Aprilia Leser-Experience 2026: Rennsport-Flair und Fahrspaß auf dem Spreewaldring

Aprilia Leser-Experience 2026
Rennsport-Flair und Fahrspaß auf dem Spreewaldring

ArtikeldatumVeröffentlicht am 09.10.2026
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Statt den Werksfahrern auf der Grand-Prix-Bühne vorbehalten zu bleiben, wird die Aprilia-Rennerfahrung zum ersten Mal in der Geschichte dieser Veranstaltungsreihe auch für die Gewinner der Leser-Experience erlebbar. Nicht, um Rundenzeiten zu jagen oder sich gegenseitig aus dem Windschatten zu überholen, sondern um die sportlichen Qualitäten der sechs unterschiedlichen Modelle unter fachkundiger Anleitung kennenzulernen. Racing ja, Druck nein. So lautet die Devise. Neben RSV4 und Tuono V4 mit ihren 1099 Kubik standen auch Tuono 660 und RS 660 bereit. Dazu gesellten sich die A2-tauglichen Modelle Tuono 457 und RS 457. Möglich gemacht wurde die umfangreiche Probefahrtflotte vom Berliner Aprilia-Händler DSB Berlin, der die Motorräder für die Experience an den Spreewaldring brachte.

Nach der Ankunft bleibt in der Box zunächst Zeit für Kaffee, Häppchen und ein erstes "Was fährst du so?". Die Stimmung ist entspannt, doch Sebastian, der Instruktor, erinnert sicherheitshalber an die wichtigste Vorgabe. Aprilia will Rennsport-Flair und Fahrspaß bieten, aber keinen Wettbewerb veranstalten. Der "Eiswagen", wie Sebastian den Krankenwagen im Rennfahrerjargon nennt, soll in der Box bleiben. "Trinken, trinken, trinken. Und zwar nicht nur Kaffee. Das Gehirn funktioniert nur, wenn es in Flüssigkeit schwimmt."

Rennsport-Flair auf dem Spreewaldring

20 Minuten lang führt der Instruktor die Gruppe über den Kurs. Überholen ist zunächst verboten, damit sich Bremspunkte und Ideallinie einprägen. Anschließend darf jeder Teilnehmer in bis zu sechs 15-minütigen Turns selbst auf die Strecke und hat dabei die Möglichkeit, alle sechs Modelle auszuprobieren. Nun steigt die Vorfreude auf die ersten eigenen Runden.

Teilnehmer
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Bereits im ersten Turn zeigt sich, dass die Tuono 660 genau zum Verlauf des Spreewaldrings passt. Der Kurs besteht fast ausschließlich aus Kurven. Harmonische Rechts-Links-Kombinationen, Waldow S und Omega S fordern aktiven Körpereinsatz und belohnen eine saubere Linie. Leichtfüßig lässt sich die Tuono durch die Kombinationen dirigieren, während die RS 660 satter liegt und nach einer engagierteren Gangart verlangt.

Zwischen den Turns bleibt Zeit zum Verschnaufen und Austauschen. "Habt ihr schon an der Elektronik herumgespielt?" Ein kollektives "Nööö" ist die Antwort. Die Strecke fordert nun mal die gesamte Aufmerksamkeit. Mit jedem Umlauf werden die Linien runder, die Entenfüße seltener und die Tipps untereinander konkreter.

Pause
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Zum Abschluss versammelt sich die gesamte Entourage noch einmal zum Gruppenfoto, bevor es ins Tropical-Islands-Hotel geht. Tropische Temperaturen, Palmen und ein bis in die Nacht geöffnetes Schwimmbecken bilden einen denkbar großen Kontrast zum konzentrierten Fahren auf dem Spreewaldring. Einige Teilnehmer lassen sich das nächtliche Entspannungsbad nicht nehmen.

Alltagstauglichkeit und Fahrspaß

Der nächste Morgen zeigt Brandenburg von seiner weniger tropischen Seite. 14 Grad, grauer Himmel und eine Landschaft, die sich zwischen Alleen, Waldpassagen und mal mehr, mal weniger sanft gewellten Straßen ausbreitet. Tourguide Toschi hat eine rund dreistündige Tour zusammengestellt und damit so ziemlich alles herausgeholt, was Brandenburg an Kurven und Höhenmetern zu bieten hat. "Es ist gut, um die Alltagstauglichkeit der Motorräder zu testen. Das gehört zu einer vollumfänglichen Probefahrt", sagt Teilnehmerin Laura, wie immer strahlend. Beim letzten gemeinsamen Mittagessen werden die Eindrücke noch einmal vertieft. Während auf die Schnitzel gewartet wird, zeigt Sebastian Videoaufnahmen vom Vortag und gibt individuelle Hinweise zu Kopf- und Körperhaltung sowie zur Linienwahl.

Fahrt
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Zwei Tage voller Eindrücke liegen hinter der Gruppe. Auf der Rennstrecke und unterwegs auf der Landstraße konnten die Motorräder zeigen, wofür sie gebaut sind, während ihre Fahrer neue Erfahrungen sammelten und über sich hinauswuchsen.

Die Teilnehmer

Svenja Mennerich Aprilia RS 660: Sie wollte wissen, was die RS 660 auf der Rennstrecke kann. Nach dem Event ist klar, dass die eigene ebenfalls ran muss, Garantie hin oder her.

Bayram Ünlü BMW F 900 R: Seit einem Jahr im Sattel und bereits 10.000 Kilometer unterwegs. Nach der ersten Rennstreckenfahrt liebäugelt er nun mit einer Aprilia.

Felix Buchmüller CFMOTO 675 SR R: Aprilia verbindet für ihn Italo-Exklusivität und Erschwinglichkeit. Auf der Rennstrecke gelang mit der Tuono 660 seine schnellste Runde.

Eric Evertz Yamaha MT-09 SP: Vom Motocross über Kurventraining am Harzring bis in die Dolomiten: Die Tuono V4 steht bereits als nächstes Motorrad auf der Wunschliste.

Sebastian Mallwitz Aprilia Tuono V4: Fährt gerne große Eisen auf dem Heidbergring. Diesmal haben ihn die kleineren Modelle begeistert. Sein Dank gilt den Organisatoren.

Laura Castri Honda CBR 650 R: Ob Schwarzwaldtouren oder Rheinring: Erfahrung ist vorhanden. Nach über 30.000 Kilometern mit ihrer Honda lockt für nächstes Jahr eine Aprilia.

Guido Christopher Schöfisch BMW R 1200 S: Leichte Motorräder haben es ihm angetan. Die Tuono 457 sieht er als ideales "Mental-Bike", zum Kopf-Freikriegen und Spaßhaben.

Dominik Köcher Ducati Streetfighter V2: Als bekennender Italo-Fanboy war die 660er-Plattform interessant. Am Ende überzeugte jedoch die V4 Tuono mit ihrer Stabilität.

Fazit