Jonas Folger Dino Eisele

IDM-Finale auf dem Hockenheimring mit Zuschauern

Folger startet mit WM-Schwung ins IDM-Finale

Superbike-Pilot Jonas Folger reist mit dem Schwung aus seinem Weltmeisterschaftsauftritt in Barcelona als Wild Card-Fahrer zum IDM-Saison-Finale an den Hockenheimring. Außerdem wurde soeben verkündet, dass Zuschauer zum IDM-Finale zugelassen werden.

Was für ein Auftritt von Jonas Folger in der Superbike-WM: Vom letzten Startplatz aus kämpfte sich der IDM-Spitzenreiter auf Yamaha am zurückliegenden Wochenende in beiden Hauptrennen in Barcelona weit nach vorne. Im zweiten Lauf kassierte der Wildcard-Pilot beinahe auf der Zielgeraden noch seinen Markenkollegen Loris Baz. Nur 0,05 Sekunden fehlten Folger zum Sprung in die Top Ten. Diese Position gelang dem Bayern zwar im Sprintrennen. Damit verpasste er aber knapp eine Verbesserung seiner Startposition. Dazu hätte er mindestens Neunter werden müssen. Den schlechten Startplatz musste Folger hinnehmen, weil ausgerechnet in der Superpole-Entscheidung eine Lambdasonde am Motor streikte.

Neun WM-Punkte als Souvenir

Erst Minuten vor dem ersten Rennen können die Mechaniker Folgers Yamaha startklar machen. Allerdings ist keine Anpassung der Elektronik mehr möglich. Umso höher ist Folgers fahrerische Leistung zu bewerten. Bei seinem ersten Auftritt in der Superbike-Weltmeisterschaft erntet er auf der für ihn ohnehin ungewohnten WM-Yamaha neben neun WM-Punkten viel Anerkennung. "Wir haben unseren Speed sehr eindrucksvoll zeigen können", betont der 27-jährige Bayer. "Hoffentlich konnte ich mit meinen Vorstellungen einen starken Eindruck hinterlassen.”

Noch sieben IDM-Punkte bis zur Meisterschaft

Mit dem Schwung aus seinem starken WM-Auftritt in Spanien reist er jetzt zum IDM-Finale in Hockenheim. Auf der 3,692 Kilometer langen Strecke muss er noch sieben Punkte einfahren, um das IDM-Championat zu gewinnen. Ein siebter Platz würde ihm reichen, um den Titel in jedem Fall vor dem zweifachen Meister Ilya Mikhalchik auf BMW zu sichern. Doch der Yamaha-Pilot möchte die IDM-Saison so souverän abschließen wie alle drei Veranstaltungen des kompakten Kalenders zuvor: mit den besten Trainingszeiten und zwei Rennsiegen. In Hockenheim trifft er auf seinen WM-Mitstreiter Valentin Debise (20./14./Sturz): Der Franzose vertritt seinen Landsmann Erwan Nigon auf der Kawasaki von Weber-Motos Racing.

Jonas Folger
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Meisterkrimis in den 600er-Klassen

Während es mit Folger in der Königsklasse einen klaren Favoriten gibt, ist die Entscheidung in den 600er-Meisterschaften noch völlig offen. In der IDM Supersport hat Luca Grünwald mit seiner Kawasaki die Nase nur knapp vorn. Nur drei Zähler dahinter folgt Lausitzring-Doppelsieger Martin Vugrinec auf Yamaha. Auch Titelverteidiger Max Enderlein, ebenfalls auf Yamaha, hat noch beste Chancen, seinen dritten Titel in Folge einzufahren. In der seriennahen IDM Superstock liegen Paul Fröde auf Honda und Späteinsteiger Jan-Ole Jähnig auf Yamaha vor den beiden entscheidenden Rennen noch in Schlagdistanz. Dahinter folgt mit Tim Holtz der Teamkollege von Jonas Folger von Bonovo Action by MGM Racing.

Holländischer Favorit beim IDM-Nachwuchs

In der IDM Supersport 300 könnte Rick Dunnik auf Yamaha als erster Holländer den Titel in der Nachwuchsklasse einfahren. Der 18-Jährige startet in die beiden Finalrennen mit 15 Punkten Vorsprung. Die Talente aus dem Nachbarland bilden zwar die zweitgrößte Teilnehmergruppe in der IDM Supersport 300, aber bislang konnte keiner von ihnen die Meisterschaft gewinnen. Auch Dunnik kann sich nicht sicher sein: Die über 35 Fahrerinnen und Fahrer des fliegenden Klassenzimmers sind immer für Überraschungen gut. In den sechs Läufen gab es in dieser Saison bislang insgesamt fünf verschiedene Sieger. In der IDM Sidecar bahnt sich eine Überraschung an: Nach einem rabenschwarzen Auftaktwochenende in Assen für den Titelverteidiger und achtmaligen Weltmeister Tim Reeves und seinen Beifahrer Kevin Rousseau reisen die Schweizer Markus Schlosser und Marcel Fries als Favoriten nach Hockenheim.

Zuschauer am Hockenheimring erlaubt

Beim IDM-Finale in Hockenheim vom 25. bis 27. September werden Zuschauer zugelassen. Die Karten werden nur vorab online verkauft und den Zuschauern werden jeweils feste Tribünenplätze zugewiesen. Auch das Parken ist entsprechend der Sitzplätze geregelt. Bis zum Einnehmen des Sitzplatzes herrscht auf den Tribünen Maskenpflicht. Diese Maßnahmen gehören zum strengen Hygienekonzept der Rennstrecke, durch das Zuschauer in begrenztem Umfang überhaupt zugelassen werden können.

Der Ticketkauf ist ausschließlich im Vorverkauf sitzplatzgenau über den Online-Shop hockenheimring.de/tickets und das print@home-Verfahren möglich. Zunächst sind die Blöcke G und H der Südtribüne buchbar. Ein Besuch des Fahrerlagers wird aufgrund der Hygienevorschriften nicht möglich sein, die ursprünglichen Ticketpreise wurden entsprechend reduziert. Das Samstags-Ticket kostet 14,00 Euro, die Sonntags-Karte 20,00 Euro. Das Kombiticket umfasst beide Tage zum Preis von 30,00 Euro. Kinder und Jugendliche bis einschließlich 17 Jahre haben freien Eintritt.

Alle Rennen im Livestream

Alle Rennen können im kostenlosen IDM-Livestream verfolgt werden. Der Zeitplan sieht folgendermaßen aus:

Livestream am Samstag:
15:15 Uhr Start Livestream
15:25 Uhr Twin Cup – 1. Rennen
16:05 Uhr BoxerCup – 1. Rennen
16:45 Uhr Pro Superstock Cup – 1. Rennen
17.35 Uhr Northern Talent Cup – 1. Rennen
18:20 Uhr IDM Sidecar – Rennen

Livestream am Sonntag:
10:30 Uhr Start Livestream
10:45 Uhr IDM Supersport/Superstock 600 – Rennen
11:35 Uhr IDM Superbike 1000 – Rennen
12:25 Uhr IDM Supersport 300 – Rennen
12:55 – 13:25 Uhr Pause
13:30 Uhr Northern Talent Cup – 2. Rennen
14:20 Uhr IDM Supersport/Superstock 600 – 2. Rennen
15:10 Uhr IDM Superbike 1000 – 2. Rennen
16:00 Uhr IDM Supersport 300 – 2. Rennen

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