Airbag-Westen-Überblick Hersteller
Dainese Smart Jacket
Airbag-Weste Motorrad Gimoto V-Race
Airbag-Weste Motorrad Hit-Air Cross Country
Airbag-Weste Motorrad Helite Turtle 12 Bilder

Universale Airbag-Westen für drunter und drüber

Freie Jackenwahl

Du möchtest eine Airbag-Weste, die du mit deiner Lieblingsjacke kombinieren kannst? Mittlerweile sind viele Produkte auf dem Markt, die zum Drunter- oder Drüberziehen für beliebige Jacken und Kombis entwickelt wurden.

Was kaufen? Sensorgesteuerte Airbags mit Pyrotechnik lösen schneller als ihr eigener Schatten aus, da kommt kein Reißleinensystem auch nur ansatzweise ran. Bei fiesen Unfallszenarien im Alltag haben die E-Airbags aufgrund der ultrakurzen Reaktionszeit klar die Nase vorn. Bei typischen Stürzen auf der Rennstrecke bringen aber auch mechanische Reißleinensysteme noch ganz passable Leistungen. Wir zeigen euch, welche Systeme es derzeit auf dem Markt gibt – für drüber und drunter, mit und ohne Reißleine.

Alpinestars

Alpinestars Tech Air 5
Alpinestars
Alpinestars Tech-Air 5: Preis noch unbekannt (Beispielbild). Airbag-Weste, die unter jeder Textiljacke getragen werden kann, elektronischer Airbag. Erhältlich ab März 2020.

Anfang Januar präsentiert Alpinestars auf der CES 2020 in Las Vegas seine neueste Airbag-Weste, die auf dem Tech-Air 5-System basiert. Die Weste lässt sich laut Hersteller, unter jeder Textiljacke tragen. Schulter, Brust, Rippen und der gesamte Rücken sollen beim Auslösen geschützt werden. Die Airbag-Weste ist per Bluetooth mit der zugehörigen App auf dem Smartphone vernetzt und unter anderem über den Ladezustand informiert. 30 Stunden Fahrzeit sollen mit einer Akkuladung drin sein, im Ernstfall soll der Airbag maximal 40 Millisekunden benötigen, um voll aufgeblasen zu sein.

Dainese

Dainese Smart Jacket
Dainese
Dainese Smart Jacket D-Air: 599 Euro. Weste, die über oder unter der Kleidung getragen werden kann, elektronischer Airbag, faltbar, zwei Schnitt-Varianten (Damen und Herren).

Vor einigen Jahren lag der Fokus von Dainese bei Airbags noch im Segment Einteiler, nun geben die Italiener auch bei den Westen Vollgas. Sie denken hierbei vor allem an eine tägliche Nutzung, ohne dabei den Sicherheitsaspekt zu verringern. Die Smart Jacket kann unter geeigneten Jacken getragen werden, weil sie eng am Körper anliegt. Da faltbar, lässt sich die Weste zudem im Rucksack transportieren.

Gimoto

Airbag-Weste Motorrad Gimoto V-Race
Hersteller
Gimoto V-Race 3.0 RR: 740 Euro. Rindsleder-Weste, optional in Wunschfarben und aus Känguruleder, kabellos oder mit Reißleine auslösend, Rückenprotektor.

Auf der EICMA 2019 präsentiert Gimoto seinen eigens entwickelten Luftschutz. Der Clou: Die Weste kann entweder per Reißleine oder elektronisch ausgelöst werden, 2 in 1 sozusagen. So kann man die Weste seinen individuellen Ansprüchen stets anpassen. Dieses Feature ist beim gleichnamigen Rennstrecken-Pendant V-Race RR Hybrid (Foto) auch vorhanden.

Hit-Air

Airbag-Weste Motorrad Hit-Air Cross Country
Hersteller
Hit-Air CrossCountry: 430 Euro. Textil-Weste mit mechanischem Airbag, in drei Größen erhältlich.

Die japanische Marke gehört zu den ältesten Anbietern von Airbag-Westen – bereits um die Jahrtausendwende waren Hit-Air-Westen mit Reißleinen-Auslösung erhältlich. Inzwischen hat man das Urmodell überarbeitet und will mit dieser Universal-Weste neben dem Rücken auch Lendenwirbel und Rippen schützen. Ein Upgrade durch den Einsatz konventioneller Protektoren, wie bei anderen Herstellern inzwischen Usus, ist aber nicht möglich.

Helite

Airbag-Weste Motorrad Helite Turtle
Hersteller
Helite Turtle 2.0: 560 Euro. Textil-Weste mit mechanischem Airbag-System per Reißleine, Rückenprotektor.

Die Franzosen sind die Platzhirsche im Segment Airbag-Westen. Viele andere Hersteller vertrauen auf Technik und Qualität ihrer Produkte und verbauen diese unverändert in ihre eigenen Kleidungsstücke. Ob nun auf der Straße oder auf abgesperrten Pisten: Helite-Westen sind von der Bildfläche nicht mehr wegzudenken.

Büse

Airbag-Weste Motorrad Buese Airbag Weste
Hersteller
Büse Airbag-Weste: 549,95 Euro. Textil-Weste, mechanisches Airbag-System, herausnehmbarer Rückenprotektor.

Neu ins Airbag-Geschäft eingestiegen ist der deutsche Komplettausstatter Büse. Eine universell einsetzbare Weste, die über der Kleidung getragen wird, gestaltet im typischen Büse-Design, bietet das Zubehörunternehmen an. Das Airbag-System ist vom französischen Spezialisten Helite und wird mit einer Reißleine aktiviert.

Held

Airbag-Weste Motorrad Held Airbag weste mit In Motion Einheit
Hersteller
eVest Clip-in von Held und In & Motion: 349,95 Euro, In & Box (Kauf 399 Euro/12 Euro/Monat mieten/Track 25 Euro/Jahr). Airbag-System von In & Motion, Rückenprotektor.

Bei universell einsetzbaren Airbag-Westen ist Held im Augenblick mit vier unterschiedlichen Produkten auf dem Markt vertreten. Ein neues Modell ist die Kooperation mit dem französischen Technologie-Hersteller In & Motion. Über ein monatlich zu zahlendes Abonnement wird das Airbag-System aktiviert. In & Motion verspricht, dass der Algorithmus des Airbags durch die Vernetzung dazulernen soll, um in unterschiedlichsten Situationen bestmöglich zu funktionieren, etwa um die Zündung des Airbags zu unterdrücken, wenn er trotz Unfall nicht benötigt werden sollte.

Klim

Klim Ai 1 Airbag Weste
Hersteller
Klim Ai-1 Airbag Vest: schätzungsweise um die 360 Euro für die Weste und für das Software-Abo umgerechnet 11 Euro pro Monat oder 110 Euro pro Jahr. Airbag-System von In & Motion, Rückenprotektor.

Ebenso wie Held kooperiert auch Klim mit dem Airbag-Hersteller In & Motion und bietet ein ebensolches Abomodell an. Die Airbag-Weste kann unter der Jacke getragen werden und soll im Ernstfall in unter 60 Millisekunden Brustkorb, Bauch, Wirbelsäule und Hals schützen.

Spidi

Airbag-Weste Motorrad Spidi Full DPS Vest
Hersteller
Spidi Full DPS Vest: 549,95 Euro. Textil-Weste in drei Größen, integrierter Airbag mit Reißleine, integrierter Rücken­protektor, Brustschutz optional.

Auch Spidi hat sich bereits frühzeitig ins Airbag-Geschäft begeben. Bereits 1999 wurde zusammen mit einem japanischen ­Partner an einem Reißleinen-System gearbeitet. Von dieser Auslösetechnik hat man bis heute nicht abgelassen. Die universell einsetzbare Weste gibt es wahlweise mit oder ohne konventionellen Rückenprotektor – was derzeit der weitverbreitete Standard ist. Interessant ist allerdings die Konzeption des Airbags mit einer sehr üppigen Luftpolsterung um den Kragen.

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