Fahren mit Gepäck

Sicher verstauen, sicher fahren

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Damit Fahren mit Gepäck nicht zum Eiertanz ausartet, sollten Motorradreisende einige Punkte besonders beachten.

Schon relativ wenig Zusatzgewicht an der falschen Stelle kann manche Maschinen beim Fahren in äußerst unangenehme und sogar gefährliche Pendel- oder Schlingerbewegungen versetzen. Viel Gewicht über dem Hinterrad, beispielsweise durch voll beladene Koffer, ein Topcase oder eine schwere Gepäckrolle, entlastet das Vorderrad - Lenkerflattern ist oft die Folge. Ein Sozius verstärkt diesen Effekt. Oft genügt es schon, einige Kilo im Tankrucksack statt im Topcase unterzubringen, um die Fuhre zu beruhigen. Unabhängig davon hat höheres Gewicht immer Einfluss auf die Fahrdynamik. Durch den höheren Schwerpunkt bei Beladung kippt das Motorrad schneller in enge Kurven. Außerdem verringert sich durch stärkeres Einfedern die Schräglagenfreiheit. Hinzu kommt ein längerer Bremsweg, und die Gefahr von Fading (Verlust der Bremswirkung bis zum Totalausfall durch Überhitzung) nimmt zu. Gleichzeitig dauern Überholmanöver länger, und potente Bikes heben bei zügigem Beschleunigen beängstigend schnell das Vorderrad gen Himmel. Jeder, der sich auf die Reise begibt, sollte daher die ersten Kilometer zurückhaltend angehen und sich mit den neuen Begebenheiten anfreunden.

Checkliste für Fahren mit Gepäck

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Packesel: Verrutschende Gepäckstücke gefährden Ross und Reiter.

Beladung I: Symmetrisches Beladen verhindert, dass die Fuhre ungewollt Schlagseite bekommt.
Beladung II: Schwere Teile wie Werkzeug gehören möglichst weit nach unten und nach vorn, also ganz vorn in die Koffer oder in den Tankrucksack. Auf den Gepäckträger gehören leichte, sperrige Teile wie Schlafsack, Isomatte oder Zelt.
Beladungsgrenze: Das zulässige Gesamtgewicht des Motorrads darf auch mit Sozius und Gepäck nicht überschritten werden.
Dämpfung: Wenn vorhanden, Zug- und Druckstufendämpfung von Gabel und Federbein anpassen (einige Klicks straffer einstellen).
Fahrbarkeit: Der Tankrucksack darf den Lenkeinschlag nicht behindern.
Federbasis: Vorspannung von Federbein und Gabel anpassen (erhöhen). Als Faustregel gilt: Das beladene Motorrad sollte um maximal ein Drittel des Gesamtfederwegs einsinken.
Reifendruck: Bei hoher Beladung um 0,2 bis 0,4 bar erhöhen.
Sichtbarkeit: Gepäckstücke dürfen keinesfalls Scheinwerfer, Blinker oder Rücklicht verdecken.
Vorausschauen: Noch aufmerksamer und vorausschauender fahren als sonst, um trotz trägeren Handlings auf alle Verkehrssituationen rechtzeitig reagieren zu können.

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