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World-SBK in Magny-Cours 2018

Rennen 2: Rea holt vierten Doppelsieg

Im Kampf um den Sieg zogen im zweiten Rennen in Magny-Cours Ducati und Yamaha gegen die Kawasaki von Rea den Kürzeren. Chaz Davies und Michael van der Mark komplettieren das Siegerpodest. Honda wieder in den Top-10 vertreten.

Jonathan Rea scheint unaufhaltsam zu sein. Nach der vorzeitigen Titelentscheidung der Superbike WM im ersten Rennen von Magny-Cours gelingt dem alten und neuen Weltmeister sein vierter Doppelsieg in dieser Saison. Mit einem entspannten Polster von über einer Sekunde vor seinem direkten Verfolger Chaz Davies und einer weiteren Sekunde vor Michael van der Mark fuhr Rea seinen 14. Saisonsieg ein. Zuvor bot er sich während seiner Aufholjagd von Startplatz neun auf die Spitze spannende Duelle mit seinen beiden Verfolgern. Aufhalten konnten sowohl Yamha als auch Ducati Rea jedoch nicht.

Rea nimmt Kampf gegen Ducati und Yamaha auf

Chaz Davies kämpfte sich tapfer mit zwei noch nicht ganz verheilten Schlüsselbeinbrüchen als zweiter ins Ziel, nachdem er bis zur Rennhälfte die Führung inne hatte. Nach zwei erfolgreichen Konter gegen Rea musste sich der Ducati-Mann jedoch gegen die Überlegenheit der Kawasaki von Rea geschlagen geben. Gleiches galt auch für Yamaha-Pilot Michael van der Mark. Nach einem exzellenten Start schob sich der Niederlände direkt hinter Davies an die Spitze. Auf Biegen und Brechen versuchte van der Mark seine Position gegen Rea zu verteidigen. Auch hier siegte schließlich die Wendigkeit der Kawasaki und setzte die Yamaha kurzerhand auf Position drei.

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Tom Sykes kämpfte sich im zweiten Rennen noch in den letzten Runden auf Rang vier.

Rang vier eroberte sich in den letzten beiden Runden vor Ziel Tom Sykes. Der Kawasaki-Pilot fuhr konstant seine Runden ab und profitierte zum Ende hin von mehr Grip und besseren Zeiten als der vor ihm fahrende Marco Melandri. In der vorletzten Runde ließ Sykes demnach die Reifen walten und schob sich an die Ducati von Melandri vorbei, der diesem Manöver rein gar nichts entgegensetzen konnte.

Lowes enttäuscht, Honda wieder in Top-10

Im ersten Rennen stark aufgelegt, tat sich die Aprilia von Lorenzo Savadori im zweiten Lauf deutlich schwerer. Bereits beim Start aus der ersten Reihe verlor er einige Plätze, die er bis zum Ende hin auch nicht mehr aufholen konnte. Als Sechster überquerte der Italiener schließlich die Ziellinie, gefolgt von Alex Lowes, für den Magny-Cours nach Platz 18 im ersten und Rang sieben im zweiten Rennen eher ein enttäuschendes Wochenende war. Xavi Fores und Leon Camier eroberten sich die Ränge acht und neun. Die beste Platzierung seit Misano für Honda.

Den hart umkämpften letzten Top-10-Platz entschied Loris Baz für sich. Der BMW-Pilot kämpfte über Runden gegen Eugene Laverty und Toprak Razgatlioglu. Alle drei lieferten sich spannende Duelle, die zu guter Letzt von Laverty und Baz bis zur Zielflagge ausgetragen wurden. Michael Ruben Rinaldi, Jordi Torres, Leandro Mercado, Jake Gagne und PJ Jacobsen belegten die Plätze 13 bis 17.

Ergebnis Rennen 2

1.  Jonathan Rea Kawasaki
2. Chaz Davies Ducati
3.  Michael van der Mark Yamaha
4. Tom Sykes Kawasaki
5.  Marco Melandri Ducati
6.  Lorenzo Savadori Aprilia
7.  Alex Lowes Yamaha
8.  Xavi Fores Ducati
9.  Leon Camier Honda
10.  Loris Baz BMW
11.  Eugene Laverty Arprilia
12.  Toprak Razgatlioglu Kawasaki
13.  Michael Ruben Rinaldi Ducati
14.  Jordi Torres MV Augusta
15.  Leandro Mercado Kawasaki
16. Jake Gagne Honda
17. PJ Jacobsen Honda
18. Roman Ramos Kawasaki
19. Jeremy Guarnoni Kawasaki
OUT Jakub Smrz Yamaha
OUT Matthieu Lussiana Aprilia

Rennen 1

Da ist die Vier voll: Für Jonathan Rea führte der Weg im ersten Rennen der Superbike-WM in Frankreich auf dem Magny-Cours klar zum vierten Weltmeister-Titel. Souverän wie ein Uhrwerk fuhr der Kawasaki-Pilot seinen 13. Saisonsieg nach Hause und gewinnt somit seinen vierten Weltmeistertitel in Folge.

Rea gewinnt, Ducati sieht alt aus

Mit Tom Sykes auf der Pole und Rea auf Rang zwei ging Kawasaki mit einer Doppelführung ins Rennen, an der auch bis zum Schluss nicht dran zu rütteln war. Sykes schaffte es zunächst seine Position vor seinem Teamkollegen zu verteidigen. Doch spätestens nach der ersten gefahrenen Rennrunde machte Rea kurzen Prozess und katapultierte Sykes auf Rang zwei. Von da an waren für den Briten alle Weichen zum vierten WM-Sieg gestellt. Auf das silberne Podest fuhr sich Tom Sykes sicher, der im Vergleich zu den letzten Rennen dieses Mal seine Pace gut halten konnte und sich ein gutes Polster vor Ducati-Pilot Xavi Fores herausfahren konnte.

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Chaz Davies verpasste im heutigen Rennen den Kampf ums Podium. Mit Rang fünf schafft er es so eben noch seine Zweitplatzierung in der Weltrangliste vor Michael van der Mark zu verteidigen.

Lorenzo Savadori verpasst im ersten Rennen das Podium nur knapp. Von Rang drei aus gestartet, konnte er seine Position lange halten, musste sich schließlich aber der Ducati-Power von Fores geschlagen geben und schaffte es noch so gerade vor der nächsten Ducati von Chaz Davies ins Ziel. Der aktuell Weltranglisten-Zweite robbte sich übers gesamte Rennen rundenweise an die Spitzentruppe heran und knabberte schließlich drei Runden vor Schluss am Heck von Savadori. Ein Überholmanöver gelang dem Briten jedoch nicht mehr, sodass es für ihn heute nur für den fünften Platz reichte.

Hinter Davies sah Teamkollege Marco Melandri als nächster die Zielflagge. Der Italienier, der im nächsten Jahr nicht mehr für das Ducati-Werksteam fahren wird, kämpfte sich von Startplatz zwölf hoch auf Rang sechs und betrieb damit erfolgreich Schadensbegrenzung für Ducati.

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Michael van der Mark und Toprak Razgatlioglu im Kampf um den siebten Platz.

Einen erbitterten Zweikampf lieferten sich Michael van der Mark, Toprak Razgatlioglu und Loris Baz im Kampf um Rang sieben. Besonders Razgatlioglu scheute keine Auseinandersetzung, weshalb er sich zuerst mit van der Mark ein packendes aber verlorenes Duell bot und anschließend mit Loris Baz, das er nach einem Fehler des BMW-Piloten für sich entscheiden konnte. Auch Eugene Laverty nutzte die Gunst der Sekunde und schob sich kurzerhand noch an Loris Baz auf Rang neun vor.

Honda positionierte sich mit Leon Camier auf 11 und Jake Gagne auf 13 außerhalb der Top-10. Dazwischen setzte sich der MV Augusta-Pilot Jordi Torres. Alex Lowes legte durch einen Vorderradrutscher in der zweiten Runde seine Yamaha ins Kiesbett, konnte jedoch direkt weiterfahren. Mehr als für einen 18. Platz reichte es jedoch nicht mehr.

Ergebnis Rennen 1

1.  Jonathan Rea Kawasaki
2. Tom Sykes Kawasaki
3.  Xavi Fores Ducati
4. Lorenzo Savadori Aprilia
5.  Chaz Davies Ducati
6.  Marco Melandri Ducati
7.  Michael van der Mark Yamaha
8.  Toprak Razgatlioglu Kawasaki
9.  Eugene Laverty Arprilia
10.  Loris Baz BMW
11.  Leon Camier Honda
12.  Jordi Torres MV Augusta
13.  Jake Gagne Honda
14.  Leandro Mercado Kawasaki
15.  Roman Ramos Kawasaki
16. PJ Jacobsen Honda
17. Jeremy Guarnoni Kawasaki
18. Alex Lowes Yamaha
OUT Michael Ruben Rinaldi Ducati
OUT Jakub Smrz Yamaha
OUT Matthieu Lussiana Aprilia

Superpole

In der Superpole der Superbike-WM in Magny-Cours setzt sich Tom Sykes an die Spitze des Feldes und damit auf seine 47. Poleposition für das erste Rennen am Nachmittag (13 Uhr). Der Kawasaki-Pilot legte in seinem allerletzten Versuch mit einer 1:35,696 die schnelleste Zeit sowie einen neuen Rundenrekord hin. Während Sykes noch die Zeiten jagte, sah sich indes Jonathan rea das Spektakel bereits von der Kawasaki-Box aus an. Von seinem Teamkollegen Sykes in letzter Sekunde geschlagen, startet der amtierende Weltmeister von Rang zwei aus ins Rennen, gefolgt von Lorenzo Savadori auf seiner Aprilia.

Ducati und Honda hadern

Lange Gesichter gab es hingegen bei den Roten. Zwar konnte sich Xavi Fores mit einer 1:36,613 in der zweiten Startreihe auf Rang vier platzieren, doch erst hinter Alex Lowes auf Rang fünf kam Chaz Davies über die Zeitenlinie, gefolgt von Michael Rinaldi auf Rang sieben. Marco Melandri startet derweil von Rang 12 ins Geschehen.

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Michael van der Mark suchte in SP2 vergebens nach guten Rundenzeiten.

Hinter Ducati-Pilot Rinaldi übernahm BMW-Pilot Loris Baz die achte Position. Damit verwies er den aus SP1 hochgeeiferten Kawasaki-Piloten Toprak Razgatlioglu auf Rang neun vor Michael van der Mark auf seiner Yamaha. Leon Camier, der sich ebenfalls in SP1 für SP2 qualifizieren konnte, schaffte es nicht sich weiterhin zu verbessern und startet von Rang elf. Teamkollege Jake Gagne setzte an 14. Position.

Enttäuschend verlief die Superpole auch für Eugene Laverty. Der Aprilia-Mann hatte mit seinem Bike auf dem Magny-Cours sichtlich zu kämpfen, weshalb er mit einer 1:37,617 von Rang 13 aus der fünften Reihe startet. Hinter Laverty und Gagne folgen Jordi Torres, Leandro Mercado, PJ Jacobsen, Roman Ramos, Jeremy Guarnoni und Jakub Smrz.

Ergebnis der Superpole

1.  Tom Sykes Kawasaki 1:35,696
2. Jonathan Rea Kawasaki 1:35,843
3.  Lorenzo Savadori Aprilia 1:36,564
4. Xavi Fores Ducati 1:36,613
5.  Alex Lowes Yamaha 1:36,765
6.  Chaz Davies Ducati 1:36,954
7.  Michael Ruben Rinaldi Ducati 1:36,999
8.  Loris Baz BMW 1:37,055
9.  Toprak Razgatlioglu Kawasaki 1:37,103
10.  Michael van der Mark Yamaha 1:37,239
11.  Leon Camier Honda 1:37,398
12.  Marco Melandri Ducati 1:37,595
13.  Eugene Laverty Arprilia 1:37,617
14.  Jake Gagne Honda 1:37,747
15.  Jordi Torres MV Augusta 1:38,129
16. Leandro Mercado Kawasaki 1:38,176
17. PJ Jacobsen Honda 1:38,878
18. Roman Ramos Kawasaki 1:39,188
19. Jeremy Guarnoni Kawasaki 1:39,490
20. Jakub Smrz Yamaha 1:39,713

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