ADAC Sachsenring Classic (22. bis 24. Juni 2018)

Tickets im Vorverkauf erhältlich

Freddie Spencer beim ADAC Sachsenring Classic.Start der Classic Kings beim ADAC Sachsenring Classic.Giacomo Agostini und Marco Lucchinelli beim ADAC Sachsenring Classic.Giacomo Agostini auf der MV Agusta.21 Bilder

Die ADAC Sachsenring Classic findet vom 22. bis 24. Juni 2018 statt. Eintrittskarten für Samstag oder Sonntag kosten im Vorverkauf 20 Euro, für beide Tage zusammen 30 Euro. Am Freitag ist der Eintritt frei.

Die ADAC Sachsenring Classic habe sich innerhalb weniger Jahre zu einer der größten Klassikveranstaltungen für Automobile und Motorräder in Europa entwickelt, teilt der Veranstalter mit. 47.000 Besucher konnten bei der Jubiläumsveranstaltung "90 Jahre Sachsenring" im Jahr 2017 zahlreiche Motorradweltmeister live erleben, darunter Freddie Spencer, Giacomo Agostini und Kevin Schwantz.

2018 findet die ADAC Sachsenring Classic vom 22. bis 24. Juni statt. Schon jetzt können Besucher ihre Eintrittskarten im Vorverkauf erwerben: 20 Euro kostet dabei die Tageskarte, 30 Euro der Wochenendeintritt.

Inbegriffen ist der Zugang ins Fahrerlager und auf die Tribüne T6. Kinder bis 16 Jahre haben freien Eintritt inklusive Fahrerlager und Tribüne. Parkplätzen stehen in ausreichender Anzahl direkt am Veranstaltungsgelände zur Verfügung.

Mit einem Mix aus klassischen Rennmotorrädern und -automobilen wie die ADAC Sachenring Classic ihr bewährtes Veranstaltungskonzept beibehalten. Als Highlights sind unter anderem ein historischer Seitenwagenlauf mit früheren Weltmeistern, die Classic Kings mit dem einen oder anderen Motorradweltmeister sowie Ost-Tourenwagen bis 1.300 cm³ inklusive der Trabis geplant.

Anzeige
Foto: Heidl

Die ADAC Sachenring Classic 2017

(Text: Imre Paulovits) Der Sachsenring wurde 90 Jahre alt. Dieses Jubiläum wurde beim fünften Sachsenring Classic gebührend gefeiert: Mit den größten Rennfahrern vergangener Motorsport-Tage, allen voran Rekordweltmeister Giacomo Agostini, der dabei seinen 75. Geburtstag gleich mitfeierte.

Die Sonne schien über dem Sachsenring, und 45.000 begeisterte Fans verwandelten die Jubiläums-Veranstaltung zum 90-jährigen Bestehen des Sachsenrings in ein gigantisches Fest. Ihnen wurde auch viel geboten. Der ADAC ließ beim Sachsenring Classic 2017 nach bewährtem Muster die faszinierendsten Autos und Motorräder aus der Renngeschichte in Paraden um die Strecke kreisen oder bei Rennen zu verschiedenen historischen Motorsportserien um die Wette fahren. Dazu beauftragte der ADAC Sachsen zwei Profis, etwas zu organisieren, das alles bisher dagewesene übertrifft: Franz Rau und Steve McLaughlin, die in den 1990er Jahren mit der Pro Superbike die Deutsche Meisterschaft auf ein bis dahin nie dagewesenes Niveau und ins Fernsehen brachten, hoben nun die Classic Kings aus der Taufe.

Agostini feierte vor Ort seinen 75. Geburtstag

Für die größten und populärsten Weltmeister der Geschichte organisierten sie Motorräder aus ihren Weltmeisterjahren und so wurden glorreiche Zeiten wieder lebendig. Wie es der Zufall wollte, hatte der größte von ihnen, der 15-fache Weltmeister Giacomo Agostini, gerade an diesem Wochenende seinen 75. Geburtstag, und so wurde für ihn eine gebührende Geburtstagsfeier organisiert.

Am Freitagabend konnte Ago mit vielen seiner ehemaligen Rennfahrerkollegen anstoßen, aber auch mit anderen Größen seines Sports, wie Paul Butler, der zu Agos Zeiten Dunlop-Reifendienstmann war und später zum Teamchef des Suzuki-Werksteams und dann MotoGP-Rennleiter wurde. Eine gewaltige Lasershow und ein Feuerwerk machten den Abend nicht nur für die Gäste, sondern auch für den Jubilar zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Am Samstag hatte der beliebte Italiener dann gleich mehrere Auftritte. Mit seinen einstigen Teamkollegen Phil Read und Gianfranco Bonera führte er die MV-Agusta-Parade an. Die legendären Drei- und Vierzylinder hallten mit ihrem unverwechselbaren Klang um den Sachsenring und weckten Erinnerungen an ihre glorreichen Zeiten, als der gleiche Klang durch die Wälder des alten Sachsenrings schallte und Agostini insgesamt elf Siege mit ihnen errang. Unvergessen auch seine Kämpfe mit Mike Hailwood, von denen er schmunzelnd eine Anakdote erzählte: "1967 brachen wir im Training laufend den Rundenrekord. Das hat den Zuschauern und dem Rennleiter so gut gefallen, dass er das Training erst nach über einer Stunde abgewunken hat."


Freddie Spencer, Phil Read, Steve Baker

Dann setzte sich Ago auf die 750er Yamaha, mit der er einst zu seinen 122 Grand-Prix-Siegen 1977 in Hockenheim noch einen in der Formel-750-WM hizugefügt hatte. Bei den Classic Kings hatte er dann Größen wie Freddie Spencer, dem einzigen, dem es 1985 je gelungen war, im gleichen Jahr Weltmeister bei den 250ern und den 500ern zu werden, auf der Dreizylinder-Honda, oder Publikumsliebling Kevin Schwantz  auf der Suzuki. Der achtfache Weltmeister Phil Read fuhr die Suzuki, mit der er 1976 seine letzte 500er-Saison fuhr, Steve Baker die Yamaha TZ 750, mit er 1977 Weltmeister wurde. Johnny Cecotto, der den neuen Sachsenring bereits aus seiner DTM-Zeit bei BMW kannte, fuhr die TZ, mit der er 1978 zu seinem 350er-WM-Titel noch einen in der Formel 750 hinzufügen konnte. Christian Sarron, 250er-Welteister von 1984,  fuhr ebenfalls eine TZ 750.

Carl Fogarty, der bei den Superbikes, der TT-F1 und in der Endurance-WM insgesamt acht WM-Titel gewonnen hat, fuhr am Samstag einen brandneuen Triumph Café Racer, am Sonntag konnte er sich auf eine Kevin-Schwantz-Suzuki schwingen. Marco Lucchinelli lenkte eine Suzuki RG 500 in den Farben des legendären Oliofiat-Teams, mit dem er 1981 Weltmeister wurde, Carlos Lavado fuhr seine Yamaha TZ 250 von 1983, Ralf Waldmann die HB-Honda 250. Jon Ekerold, 350er-Weltmeister von 1980 war erstmals seit Langem wieder für die Fans zu sehen und begeisterte mit seiner charismatischen Art.
Schwantz und Spencer machten auch mächtig Dampf, gemeinsam mit Peter Rubatto und Bernhard Schick auf den klassischen Superbikes und Ralf Waldmann auf der 250er zeigten sie feine Positionskämpfe.

Schwantz beim MotoGP von Deutschland

Die gab es auch bei allen Rennen im historischen Motorsport, bei den Classic Superbikes mischten auch die Altstars Michael Galinski, Peter Rubatto, Bernhard Schick und Manfred Fischer mit und zeigten den jungen, die ihnen heute in der Classic Trophy nacheifern, was eine Harke ist, Galinski war für gar alle eine Nummer zu groß. Genau wie DDR-Altmeister Johannes Kehrer, der bei der MZ-Parade die Rennskorpion schneller um den Kurs jagte als alle anderen.

Die Stars waren aber nicht nur auf der Strecke zu sehen sondern auch im Fahrerlager und auf dem Marktplatz am Samstagabend. Sie schrieben Autogramme, bis ihnen die Finger schmerzten, und so konnten viele Fans ihre Sammlungen vervollständigen.

Kevin Schwantz erfreute die Suzuki-Fans auch damit, dass sie gemeinsam mit ihm um die Strecke fahren konnten, bei den vielen Schwantz-Replicas war es nicht einfach auszumachen, wo der echte Kevin fährt. So hatte jeder seinen Spaß, das Sachsenring Classic zum Jubiläum wurde ein gigantisches Fest, und Kevin Schantz hat seinen Fans versprochen, dass sie ihn bald wiedersehen werden: Beim MotoGP von Deutschland am gleichen Ort.

Artikel teilen

Anzeige
Anzeige

Aktuelle Gebrauchtangebote