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Harley-Produktionsstopp für rund 20 Tage

Harley-Davidson Produktionsstopp Nach rund 20 Tagen läuft Produktion wieder

Weil ein Zulieferer wohl Probleme mit der Einhaltung gesetzlicher Vorschriften hat, stoppte Harley vorsichtshalber die komplette Produktion.

Die Entscheidung für den Produktionsstopp traf Harley-Davidson am 18. Mai 2022, nachdem am 17. Mai Informationen "(…) von einem Drittlieferanten in Bezug auf die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften in Bezug auf ein Bauteil des Lieferanten übermittelt wurden." Konkret warnte der Zulieferer vor einem "Compliance-Problem" im Zusammenhang mit der Produktion einer Komponente.

Produktion läuft seit 6. Juni wieder

Harley-Davidson stoppte daraufhin die Produktion, die Montage und den Versand aller Fahrzeuge in den Werken in Menomonee Falls (Wisconsin) und York (Pennsylvania). Auch die Werke in Manaus (Brasilien und Rayong (Thailand) waren betroffen, doch hierzu gab es keine offiziellen Informationen. Der Produktionsstopp betraf alle Harley-Modelle, mit einziger Ausnahme der Elektro-Harley LiveWire. Nach rund 20 Tagen Stillstand läuft die Harley-Produktin wohl seit dem 6. Juni wieder.

Zu den genaueren Hintergründen gibt es von Harley bisher keine weitere Stellungnahme, wir haben bei Harley-Davidson Deutschland und bei der Company in den USA nachgefragt. Ein technisches oder gar sicherheitsrelevantes Problem wird es aller Wahrscheinlichkeit nicht gewesen sein, denn dann wären die Vertragshändler in ganz Europa informiert worden und das war nicht der Fall.

Zusammenhang mit Patentklage gegen Ford?

Dass der Stopp etwas mit dem Urteil des Münchner Landgerichts gegen Ford zu tun haben könnte, ist unwahrscheinlich. Ford darf womöglich, laut einem Bericht der Wirtschaftswoche, bald keine Autos mehr in Deutschland verkaufen, weil der Konzern für die Mobilfunkchips keine Lizenzgebühren bezahlt. Autobauer sind wegen der E-Call-Funktion gesetzlich dazu verpflichtet solche Chips zu verbauen. Sie übernehmen in Fahrzeugen auch Entertainment- und Navigationsfunktionen. Da aber nicht alle Harley-Modellreihen auf diese Chips zurückgreifen, scheint ein Zusammenhang unwahrscheinlich.

Fazit

Mit Ansage für mindestens zwei Wochen die Bänder zu stoppen, ist ein Ding. Vor allem, wenn es allem Anschein nach nicht um sicherheitsrelevante Mängel geht. Am naheliegendsten scheint ein Zusammenhang mit Lieferengpässen zu sein. Eventuell könnte es bei der von Harley erwähnten Compliance-Thematik um Embargo-Auflagen gehen, unter die beispielsweise auch Komponenten aus Russland fallen könnten. Aber das sind wilde Spekulationen unsererseits.

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