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Kawasaki Ninja 250 R in der Gebrauchtberatung

Einsteiger-Ninja ein Schnäppchen?

Die Kawasaki Ninja 250 R ist seit über 30 Jahren ein weltweiter Bestseller. In Deutschland startete die Einsteiger-Ninja aber erst spät durch. Von 2008 bis 2012 stand die im wahrsten Sinne des Wortes preiswerte Maschine nicht lange bei den Händlern. Als Gebrauchte bleibt sie weiterhin gefragt.

Die Karriere des 250er-Twins begann 1983 auf dem japanischen Markt als GPZ 250. Die Zweitauflage machte ab 1986 als Kawasaki Ninja 250 R in den USA und Kanada Karriere und war bei den Amis mit über 23.000 verkauften Exemplaren die erfolgreichste Kawasaki. Von 1988 bis 2007 trat die dritte Generation mit praktisch unveränderter Motorbasis an und hieß GPX 250 R oder auch ZZR 250.

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Ab 2008 startete der drehzahlhungrige Zweizylinder, nun in vierter Auflage mit Einspritzung statt Vergaser und in komplett neuer Verpackung, auch in Europa durch. Ursprünglich standen fast ausschließlich die südeuropäischen Märkte im Visier der Grünen. Nach Deutschland kam die jetzt weltweit Kawasaki Ninja 250 R getaufte Kawa anfangs nur in homöopathischen Dosen: 2008 gerade mal 112 Stück – die dann sofort ausverkauft waren. Im Folgejahr konnte Kawasaki Deutschland die zehnfache Stückzahl absetzen!

Einst ein idealer Sportler für die 34-PS-Einsteigerklasse

Kein Wunder, denn der relativ leichte Sportler passte perfekt zur 34-PS-Einsteigerklasse und machte mit besten ergonomischen Bedingungen ganz kurze, aber auch ganz lange Fahrer gleichermaßen glücklich. Wer sich daran gewöhnt hatte, dass erst oberhalb von 6000/min so etwas wie Leistung zur Verfügung steht und dass Autobahnetappen mit knapp 160 km/h rund 11.000 Touren erfordern, die Drehorgel aber nicht stressen, der hat mit der Kawasaki Ninja 250 R mächtig viel Spaß.

Das handliche Fahrwerk und die standfesten Bremsen machen das Toben locker mit. Das größte Problem des Mini-Feuerzeugs? Die Honda CBR 250 R, denn die kam ab 2011 mit ABS. Was nichts daran änderte, dass die Kawasaki Ninja 250 R außerhalb Europas immer noch erfolgreich neu verkauft wird.

Besichtigung

Kawasaki
Passt immer: Auf dem eher straff gepolsterten Fahrerplatz fühlen sich kurze und lange Menschen gleichermaßen wohl. Die Sitzposition ist eher aufrecht-bequem.

Vergessen Sie den Motor! Der ist ein alter Bekannter, zigtausendfach bewährt, grundsolide und ein Musterknabe in Sachen Zuverlässigkeit. Schauen Sie sich lieber alle Umfaller-/sturzgefährdeten Bereiche an. Wirklich alle, denn die kleine Kawasaki Ninja 250 R wird von ihren häufig unerfahrenen Vorbesitzern überdurchschnittlich oft auf die Seite gelegt. Darunter leiden unter anderem Verkleidung, Blinker, Fußrasten und Auspuff. Dramatische Rahmenverwerfungen sind aber gottlob nicht zu erwarten, da das unfreiwillige Ablegen meist beim Rangieren oder bei sehr geringem Tempo erfolgt.

Bei gebrauchten Bonsai-Ninjas mit unterdurchschnittlich geringer Laufleistung – also alles im vier- oder gar nur dreistelligen Bereich – lohnt auch ein Blick auf die Besohlung: Ist noch die besonders bei Nässe unbefriedigende Erstbereifung (in der Regel „IRC Road Winner“) montiert? Preisgespräch! Umbau-Exzesse sind bei der Kawasaki Ninja 250 R kein Thema: Auspuff, Fußrasten, Tieferlegung – mehr Baustellen gibt’s meist nicht. Wenn überhaupt.

Marktsituation

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m niedrigen und mittleren Preissegment werden überdurchschnittlich oft Maschinen angeboten, die schon zwei oder mehr Vorbesitzer hatten.

Trotz ordentlicher Neuverkaufszahlen ist das Angebot gebrauchter Kawasaki Ninja 250 R nicht gerade üppig. Ein Teil des Bestandes dürfte als „Schläfer“ in dunklen Garagenecken darben. Händlerangebote sind eher selten, der überwiegende Teil stammt aus Privat- und dort sehr oft aus Frauenhand. Im niedrigen und mittleren Preissegment werden überdurchschnittlich oft Maschinen angeboten, die schon zwei oder mehr Vorbesitzer hatten, und ebenso oft sind die Angebote von (meist leichten) Kampfspuren gezeichnet – siehe auch Infokasten „Besichtigung“.

Um 3000 Euro herum werden die „Ersthand-und-wenig-Kilometer“-Schnäppchenjäger erstaunlich oft fündig, denn einige verkaufswillige Erstbesitzer haben es in fünf oder sechs Jahren auf nicht mehr als niedrige vier-, manchmal sogar nur auf dreistellige Kilometerleistungen gebracht. In solchen Fällen bei Preisverhandlungen bitte nicht vergessen, dass die Kosten für einen neuen Satz Reifen und/oder eine kleine Inspektion eingeplant werden sollten. Über 3000 Euro wird die Luft für Verkäufer der Kawasaki Ninja 250 R ohnehin mächtig dünn, denn das stärkere und deutlich besser ausgestattete (ABS!) Nachfolgemodell Ninja 300 hat als Gebrauchte bald ähnliche Preisregionen erreicht. Gute Zeiten für Schnäppchenjäger!

Modellpflege

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Ninja steht für Sportler, und diesem Anspruch wird die superhandliche und gut berechenbare 250er auch gerecht.

2008 Typ EX250K8F: erstes Modelljahr; Farben: Schwarz, Grün; 4345 Euro.

2009 Typ EX250K9F: keine technischen Änderungen; Farben: Schwarz, Grün; 4595 Euro.

2010 Typ EX250KAF: Schalldämpfer in Schwarz statt Chrom, Farben: Schwarz, Grün; 4795 Euro.

2011 Typ EX250KBF: Hupe, Tacho, Lichtmaschine, Tankablauf geändert; Farben: Schwarz, Weiß; 4995 Euro.

2012 Typ EX250KCF: Rücklicht-Material geändert; Farben: Schwarz, Grün; 4995 Euro.

RÜCKRUFE 3/2012: Sicherungsclip Soziusrasten; 7/2012: Neigungswinkelsensor.

Technische Daten Kawasaki Ninja 250 R

Kawasaki
Ziemlich ausgewachsen: Das ergonomisch bestens gelungene Gesamtpaket ist die ganz große Stärke des 172-Kilo-Sportlers.
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