soll, was die Rollerwelt verlangt.

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Yamaha-Modelle 2017

Schräglagenfreiheit dürfte größer sein

Also gleich den Yamaha Tmax DX geschnappt. Erstes Fragezeichen: Wo muss der Schlüssel hin? Nirgends. Smart Key System heißt das von Yamaha ersonnene Zauberwort dafür. Funktioniert wie jedes Keyless-Go-System und bietet zudem die Möglichkeit, die Kommunikation zwischen Schlüssel und Roller stillzulegen. Üppig fällt das Platzangebot auf der Sitzbank aus – und zwar für Fahrer und Sozius. Schnell den Rucksack im großen Staufach darunter verstaut und los. Denkste, der Yamaha Tmax klappt nicht vom Hauptständer. Neben dem Lenkradschloss hat Yamaha eine Hauptständersperre integriert. Die löst sich nach dem Druck auf den Starter, und endlich erwacht das TFT-Display zum Leben.

Lässig schwimmt der Yamaha Tmax im Stadtverkehr mit. Der Zweizylinder hängt fein am Gas, die Variomatik sorgt für passenden Vortrieb beim Huschen von Lücke zu Lücke. Daran ändert sich nichts, sobald die letzten Häuserfronten passiert sind. Beim Surfen über Landstraßen spielen die Bremsen souverän mit, sind gut dosierbar. Nur die Schräglagenfreiheit dürfte größer sein. Der kratzende Hauptständer mahnt zur Vorsicht. Im sportlichen S-Mode für die Motor-Power bewegt, meistert der Yamaha Tmax DX alle Spurt-Herausforderungen, im leistungsreduzierten T-Mode agiert er allerdings arg zurückhaltend. Da helfen die neun Kilogramm Gewicht nicht weiter, die er zum Vorgänger eingespart hat.

Basis-Yamaha Tmax ab 11.495 Euro

Ebenfalls neu bei allen Yamaha Tmax ist eine Trak­tionskontrolle, die bei 46 PS etwas übertrieben scheint. Genau wie Heizgriffe und -sitze des DX, die bei der sonnigen Vorstellung nicht benötigt wurden. Sie stehen aber für das, was der Yamaha Tmax richtig gut kann: Menschen komfortabel und zügig von A nach B tragen. Für dieses Anforderungsprofil ist der Wind- und Wetterschutz hinter der üppigen Verkleidung und dem elektrisch hochfahrbaren Windschild des DX wie gemacht. Der Preis dafür? 13.195 Euro kostet der DX, die anderen Typen sind günstiger; Basis-Version gibt es ab 11.495 Euro, den SX für 12.295 Euro. Nicht wenig, Erfolgstypen sind das aber meistens wert.

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