EVS Teleskop-Lift. Markus Jahn.

EVS Teleskop-Lift

Aufhebehilfe für Motorräder ausprobiert

Ein Umfaller ist zwar kein Unfall, aber dennoch ärgerlich – und schnell mal passiert. Die Aufhebehilfe EVS Teleskop-Lift soll das Aufrichten des Motorrads deutlich erleichtern. Wie gut das gelingt, verrät der erste Test.

Sei es ein falscher Gang beim Wenden, eine Unachtsamkeit beim Abstellen oder zu viel Schwung beim Aufsteigen. Liegt das Bike am Boden, hilft im besten Fall eine Mischung aus Technik, Wut und Adrenalin, die Maschine aufzurichten. Bei der leichten Honda Rebel im Bild oben wäre das selbst für unsportliche Menschen kein Problem. Doch bei einem vollbepackten Tourer mit über 300 Kilogramm wird es schnell zu einer echten Herausforderung.

Nicht mit jedem Motorrad kompatibel

Hilfe soll dann der Teleskop-Lift bieten. Seine Funktionsweise: Die zwei ineinandergeschobenen Alurohre werden auseinandergezogen, per Rändelschraube fixiert und über ein Lenkerende gesteckt. Dadurch ergibt sich ein längerer Hebel, wodurch die benötigte Kraft zum Aufrichten verringert wird.

In der Praxis funktioniert das auch – allerdings nur unter bestimmten Voraussetzungen. Bei Adventure-Bikes etwa sind oft Handprotektoren fest mit dem Lenkerende verbunden, sodass hier der Einsatz fehlschlägt. Bei allen anderen Motorrädern wird es dann schwierig, wenn der Lenker mit seinem Ende fest auf dem Boden liegt. Ruht das Bike hingegen auf einem Seitenkoffer und ist das Lenkerende zugänglich, hilft dieser Hebelarm tatsächlich beim Aufheben.

Positiv aufgefallen: Weniger Kraftaufwand beim Aufheben des Motorrads

Negativ aufgefallen: Nur unter bestimmten Voraussetzungen einsetzbar, teuer

Länge: 260 / 435 mm

Preis: 59,95 Euro

MOTORRAD-Bewertung: 2,5 Sterne von möglichen 5

Fazit

Für den einen sind es nur zwei teure, knapp 350 Gramm schwere Alurohre – für den anderen ist der in Handarbeit gefertigte Teleskop-Lift im Zweifel die erhoffte Rettung im Notfall.