Macau Grand Prix 2018

Macau: Peter Hickman – Pole, Sieg und schnellste Runde

Foto: highsidePR

Peter Hickman konnte beim 52. Macau Motorcycle Grand Prix niemand das Wasser reichen. Der offiziell schnellste Road-Racer der Welt siegte auf der BMW S 1000 RR.

Von Startplatz zwei aus hatte zunächst noch Michael Rutter auf der MotoGP-Honda RC213V die Führung übernommen. Der Brite führte auch die ersten drei Runden, dann wurde er von seinem Bathams Racing Teamkollegen auf der Doppel-R überholt. Hickman ließ sich die Führung auch bis ins Ziel nicht mehr abnehmen, wenngleich Rutter noch mal näher kam. Der Honda-Pilot hatte sich kurz vor Rennende noch mal bis auf eine halbe Sekunde herangefahren, baute dann aber einen Fehler ein und Hickman zog das Tempo an. Auf der neunten von zwölf Runden wurde vorzeitig abgebrochen, allerdings sah es nicht wirklich danach aus, als würde Hickman noch einer vom Macau-Thron stoßen können.

Die Kampfgruppe um Rang eins bestand im ersten Renndrittel gleich aus fünf Piloten. Gary Johnson und Danny Webb mischten kräftig im Kampf um die Spitze mit, Martin Jessopp sah sich das Ganze aus der Loge an. Der dritte und letzte Podestplatz wurde im Ziel nur um eine Sekunde entschieden, dabei war es Ducati-Pilot Jessopp, der mit auf das Treppchen durfte. Der amtierende IRRC-Superbike-Meister Webb holte auf seiner BMW Penz13-I den vierten Platz vor Johnson.

Mit Rang sechs war Horst Saiger mehr als zufrieden. „Wir haben hier bei null angefangen“, so der Yamaha-Pilot zu MOTORRADonline. „Das war mein erstes Rennen mit der Yamaha“, erinnert er daran, dass er sich bei Testfahrten zum Endurance-WM-Lauf auf dem Slovakia-Ring die Hand gebrochen und seither die großen Road-Racings aussitzen musste. Saiger sah das Ziel mit 18,2 Sekunden Rückstand.

Davo Johnson (BMW), Derek Sheils (Penz-BMW) und Davey Todd (Penz-BMW) belegten die Ränge sieben bis neun.

Gelungenes Comeback für John McGuinness. Auf der Ducati Panigale des Paul Bird Motorsport Teams konnte er seit seiner Verletzung beim NorthWest200 endlich wieder Rennen fahren und mit dem zehnten Platz zog er sich auch mehr als beachtlich aus der Affaire. McGuinness konnte im Ziel den Tschechen Marek Cerveny (BMW) um vier Zehntelsekunden hinter sich halten.

Sam West (BMW), Michael Sweeny (BMW), Paul Jordan (Kawasaki) und Ben Wylie (Bimota) rundeten die „Punktplatzierungen“ in den Top-15 ab.

Das Rennen war drei Runden vor Schluss abgebrochen worden. Ben Wylie und Philip Crowe (BMW) waren gemeinsam in der Fishermans-Kurve gestürzt, zunächst sah man nur die lädierten Maschinen herumliegen. Wenig später kam aber die Entwarnung: Beiden Fahrern geht es gut, sie waren bereits zurück an den Boxen. Lediglich Wylie klagte etwas über Schmerzen in der Schulter.

Der Deutsche Didier Grams musste mit Elektronik-Problemen vorzeitig aufgeben. Bei Full-Speed war ihm das Motorrad ausgegangen. „Marek [Cerveny] konnte zum Glück ausweichen“, so Grams zu MOTORRADonline. „So ein Mist! Ich bin unglaublich traurig!“

Die Ränge 16 bis 24: Philip Crowe (BMW), Erno Kostamo (BMW), Rob Hodson (BMW), Andre Pires (Yamaha), Dominic Herbertson (Kawasaki), Daley Mathison (BMW), Xavier Denis (BMW), Steve Heneghan (Ducati), Craig Neve (BMW). Grams und Davy Morgan sahen das Ziel nicht.

Peter Hickman mit der Pole in Macau

Foto: highsidePR
Macau Grand Prix Sieger 2018: Peter Hickman

Peter Hickman hat im Qualifying zum 52. Macau Motorcycle Grand Prix seine BMW S 1000 RR auf die Pole-Position gestellt. Der schnellste Road Racer der Welt blieb dabei als Einziger unter der Marke von 2:24 Minuten.

Peter Hickman wird beim Macau Motorcycle Grand Prix am Samstag von der Pole-Position aus starten. Mit seiner BMW fuhr er auf dem etwas über sechs Kilometer langen Guia Circuit in 2:23,904 Minuten die Pole-Position heraus – und das relativ klar, denn er blieb 1,140 Sekunden vor Rekord-Sieger Michael Rutter.

Rutter war dennoch der Ohrenschmaus des Wochenendes bisher: Der Brite setzt im Bathams Racing Team eine Honda RC213V ein – und die röhrt in den Häuserschluchten der chinesischen Spieler-Metropole mächtig gewaltig. Rutter verlor zwar über eine Sekunde auf Hickman, doch der Kampf um Platz zwei war im Qualifying dafür umso enger. Rutter blieb nur drei Zehntelsekunden vor Dauerrivale Martin Jessopp auf Ducati und weitere drei Zehntel vor Kawasaki-Pilot Gary Johnson.

Startplatz fünf ging an Ex-Grand-Prix-Pilot und den amtierenden IRRC-Superbike-Champion Danny Webb. Der Brite kam bis auf sechs Zehntelsekunden an die erste Startreihe heran und verlor nur deren 2,4 auf die Bestzeit. Mit der Penz13-BMW blieb er fast eine Sekunde vor dem Österreicher Horst Saiger auf Yamaha.

Die zweite Startreihe wird der Australier Davo Johnson eröffnen. Applaus gab es vor allem für Startplatz acht durch Ducati-Pilot John McGuinness. Die Road Racing Legende ist nach seinem schweren Sturz beim North-West-200 im letzten Jahr endlich wieder im Einsatz und klassierte sich 0,056 Sekunden hinter Johnson und deren 3,697 hinter der Pole.

Beim Debüt mit Sturz: Entwarnungen bei Dudgeon & Torras

Das erste freie Training am Donnerstagmorgen wurde direkt zu Beginn der ersten fliegenden Runde der meisten Piloten abgebrochen. Nach einer rund zwanzig-minütigen Pause ging es für nahezu die gleiche Zeit weiter, ehe das zweite Mal abgebrochen wurde. Der Manxman und Macau-Newcomer Andrew Dudgeon war zuerst in der ultraschnellen ersten Linkskurve in die Leitplanke eingeschlagen, nachdem ihm die Strecke ausging. Der Mann von der Isle of Man brach sich dabei die Wirbelsäule, ist aber bei Bewusstsein und Ansprechbar. Er postet schon wieder fleißig auf Social-Media.

Der zweite Sturz war der Spanier Raul Torras. Er verlor in der Mandarin-Kurve die Kontrolle über seine Maschine und schlug stumpf in die Leitplanken ein. Mittlerweile hat sein Marti-Motos-Team Entwarnung gegeben: Torras ist zwar im Krankenhaus, kann aber alle Finger und Zehen bewegen, außerdem sprechen. Das Team bezeichnet die Situation „vorsichtig“ als „außer Gefahr“. Allerdings hat Torras eine kleinere Hirnblutung davon getragen, die in den kommenden Tagen beobachten werden wird.

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