10 Regenkombi-Zweiteiler im Vergleichstest (2018)

Regenschutz für Motorradfahrer

Foto: Jörg Künstle 22 Bilder

Welcher Motorradfahrer kennt das nicht? Auf der Heimfahrt reißt der Himmel auf und es schüttet wie aus Eimern. Regenkombis können in solchen Situationen Abhilfe schaffen. Wir haben zehn 2018er-Modelle miteinander verglichen und verraten, welcher Zweiteiler am besten trocken gehalten hat.

Drüberzieh-Regenkombis für Motorradfahrer fristen in Zeiten von vollausgestatteten Textilkombis beinahe ein Schattendasein. Doch so ganz berechtigt ist das uneingeschränkte Vertrauen in die Textilklamotte nicht. Ja, sie hält wahrscheinlich dicht, lässt kein Wasser durch. Aber sie nimmt es mitunter auf, saugt sich voll. Und quält den Fahrer mit Übergewicht. Da kommt so eine Regenkombi doch gerade recht. Wir haben zehn Modelle einem gnadenlosen Test unterzogen und verraten, welche Regenkombi uns am besten gefallen hat.

Kompletten Artikel kaufen
10 Regenkombi-Zweiteiler im Vergleichstest (2018) Regenschutz für Motorradfahrer
Sie erhalten den kompletten Artikel (inkl. PDF, 6 Seiten)
2,00 €
Jetzt kaufen

Platz 1: FLM Sports Membran 1.0 (Testsieger)

Anbieter: Polo, www.polo-motorrad.de
Preis: Jacke 79,99 Euro, Hose 59,99 Euro
Größen: S bis 3XL
Ärmellänge (XL): 79 cm Innenbeinlänge (XL): 89 cm Außenbeinlänge (XL): 121 cm
Material: Polyamid, Polyester-Mesh und Membran
Gewicht:
1.190 Gramm

Foto: Arturo Rivas
FLM Sports Membran 1.0.

Positiv:

  • dank Klimamembran wasserdicht, winddicht und atmungsaktiv
  • Kapuze im Kragen
  • Verbindungsreißverschluss zwischen Jacke und Hose

Negativ:

  • relativ schwer
  • keine Packtaschen
  • schmutzanfällig

Fazit: Das Set aus FLM-Regenjacke und -hose 1.0 ist großzügig ausgestattet und hielt im Test stets dicht: tolle Vorstellung! Lediglich eine Möglichkeit, die Kombi sinnvoll zu verstauen, fehlt.

MOTORRAD-Urteil: sehr gut

Platz 1: Held Rainblock (Testsieger)

Anbieter: Held, www.held.de
Preis: Jacke und Hose je 99,95 Euro
Größen: S bis 5XL, DS bis D3XL
Ärmellänge (XL): 72 cm Innenbeinlänge (XL): 84 cm Außenbeinlänge (XL): 116 cm
Material: Polyester mit Stretch, Membran aus Polyurethan
Gewicht: 720 Gramm

Foto: Arturo Rivas
Held Rainblock.

Positiv:

  • tolle Ausstattung: Membran, Stretchanteil und sinnvolle Taschen
  • großzügiges Anti-Rutsch-Pad
  • sehr leicht und gut im beiliegenden Säckchen zu verstauen
  • zwei Farbvarianten, gesonderte Damengrößen

Negativ:

  • leider keine Kapuze, der Kragen könnte noch höher sein

Fazit: Punktgleich mit FLM erringt die Held Rainblock ebenfalls den Testsieg. Für sie sprechen ein sportlicher Schnitt, gute Passform und sinnvolle Accessoires. Die fehlende Kapuze ist der einzige Kritikpunkt.

MOTORRAD-Urteil: sehr gut

Platz 2: Difi Fiji (Kauftipp)

Anbieter: Motoport, www.motoport.de
Preis: Jacke ab 69,95 Euro, Hose ab 49,95 Euro
Größen: XS bis 3XL
Ärmellänge (XL): 82 cm Innenbeinlänge (XL): 87 cm Außenbeinlänge (XL): 121 cm
Material: Polyamid mit PU-Beschichtung, Polyester-Mesh
Gewicht: 720 Gramm

Foto: Arturo Rivas
Difi Fiji.

Positiv:

  • sehr leicht
  • vorhandene Taschen dienen auch, um Jacke und Hose in sich selbst zu verstauen
  • rutschfestes Material am Gesäß

Negativ:

  • Gummizug am Ärmel schließt nicht vollständig
  • Farbe sehr grell

Fazit: Zum Testsieg fehlen ein paar Punkte, gerade am Ärmel besteht noch Optimierungspotenzial. Sehr gut gefällt die Möglichkeit, die Kombi in sich selbst zu verpacken. Die Farbe bleibt Geschmackssache.

MOTORRAD-Urteil: sehr gut

Platz 3: Proof Hoodie

Anbieter: Louis, www.louis.de
Preis: Jacke 89,99 Euro, Hose 69,99 Euro
Größen: XS bis 3XL
Ärmellänge (XL): 72 cm Innenbeinlänge (XL): 87 cm Außenbeinlänge (XL): 117 cm
Material: Polyamid mit PU-Beschichtung, Polyester-Mesh
Gewicht: 1.020 Gramm

Foto: Arturo Rivas
Proof Hoodie.

Positiv:

  • atmungsaktiv, wind- und wasserdicht durch Klimamembran
  • hervorragend verstau- und abnehmbare Kapuze
  • wasserdichte Tasche hinter Frontlabyrinth der Jacke

Negativ:

  • Bedienbarkeit mit Handschuhen könnte besser sein
  • Passform wirkt untersetzt

Fazit: Die pfiffig gestaltete Kapuze lässt sich nicht nur im weichen Kragen verstauen, sondern sogar komplett abnehmen. Super! In Sachen Passform und Bedienbarkeit ist noch etwas Luft nach oben.

MOTORRAD-Urteil: gut

Platz 4: iXS Reflex

Anbieter: iXS, moto.ixs.com
Preis: Jacke 89,95 Euro, Hose 69,95 Euro
Größen: M bis 3XL
Ärmellänge (XL): 78 cm Innenbeinlänge (XL): 89 cm Außenbeinlänge (XL): 125 cm
Material: Polyester mit PU-Beschichtung, Polyester-Mesh
Gewicht: 1.470 Gramm

Foto: Arturo Rivas
iXS Reflex.

Positiv:

  • wasserdichte Taschen außen und innen an der Jacke
  • verstaubare Kapuze
  • stark reflektierendes Material plus neongelbe Akzente
  • Oberarmweite verstellbar

Negativ:

  • sehr schwer
  • fällt vergleichsweise groß aus

Fazit: Nirgendwo top, aber überall gut. Die iXS-Kombi war im Test nur optisch die graue Maus. Sie ist erstklassig verarbeitet und hält zuverlässig dicht, sollte aber knackiger sitzen und leichter sein.

MOTORRAD-Urteil: gut

Platz 5: Spidi Touring Rain Kit

Anbieter: Spidi, www.spidi.com
Preis: Jacke und Hose im Kit für 129,90 Euro, Damenvariante für 109,90 Euro
Größen: S bis 3XL, DXXS bis DXXL
Ärmellänge (XL): 75 cm Innenbeinlänge (XL): 93 cm Außenbeinlänge (XL): 125 cm
Material: Polyamid mit PU-Beschichtung
Gewicht: 530 Gramm

Foto: Arturo Rivas
Spidi Touring Rain Kit.

Positiv:

  • äußerst leicht
  • Weitenverstellungen an Ärmeln, Hüfte und Taille gut gelöst
  • Labyrinth am Jackenreißverschluss funktioniert prima

Negativ:

  • keine Taschen
  • Hosenbeine sehr eng
  • rutschige Oberfläche

Fazit: Sehr leicht, gut zu verstauen und eine sportliche Passform. Doch das Tragegefühl ohne Futter ist unangenehm, die Hose lässt sich mit Stiefeln schwer anziehen. Ansonsten eine sehr solide Vorstellung.

MOTORRAD-Urteil: gut

Platz 6: Bering Toriano und Tito

Anbieter: Shark Helme, www.shark-helme.info
Preis: 89,80 Euro
Größen: S bis 4XL
Ärmellänge (XL): 80 cm Innenbeinlänge (XL): 89 cm Außenbeinlänge (XL): 120 cm
Material: Polyester mit PU-Beschichtung
Gewicht: 530 Gramm

Foto: Arturo Rivas
Bering Toriano und Tito.

Positiv:

  • flaches Packmaß, sehr leicht
  • sehr langer Reißverschluss an den Beinen, dadurch schnell und einfach anzuziehen

Negativ:

  • keine Taschen, knapper Kragen, kein Anti-Rutsch-Pad
  • Reißverschluss anfällig für undichte Stellen
  • nur bedingt luftdurchlässig

Fazit: Trotz der Beurteilung „befriedigend“ ist die Bering-Kombi ein guter, leichter und besonders zackig anzuziehender Regenschutz. Der Mangel an zusätzlicher Ausstattung kostet sie aber Punkte.

MOTORRAD-Urteil: befriedigend

Platz 7: Richa Rainwarrior

Anbieter: Richa, www.richa.eu
Preis: Jacke 59,00 Euro, Hose 39,00 Euro
Größen: XS bis 5XL, Hose bis 12XL
Ärmellänge (XL): 80 cm Innenbeinlänge (XL): 86 cm Außenbeinlänge (XL): 122 cm
Material: Polyester
Gewicht: 1.160 Gramm

Foto: Arturo Rivas
Richa Rainwarrior.

Positiv:

  • mehrere Farbvarianten: Rot, Blau, Gelb, Grau und Schwarz
  • stabiles Material

Negativ:

  • knapper Kragen
  • wenig Anpassungsmöglichkeiten, kaum Weitenversteller
  • Ärmel relativ eng
  • Futter zu lose

Fazit: Obwohl die Richa-Kombi dicht hält (wobei der knappe Kragen sehr anfällig ist), sind zu viele Details an Jacke und Hose nicht gut gelöst. Das kann auch der niedrige Preis nicht wettmachen.

MOTORRAD-Urteil: befriedigend

Platz 8: Büse Aqua

Anbieter: Heino Büse, www.buese.com
Preis: Jacke ab 69,95 Euro, Hose ab 49,95 Euro
Größen: S bis 10XL
Ärmellänge (XL): 75 cm Innenbeinlänge (XL): 86 cm Außenbeinlänge (XL): 118 cm
Material: Polyester mit TPU-Beschichtung, Polyester-Mesh
Gewicht: 1.120 Gramm

Foto: Arturo Rivas
Büse Aqua.

Positiv:

  • wasserdichte Tasche
  • gute Verarbeitung, angenehm dezente Optik und ordentliche Passform

Negativ:

  • sehr knapper Kragen, hier kann schnell Wasser eindringen
  • keine Packtasche
  • rutschig auf der Sitzbank

Fazit: Entscheidender Schwachpunkt der Büse Aqua ist der niedrige Kragen. Hier drang im Praxistest Wasser ein, Brust- und Nackenbereich wurden dadurch nass. Der Rest der Kombi gefällt.

MOTORRAD-Urteil: befriedigend

Platz 9: Germas Douglas Lux

Anbieter: Germas, katalog.germas.de
Preis: Jacke ab 69,95 Euro, Hose ab 39,95 Euro
Größen: S bis 3XL
Ärmellänge (XL): 72 cm Innenbeinlänge (XL): 85 cm Außenbeinlänge (XL): 119 cm
Material: Polyester und Polyester-Mesh
Gewicht: 1.580 Gramm

Foto: Arturo Rivas
Germas Douglas Lux.

Positiv:

  • unglaublich starke Reflexionsleistung, selbst bei Tageslicht
  • sehr weicher, angenehmer Kragen mit Fleece-Besatz

Negativ:

  • überdimensionierter Futterstoff, hängt teilweise heraus und saugt sich mit Wasser voll
  • sehr schwer und schlecht zu verstauen, da keine Packtaschen

Fazit: Die Optik ist beeindruckend, das Material eigentlich dicht. Schade, dass das Mesh-Futter zu üppig dimensioniert ist. Hat es Wasserkontakt, leitet es Feuchtigkeit an Arme, Beine und Oberkörper.

MOTORRAD-Urteil: befriedigend

Übersicht und Preisvergleich

MOTORRAD-Endwertung

Zwei Testsieger? Ja, denn trotz unterschiedlicher Ansätze erreichen beide Bestwerte. Beiden gemeinsam sind gut zugängliche Taschen und eine atmungsaktive Membran, die FLM punktet außerdem mit einer schützenden Kapuze und einem sinnvollen Verbindungsreißverschluss.

Foto: MOTORRAD
Am Ende sichern sich gleich zwei Produkte den Testsieg im Regenkombi-Vergleich.

Die Held liegt hingegen in Sachen Packmaß, Verstaumöglichkeit und Flatterneigung vorn. Undichte Regenkombis gab es im Test nicht, wenn Wasser eindrang, dann aufgrund zu knapp gestalteter Kragen oder herausragender Futter. So erhält auch die  Bering-Kombi mit ihrem befriedigenden Urteil dennoch unsere Empfehlung. Sie verzichtet auf Luxus, hält aber trotzdem ganz dicht.

Keine leichte Aufgabe für die Hersteller

Lediglich 540 Gramm wiegen die leichtesten Exemplare in diesem Test, verpackt benötigen sie auf der Reise wenig Platz, warten nur darauf, schnell entknüllt zu werden. Doch wann ist das? Schon bei der ersten dunklen Wolke? Oder doch besser warten, bis wirklich die ersten Tropfen fallen? Schwups, ist man nass. Hätte man doch lieber gleich ... Andererseits: Fummelt man sich zu früh in die Regenkleidung, ist’s nicht besser. Innen schweißnass und außen äußerst flatterhaft, wenn der ausbleibende Regen weiterhin hohes Tempo zulässt. Mit der perfekten Regenkombi passiert das nicht: Sie ist im Notfall schnell angezogen, dank langer Reißverschlüsse und großer Öffnungen auch mit klobigen Motorradstiefeln übergestülpt. Mit einer Klimamembran ausgerüstet, schützt sie außen vor Wind und Wasser, die Feuchtigkeit aus dem Innern transportiert sie nach draußen. Schweiß kann sich also gar nicht erst in der oft als Plastiktüte verschrienen Regenkombi sammeln. So zumindest im Idealfall. Doch existiert der in der Praxis überhaupt?

Foto: Arturo Rivas
Die Regenkombis im Test machten einen größtenteils ordentlichen Job.

Die Hersteller haben es jedenfalls nicht leicht: Niemand kann wissen, was der Kunde nachher unter der Kombi trägt. Knackiges Leder? Lässige Cruiser-Klamotte? Üppige Textilkombi? Die perfekte Regenkombi, sie passt stets genau darüber, ist nirgends zu eng, flattert aber auch bei hoher Geschwindigkeit nicht. Und ist das Schlimmste dann überstanden, muss die Regenklamotte schnell abtrocknen und sich einfach und platzsparend im Gepäck oder unter der Sitzbank verstauen lassen. Ein eigener kleiner Beutel wäre hierfür äußerst hilfreich.

Tatsächlich arbeiten die Hersteller daran, den gehobenen Ansprüchen der Motorradfahrer gerecht zu werden. Kein einfacher Job und nicht unbedingt kostengünstig, was viele Biker zunächst verwundert. Schließlich handelt es sich in erster Linie um ein bisschen Plastik. Oder? Nun, bei genauerem Hinsehen überrascht es dann nicht mehr, dass das günstigste Testexemplar in diesem Feld 90 Euro, das teuerste fast 200 Euro kostet. Viel Geld auf der einen Seite, gute Qualität und Ausstattung auf der anderen Seite: Vergleicht man die speziell für Motorradfahrer entwickelten Regenkombis mit einfachen Überziehern für den Alltag, relativiert sich der Aufpreis schnell. Doch gibt es sie nun, die perfekte Regenkombi? Hm, zumindest in diesem Test haben wir sie nicht gefunden, können aber mehrere sehr gute Modelle ausmachen und empfehlen. Denn selbst die mit „gut“ oder „befriedigend“ bewerteten Schutzanzüge machen größtenteils einen sehr ordentlichen Job. Die Einzelheiten hierzu können Sie auf den Folgeseiten lesen.

Foto: MRD
Auch für die Füße gibt es einen passenden Regenschutz.

An dieser Stelle noch ein paar allgemeine Hinweise: Im Normalfall überzeugt jede Regenkombi mit ihrer Kerneigenschaft, der Wasserdichtigkeit. Zumindest dort, wo das Außenmaterial nicht von schlecht verarbeiteten Nähten, Verschlüssen oder Taschen unterbrochen wird. Auf solche Nachlässigkeiten müssen Sie beim Kauf verstärkt achten! Das in vielen Kombis verwendete Mesh-Futter dient dem Tragekomfort, allerdings verheddert es sich sehr leicht mit Klettverschlüssen von Handschuhen oder Stiefeln. Wen das nervt und wer auf Tragekomfort nicht so viel Wert legt, greift besser zu den Produkten ohne Futter. Atmungsaktivität kann es übrigens auch ohne speziell ausgewiesene Klimamembran geben. Denn sowohl Polyester als auch Polyamid, die beiden am häufigsten für Regenkombis verwendeten Kunstfasern, können je nach Verarbeitung atmungsaktiv oder eben nicht sein. Auch eine PU-Beschichtung als dauerhafte Imprägnierung lässt keine automatischen Rückschlüsse auf deren Leistungsfähigkeit zu. Daher gilt wie so oft: Probieren Sie die Regenkombi aus. Nicht, dass Sie plötzlich im Regen stehen – und im Ernstfall nicht mehr ganz dicht sind.

Außer Konkurrenz: Der Amazon-Bestseller

Mit 89,80 Euro ist die Bering-Kombi der günstigste Regenschutz im Test, die Held liegt gar bei knapp 200 Euro.

Foto: Arturo Rivas
Die Amazon-Regenkombi eignet sich nur bedingt zum Motorradfahren.

Wäre da nicht der Amazon-Bestseller im Bereich Regenkombis eine günstige Alternative? Für nicht einmal 20 Euro macht die Result R095X einen guten ersten Eindruck, Verarbeitung und Regenschutz stimmen.

Fürs Motorradfahren ist sie jedoch nicht gemacht: Mit Stiefeln lässt sie sich nur schwer anziehen, auf der Sitzbank bietet sie keinen Halt. Ihre Passform fällt eher großzügig aus. Der Aufpreis für Motorrad-Regenkombis lohnt sich.

So testet MOTORRAD

Ganz klar, eine Regenkombi muss vor allem eines tun: dicht halten, und zwar selbst beim Weltuntergang und bei sintflutartigen Regenfällen. Darum musste auch jede der Kombis einen simulierten Regenschauer über sich ergehen lassen. Da die Kombis nicht nur im Stehen oder Spazierengehen, sondern auch in der typischen Sitzhaltung auf dem Motorrad funktionieren müssen, wurde die Bewässerung auf einer Triumph Street Triple RS durchgeführt – zunächst allerdings nur im Stand.

Foto: Tobias Beyl
Beim simulierten Regenschauer mussten die Regenkombis beweisen, wie dicht sie wirklich sind.

Dadurch konnten reproduzierbare Testbedingungen gewährleistet werden. Jede Kombi wurde über die gleiche Zeitdauer von acht Minuten aus vier unterschiedlichen Positionen unter Beschuss genommen (zunächst von vorne, dann von oben, zuletzt von den Seiten). Falls Wasser eindrang, konnten die Testerinnen und Tester dies direkt mitteilen. Der zweite Praxisteil fand unter realen Bedingungen in Schottland statt: Plötzlicher, unvorhersehbarer Regen, Ankleiden unter Zeitdruck und Verstauen im Koffer oder unter der Sitzbank lieferten Eindrücke aus dem Motorrad-Alltag. Zurück in Deutschland, mussten die zehn Kombis noch Tests zu Materialstärke, Reißfestigkeit und Widerstandsfähigkeit gegen Durchlöcherung über sich ergehen lassen. Um die Kombis auf das Versprechen „wasserdicht, winddicht, atmungsaktiv“ zu überprüfen, wurden die Wasserdichtigkeit des Materials (abseits von Nähten und Reißverschlüssen) sowie die Luftdurchlässigkeit im Wasserbad getestet. Ohne Wertung, aber zur besseren Vergleichbarkeit der Passformen wurden schließlich jeweils bei Größe XL die Arm- und Beinlängen vermessen.

Tipps und Tricks – bester Schutz gegen Regen

Funktionsunterwäsche

Zunächst: Nicht nur von außen droht Nässe! Damit die Regenkombi trotz Klimamembran nicht zur Schwitztüte wird, sollten Sie darunter geeignete Funktionswäsche tragen.

Wasserdichte Stiefel

Stets wasserdichte Stiefel zu tragen ist die sicherste Vorsichtsmaßnahme gegen Regen. Modelle gibt es viele, wie zum Beispiel: Anbieter: Gaerne Modell: G.All Terrain Preis: 296,90 Euro Größe: 38 bis 49

Foto: Seitz, Uwe
Funktionsunterwäsche verhindert übermäßiges Schwitzen unter der eigentlichen Motorradbekleidung.

Handschuh Überzieher

Selbst perforierte Sommerhandschuhe werden dank Überziehhandschuhen regendicht. Anbieter: Dainese Modell: Rain Overgloves Preis: 39,95 Euro Größe: XS bis L

Wasserdichte Handschuhe

Im Herbst und Winter braucht es keine Perforation. Also lieber gleich zu Handschuhen mit Membran greifen. Anbieter: Macna
Modell: Rock Outdry Preis: 139,95 Euro Größe: XS bis 4XL

Regen Einteiler

Einteiler meiden den anfälligen Übergang von Jacke zu Hose, sind aber komplizierter anzuziehen. Anbieter: Jofama Modell: WP Suit Preis: 119 Euro Größe: XS bis 3XL

Schuhüberzieher

Wer den Fuß eintütet, macht selbst Stiefel ohne Membran auf die Schnelle wasserdicht. Anbieter: Germot Modell: Chio Preis: 27,90 Euro Größe: S bis XXL

Racing Regenjacke

Körpernaher Schnitt, Rückenhöcker, sportliche Sitzhaltung – Lederkombis brauchen eben besonderen Regenschutz.
Anbieter: Alpinestars Modell: Racing Rain Preis: 94,90 Euro Größe: S bis 3XL

Zur Startseite
Zubehör Vanucci Tankrucksack Evo Vanucci Gepäcksysteme Tankrucksack, Seitentaschen und Rucksack BF Racing TireX. BF Racing TireX Radmontagevorrichtung ausprobiert
1000PS
Reisen MOTORRAD Ride mit herausnehmbarer Karte Touren, Tipps und Reisen rund um den Gardasee Dakar-Profi Jordi Arcarons Motorradreise in der Sahara Marokko-Tour mit Dakar-Profi
Anzeige
Ratgeber Motorrad-Neuheiten 2020 Alle neuen Bikes, Erlkönige und Retuschen Kawasaki Z 900 Motorrad-Neuzulassungen März 2019 Top 20 der beliebtesten Modelle