John McGuinness wird MEB

Ehrung für John McGuinness TT-Fahrer in Ritterorden aufgenommen

John McGuinness ist nun ein MEB – Member of the Order of the British Empire. Einen Adelstitel führt er damit noch nicht, eine große Ehrung ist es für ihn trotzdem.

Mit der Auszeichnung "Member of the Order of the British Empire” wird Motorradrennfahrer John McGuinness die Ehre zuteil, Mitglied eines von König Gerog V. gegründeten britischen Ritterordens zu werden. Zum Ritter selbst macht ihn das noch nicht. Im Gegensatz zu dem kürzlich zum Ritter geschlagenen Formel 1-Fahrer Lewis Hamilton ist McGuinness nun einfach Mitglied in diesem Orden. Auch die Motorradrennfahrer*innen Maria Costello, Joey Dunlop, Jonathan Rea, Dougie Lampkin, Barry Sheen und Mike Hailwood sind Mitglieder in diesem Orden.

23 TT-Siege bis jetzt

"The Most Excellent Order of the British Empire” nennt sich der Ritterorden voll ausgeschrieben. Er kann unbegrenzt viele Mitglieder haben und ist derjenige britische Orden mit den meisten ausländischen Mitgliedern. Er ist in zwei Bereiche unterteilt – eine zivile und eine militärische – und es gibt fünf Ränge: 1.) Knight Grand Cross oder Dame Grand Cross (GBE), 2.) Knight Commander (KBE) oder Dame Commander (DBE), 3.) Commander (CBE), 4.) Officer (OBE) und 5.) Member (MBE). Mit den obersten zwei Rängen ist der Erhebung in den (nicht vererbbaren) Adelsstand verbunden. John McGuinness Aufnahme in diesen Orden schafft also schon mal eine der Voraussetzungen, um in den Ritterstand erhoben zu werden.

John McGuinness
Markus Biebricher
McGuinness: "In die Fußstapfen meines Helden Joey Dunlop zu treten, der ebenfalls diese Auszeichnung bekam [MEB], ist etwas Besonderes. Als ich mit dem Rennen anfing, hätte ich mir nie erträumt , dass ich so viel erreichen würde."

Außerdem weißt der 49-Jährige bis jetzt 23 TT-Siege vor. Nah dran am Ritterstand dürfte er trotzdem nicht sein. Lewis Hamilton wurde nach seinem 1. WM-Titel 2008 "Member of the Order of the British Empire”. Erst gut zwölf Jahre und sieben WM-Titel später schlägt ihn Queen Elisabeth II. zum Ritter. "Wahrscheinlich müsste Guinness noch 234 TT- und 577-Macau-Siege einfahren, um aufgrund seiner Leistung als Rennfahrer in den Ritterstand erhoben zu werden.", so die wilde und nicht ganz ernstgemeinte Prognose des Kollegen Jens Kratschmar.

Den "King of the Mountain" freut's trotzdem: "In die Fußstapfen meines Helden Joey Dunlop zu treten, der ebenfalls diese Auszeichnung bekam [MEB], ist etwas Besonderes. Als ich mit dem Rennen anfing, hätte ich mir nie erträumt , dass ich so viel erreichen würde."