Studentenprojekt ETH-Moto Racing

Karbonrahmen für den Rennsport

Foto: ETH Moto Racing 39 Bilder

Zehn Studenten der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) in Zürich haben sich zum Ziel gesetzt, einen Karbonrahmen für den Motorrad-Rennsport zu entwickeln. Premiere soll der Rahmen auf der EICMA 2018 feiern.

Mit dem neuen Karbonrahmen-Monocoque-Konzept wollen die Schweizer beim Wettbewerb "MotoStudent" teilnehmen, einem Studentenwettbewerb im Motorradrennsport. Unterstützt wird dieses Prohjekt auch von dem aus dem Rennsport bekannten Team Suter Racing. Erstmals gezeigt werden soll der neue Karbonrahmen auf der EICMA im Herbst, und in Folge dann auch auf der schweizer Motorradmesse Swiss Moto Anfang 2019.

Carbonwanne als Hauptrahmen

Das im September 2017 gestartete Projekt soll untersuchen, wie sich die Vorteile des Materials Karbon mit den Anforderungen eines Motorradrahmens vereinen lassen, da ein Motorradchassis trotz der geforderten Steifigkeit auch eine gewisse Flexibilität, gerade in Schräglagen, bieten muss.

Foto: ETH Moto Racing
Das Rahmenkonzept sieht eine Karbonwanne vor.

Das ETH-Konzept sieht, wie erste Bilder zeigen, einen Lenkkopf- und einen Schwingenlagerungsbereich aus Leichtmetall vor. Verbunden werden beide durch ein wannenförmiges Karbon-Mittelteil. Neben Teilen des Hauptrahmens soll auch die Schwinge aus Karbon gefertigt werden.

Im Rennsport wurden zwar schon mehrfach Anläufe genommen, Rahmen aus Kohlefaserlaminat zu fertigen, letztendlich kehrten aber alle Anbieter wieder zu Chassis aus Stahl oder Aluminium zurück. Im Fahrradbau und im Automobilbereich hingegen sind Karbon-Rahmen und -Chassis hingegen nicht mehr wegzudenken.

Zuletzt hatte BMW mit der HP4 Race ein Motorrad mit einem Carbon-Rahmen vorgestellt. Bimota hatte 2010 mit der DB7 Oronero ein Modell mit einem Teil-Carbon-Rahmen im Programm.

BMW HP4 Race Modellpräsentation 171 Kilogramm, 215 PS, 750 Stück

Bilder von der BMW HP4 Race

Premiere auf der EICMA

Ende Mai soll der Karbon-Rahmen der ETH Zürich sein Roll-out bekommen, von Juni bis September ist eine Praxiserprobung geplant, Anfang Oktober soll es dann zur MotoStudent Competition auf die Rennstrecke in Aragon gehen, bevor dann im November die EICMA-Premiere ansteht.

Finanziert wird das ganze Projekt unabhängig von der ETH über Sponsoren und Gönner. Das Budget ist mit 106.500 CHF ausgelegt, wovon bis Stand Januar rund 81.000 CHF gedeckt waren. Potenzielle Geldgeber sind den Schweizern also nach wie vor willkommen.

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