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125er mit Euro 4

Motorräder für A1 und Klasse B (Schlüsselzahl 196)

Für viele Motorradinteressierte stellt der A1-Führerschein den Einstieg in die Welt motorisierter Zweiräder dar. Auch Besitzer des Autoführerscheins der Klasse B dürfen zukünftig unter bestimmten Voraussetzungen Modelle mit 125 cm³ fahren. Wir haben für euch einen Überblick über jede Menge derzeit erhältliche 125er mit Euro 4 und weitere wertvolle Informationen für Einsteiger zusammengestellt.

Endlich, sweet sixteen – das heißt ab auf die Straße! Halt, stopp! Motorrad, Führerschein, Zulassung, schnell eine Kopfmelone und das Ganze korrekt versichern, Eltern anpumpen, "hoffentlich ist bald Weihnachten", am besten alles gleichzeitig und am besten gestern. Immer langsam, junge Pferde! Eines nach dem anderen, in der richtigen Reihenfolge und zur richtigen Zeit am richtigen Ort gelingt der Start auf dem Straßenmotorrad schon so früh wie möglich – am 16. Geburtstag. Wir zeigen, was dabei zu beachten ist und wie tief man für den A1-Führerschein und ein 125-cm³-Motorrad in die Sparbuch-Tasche greifen muss.

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Zudem haben wir einen Überblick über jede Menge aktuelle 125er-Modelle, die die Euro 4-Norm erfüllen, sowie weitere Infos zur Versicherung und zur Zulassung eines Motorrads. Gute Neuigkeiten gibt es zudem für Besitzer des Autoführerscheins. Unter gewissen Voraussetzungen dürfen 125er zukünftig auch von Autofahrern bewegt werden. Möglich macht dies ein neues Gesetz, welches vom Bundesrat auch bereits genehmigt wurde. Autofahrer, die mindestens 25 Jahre alt sind und bereits seit fünf Jahren den Autoführerschein besitzen, können auch ohne Prüfung an eine geeignete Lizenz (Klasse B, Schlüsselzahl 196) kommen. Allerdings müssen zuvor 9 Fahrschuleinheiten á 90 Minuten absolviert werden.

Modellübersicht 125-cm³-Motorräder mit Euro 4

A.T.U Explorer Gravity 125 (CBS), 1.999 Euro
AJS Cadwell 125 (CBS), 2.899 Euro
Aprilia RS 125 (ABS), 5.190 Euro
Aprilia Tuono 125 (ABS), 4.990 Euro
Aprilia RX 125 (ABS), 3.840 Euro
Aprilia SX 125 (ABS), 3.700 Euro
Benelli TNT 125 (CBS), 2.499 Euro
Benelli BN 125 (CBS)
Beta RR Motard 125 LC (CBS), 4.490 Euro
Beta RR 125 Enduro LC (CBS), 4.490 Euro
Brixton BX 125 R (ABS optional), 2.699 Euro
Brixton BX 125 (ABS optional), 2.599 Euro
Brixton 125 SK8 (ABS optional) 2.699 Euro
Daelim Daystar 125 FI (CBS), 2.999 Euro
Fantic Caballero 125 Scrambler (ABS), 5.090 Euro
Fantic 125 E Casa (CBS), 4.995 Euro
Fantic 125 M Casa (CBS), 4.995 Euro
Honda CB 125 R (ABS), 4.390 Euro
Honda Super Cub 125 (ABS)
Honda CB 125 F (CBS), 2.990 Euro
Honda Monkey 125 (ABS), 4.090 Euro
Honda MSX 125 (ABS), 3.590 Euro
Junak M11 Café 125 (ABS) 2.999 Euro
Kreidler Dice SM-125 Pro (CBS), 3.199 Euro
Kreidler Dice GS 125i Pro (CBS), 3.199 Euro
Kreidler Dice CR-125i (CBS), 2.999 Euro
Kreidler Dice SM 125i (CBS), 2.999 Euro
Kreidler Dice GS 125i (CBS), 2.999 Euro
KSR Moto Code 125 (CBS), 1.999 Euro
KSR Moto GRS 125 (CBS), 2.899 Euro
KSR Moto TR 125 SM (CBS), 3.199 Euro
KSR Moto TW 125 (CBS), 2.899 Euro
KTM 125 Duke (ABS), 4.695 Euro
KTM RC 125 (ABS), 4.695 Euro
Kymco Visar 125i (CBS), 2.699 Euro
Mash Dirt Track 125 (CBS), 2.795 Euro
Mash Black Seven 125 (CBS), 2.595 Euro
F.B Mondial HPS 125i (CBS), 3.395 Euro
F.B Mondial SMX 125i Enduro (CBS), 3.495 Euro
F.B Mondial SMX 125i Supermoto (CBS), 3.595 Euro
Rieju Freejump Cross 125 (CBS), 3.199 Euro
Rieju Freejump SM 125 (CBS), 3.199 Euro
Rieju Marathon Replica Cross 125 (CBS), 4.399 Euro
Rieju Marathon Replica SM 125 (CBS), 4.399 Euro
Rieju Scrambler 125 (CBS), 3.899 Euro
Rieju Strada 125 (CBS), 2.599 Euro
Skyteam ST 125 Skymax (CBS), 1.750 Euro
Skyteam Skymini 125 (CBS), 1.599 Euro
Skyteam Skybongo 125 (CBS), 1.599 Euro
Suzuki GSX-R 125 (ABS), 4.690 Euro
Suzuki GSX-S 125 (ABS), 4.190 Euro
SWM SM 125 R (CBS), 3.990 Euro
SWM RS 125 R (CBS), 4.190 Euro
Yamaha YS 125 (CBS), 2.795 Euro
Yamaha MT-125 (ABS), 4.795 Euro
Yamaha YZF-R125 (ABS), 5.195 Euro
Zündapp ZXA Adventure 125 (CBS), 4.190 Euro
Zündapp ZXA Adventure 125 TT (CBS), 4.190 Euro
Zündapp ZXC 125 Classic (CBS), 2.690 Euro
Zündapp ZXE 125 Enduro (CBS), 3.990 Euro
Zündapp ZXM 125 Supermoto (CBS), 3.990 Euro
Zündapp ZXS Scrambler Sport 125 (CBS), 3.690 Euro
Zündapp ZXS Scrambler Classic 125 (CBS), 3.790 Euro

*Bremssystem: ABS = Antiblockiersystem; CBS = Combined Brake System
**Preise (Stand: 1.6.2018), teilweise zzgl. Nebenkosten

ABS oder CBS?

Leichtkrafträder der Führerscheinklasse A1 zwischen 50 und 125 Kubikzentimetern dürfen alternativ an Stelle des ABS mit einer Kombibremse (CBS) ausgerüstet werden. Dabei müssen "mindestens zwei Bremsen, die auf verschiedene Räder wirken, mittels einer einzigen Betätigungseinrichtung aktiviert werden", wie der Gesetzestext vermerkt.

Eine spezielle Art der Verteilung ist nicht vorgeschrieben. Ein Blockieren der Räder bei einer Schreckbremsung wird hierdurch allerdings nicht verhindert. Piaggio beispielsweise verbaut hier oftmals ein Einkanal-ABS nur am Vorderrad; eine Lösung, die das Sturzrisiko bei einer Schreckbremsung erheblich reduziert und daher eindeutig vorzuziehen ist.

Fahrschule und der A1-Führerschein

Ganz wichtig zunächst: die richtige Planung kann eine Menge Zeit sparen! Denn bereits drei Monate vor dem 16. Geburtstag kann die theoretische Führerscheinprüfung abgelegt werden. Mit der Wahl der richtigen Fahrschule sollte man also rechtzeitig beginnen.

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Die Preise für den A1-Führerschein können stark variieren.

Die Preise für den A1-Führerschein variieren bei den verschiedenen Fahrschulen, in der Stadt und auf dem Land stark. Hier helfen Meinungen von Bekannten und Freunden und ein Kostenvergleich. 1.300 Euro bis 2.000 Euro müssen im Normfall einkalkuliert werden. Auch bei den Fahrlehrern gibt es erhebliche Unterschiede, und ein grüner Zweig zwischen Fahrschüler und Lehrer ist enorm wichtig. Nicht selten kommt es gerade bei den Motorrad-Girls zu dummen Sprüchen und Unverständnis der Fahrschulbesitzer. Das muss man sich nicht gefallen lassen und muss auch nicht sein!

Zwei Jahre nach dem Erwerb des A1-Führerscheins besteht die Möglichkeit, den A2-Führerschein in Angriff zu nehmen. Voraussetzung hierfür ist zudem ein Mindestalter von 18 Jahren. Mit dem A2-Führerschein dürfen Motorräder bis zu 48 PS bewegt werden. Besitzer des A1-Führerscheins müssen für den Erwerb des A2-Führerscheins lediglich die praktische Prüfung bestehen. Eine theoritische Prüfung ist nicht erforderlich. Im Normalfall müssen allerdings Übungsstunden dazu addiert werden, um sich an die stärkeren Bikes zu gewöhnen. Zudem muss sich auch der Fahrlehrer ein Urteil über die Fähigkeiten des A2-Anwärters bilden. Hinzu kommen erneute Kosten für die Fahrschulanmeldung, die Vorstellung zur praktischen Prüfung, die TÜV-Gebühr für die praktische Prüfung und die Gebühr für die Ausstellung des Führerscheins. 

Checkliste – die richtige Fahrschule und der Weg zum A1-Führerschein:

  • Einverständnis der Eltern
  • Führerschein-Antrag (40 Euro), Sehtest (7 Euro), Erste-Hilfe-Kurs (30 Euro) und Passbild (8 Euro)
  • Lehrmaterial/Smartphone-App (40 Euro)
  • 16 Theoriestunden (ca. 280 Euro)
  • 12 Sonderfahrten (ca. 600 Euro) plus individuelle Anzahl an Übungsstunden (je ca. 40 Euro)
  • zzgl. individuelle Gebühren für TÜV (ca. 110 Euro), Vorstellung zur Theorie- und Praxisprüfung (ca. 200 Euro)
  • Gesamtkosten für den A1-Führerschein (abhängig von Region und Talent): zwischen 1.300 Euro bis 2.000 Euro
  • Gesamtkosten für das Upgrade auf den A2-Führerschein (abhängig von Region und Talent): zwischen 500 und 1.000 Euro

(ungefähre, durchschnittliche Angaben)

Testet hier euer Wissen bei fahrschulboegen.motorradonline.de

Verkehr & Wirtschaft
Fahrpraxis & Fahrtipps

Tipps für den Kauf eines 125-cm³-Motorrads

Zur Auswahl stehen zahlreiche Modelle in allen Preisklassen (125 cm³, 11 kW und maximal 0,1 kW/kg). In der Modellübersicht weiter oben in diesem Artikel sind ausschließlich neue 125er des Modelljahrgangs 2018 aufgeführt, die entsprechend teuer sind. 

jkuenstle.de
Mit älteren Gebrauchtmodellen wie dieser 125 Duke des Modelljahres 2012 lässt sich etwas Geld sparen.

Es geht aber natürlich auch anders. Auf den Gebrauchtmarktbörsen tummeln sich jede Menge ältere Modelle, die für deutlich weniger Geld erworben werden können.

Für viele Fahranfänger eignet sich entsprechend häufig genauso gut ein gebrauchter Ofen, wenn die wichtigsten Punkte beim Kauf beachtet werden, sowie das Alter des Motorrads und der Preis nicht in einem wirren Verhältnis stehen.

Generelle Tipps zum Kauf eines gebrauchten Motorrads:

  • Preis/Leistung
  • Sorgfältig und mindestens zu zweit besichtigen
  • Probe fahren
  • Anfallende Reparaturen klären
  • Kosten für die Reparaturen abwägen
  • Eintragung der Umbauteile möglich?
  • Kaufvertrag
  • Papiere zum Motorrad und Rahmennummer vorhanden?
Gebrauchtkauf

Nicht bei der Schutzkleidung sparen!

In Sachen Style sind prinzipiell so gut wie keine Grenzen gesetzt, die Preise für solide und gute Bekleidung komplett liegen dabei aber selten unter 800 Euro; High-End-Lederkombis und Karbon-Schnickschnack gehören bei "Einkommen = Taschengeld" nicht unbedingt auf die Wunschliste.

Ein schöner Mittelklasse-Helm, am besten wasserdichte Textil-Bekleidung, sichere Stiefel und Handschuhe sowie Protektoren liegen gut im Einkaufswagen und sollten unbedingt vor Ort im Laden anprobiert werden. Besitzt man die Sachen dann bereits zur Anfangsphase der Fahrschulzeit, liegt es nahe, bei den Fahrstunden das eigene Equipment zu nutzen.

Versicherung für ein Motorrad mit 125 cm³

Bevor das eigene Motorrad im Straßenverkehr bewegt werden darf, braucht es mindestens eine Haftpflicht-Versicherung. Auch hier heißt es wie so oft: Preise vorab vergleichen. Sowohl bei Anfragen an bekannte Versicherungen als auch beim Vergleich im Netz stößt man jedoch immer auf die gleiche Tatsache: Für minderjährige Fahranfänger sind die Kosten immens hoch!

Viele Fahranfänger lassen ihr Bike deshalb zunächst über die Eltern versichern. Der Fahranfänger selbst trägt sich in dem Fall als Fahrer ein. Dadurch kommt man in der Regel deutlich günstiger weg. Entsprechend können die Kosten für die Versicherung sehr unterschiedlich ausfallen. Zwischen 100 Euro und 800 Euro jährlich ist alles möglich.

Verkehr & Wirtschaft

Zulassung eines Motorrads mit 125 cm³

Der nächste Schritt wäre nun die Zulassung des Motorrads. Für die Zulassung muss der Führerschein bereits im eigenen Besitz sein. So ist zumindest die gängige Praxis. Um den Ernstfall des frühestmöglichen Straßen-Starts zu ermöglichen, muss also möglichst die Theorieprüfung vorab bestanden werden.

Hersteller
Optisch sehr erwachsen: die Honda CB 125 R ähnelt ihren großen Schwestern.

Frühestens vier Wochen vor dem 16. Geburtstag kann die praktische Prüfung abgeschlossen werden. Der Führerschein wird allerdings erst am Geburtstag ausgehändigt. Erst danach lohnt sich der Weg zur Zulassungsstelle.

Wichtig ist, dass der Versicherungsvertrag ebenfalls schon in der Tasche ist und alle nötigen Papiere und Unterlagen vorhanden sind. Auch hier ist die richtige Vorbereitung alles. Auf der Homepage der zuständigen Zulassungsstelle kann eingesehen werden, welche Dokumente dabei sein müssen und welche es zum Download vorab gibt. Auch ein kurzer Anruf kann sich lohnen, denn die Auflagen können von Stadt zu Stadt stark abweichen.

Gesamtkosten – damit müssen Einsteiger rechnen

  • A1-Führerschein komplett ca. 1300 bis 2.000 Euro
  • Schutzkleidung ca. 800 Euro
  • Motorrad mit 125 cm³ ca. 2.000 bis 5.000 Euro
  • Versicherung ca. 100 bis 800 Euro jährlich
  • Zulassung und Kennzeichen ca. 60 Euro
  • 500 Kilometer pro Monat, ca. 35 bis 50 Euro
  • abgebrochener Kupplungs-/Bremshebel, Standard ca. 10 bis 25 Euro
  • Satz neue Reifen, ca. 150 bis 250 Euro
  • Gesamtkosten: zwischen 4.400 bis 9.000 Euro
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