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Materialkunde Textil

Bekleidungs-Lexikon

Was Baumwolle ist, wissen Sie. Aber Cordura? Kommen Sie in die textile Hightech-Welt. 2Räder gibt Übersetzungs-Hilfe.

Airdura: 100 Prozent Polyamid (PA); Lufteinschlüsse in der Faser sorgen für Temperaturregulierung (kühlen im Sommer und wärmen im Winter); formbeständig auch nach mehreren Wäschen.

Armacor: Materialmix aus Kevlar und Cordura.

CoolMax: Schweißabsorbierendes Futtermaterial aus Polyester (PES) von DuPont.

Cordura: Äußerst festes Nylongarn aus 100 Prozent Polyamid; hohe Reiß- und Abriebfestigkeit; minimaler Verschleiß; leicht raue Oberfläche; nahezu wasserdicht; nimmt nur zirka vier Prozent des Eigengewichts an Wasser auf; atmungsaktiver als Nylon; von DuPont.

"D": Maßeinheit Dernier; Gewicht einer Textilfaser, gemessen in Gramm pro 9000 Meter; meist in 300er- oder 500er-Stärke, an sturzgefährdeten Stellen auch 1000 D.

DuPont: Chemiekonzern und Textilhersteller aus den USA, der unter anderem die Marken CoolMax und Cordura herstellt.

Dynatec: Mehrlagiges Gewebe des Herstellers Schoeller; Mischung aus Cordura und anderen Kunstfasern; hoch abrieb- und reißfest sowie atmungsaktiv. Weniger hitzebeständig als Keprotec, Schmelzpunkt 290 Grad

DYNAX: Garn aus besonders eng und fest versponnenen Polyamid-Fasern

Gore-Tex: Erste und bekannteste Membran dieser Art, mit Mikroporen aus 100 Prozent Polytetrafluorethylen (PTFE, „Teflon”); winddicht, wasserdicht, atmungsaktiv. Die winzigen Poren (20 000-mal kleiner als ein Wassertropfen und bis zu 700-mal größer als ein Dampfmolekül) entstehen dadurch, dass eine Art „Teflon-Folie” gereckt wird.

Hipora: 100 Prozent Polyurethan (PU); atmungsaktive und wasserdichte Membran.

Keprotec: Von Schoeller hergestellte Mischung aus verschiedenen, extrem reiß- und abriebfesten Fasertypen wie Kevlar (höchster Anteil), Cordura und anderen Kunstfasern; sehr hitzebeständig (Schmelzpunkt  480 Grad); teuer.

Kevlar: Aramidfaser; Produkt aus der Raumfahrt; sehr durchdringungs- und abriebfest; extrem belastbar; schwierig und zeitaufwendig in der Verarbeitung; sehr leicht; UV-empfindlich, wird daher an der Innenseite von Textilien verwendet; extrem gute Dehnungseigenschaften; wird bei Bekleidung und für Helmaußenschalen eingesetzt.

Kevlarstretch: Elastisches Gestrick aus Polyamid-, Lycra- und Kevlarfäden; wird in Lederkombis zur besseren Beweglichkeit eingesetzt.

MVTR: Wasserdampfdurchlässigkeit einer Membran (Atmungsaktivität); dieser Wert bezeichnet die Wassermenge in Milliliter, die innerhalb von 24 Stunden einen Quadratmeter der Membran passiert.

Nano-Technologie: Modewort, meint das Herstellungsverfahren für eine Oberflächenstruktur, die durch aufgebrachte Kleinstteile schmutzunempfindlich gemacht wird. Kleinste Siliziumteile sorgen für eine raue, unregelmäßige Oberfläche („bionische Mikrostruktur”, wie beim Lotus-Blatt), auf der Flüssigkeiten und Schmutzpartikel schlecht Halt finden, abperlen oder leicht abgewaschen werden können.

Nylon: Markenname eines Kunstfaser-Gewebes, das aus Polyamid-Endlosfäden oder-Fasern gesponnen und gewebt wird. Wird im Motorradbereich durchweg beschichtet (mit PVC oder PU) verwendet.

Outlast: Temperaturausgleichendes Material mit wachsähnlichen Kügelchen, die abhängig von der Außentemperatur ihren Aggregatzustand verändern und dadurch unterschiedliche Wärmeenergie aufnehmen - kühlend im Sommer, wärmend im Winter. Auch als Schoeller-PCM auf dem Markt.

Oxford-Nylon: Nylon aus 100 Prozent Polyamid; spezielles Webverfahren; niedriges Gewicht und hohe Strapazierfähigkeit; in Kombination mit einer Membran bestens für Regen- und Thermo-kleidung geeignet.

PA: Polyamid; Kunstfaser; nimmt vier Prozent des Eigengewichts an Feuchtigkeit auf; reiß- und scheuerfest.

PES: Polyester; nimmt nur ein Prozent seines Eigengewichts an Feuchtigkeit auf; strapazierfähig; Einsatz als Außenmaterial, Futter und Reißverschluss.

PP: Polypropylen; Kunstfaser; nimmt keine Feuchtigkeit auf; 40 Prozent leichter als Baumwolle; für Funktionsunterwäsche geeignet.

PTFE: Polytetrafluorethylen; DuPont-Marken­name „Teflon”.

PU: Polyurethan; Kunststoff; verwendbar als Beschichtungsmittel, elastische Faser und antiallergisches Füllmaterial.

Porelle: Elastische Membran aus Polyurethan; für Handschuhe geeignet.

Ripstop: Spezielles Webverfahren, bei dem nach einer Beschädigung das Gewebe nicht weiterreißt.

Scotchlite: Von 3M hergestelltes, reflektierendes Material aus 35 Prozent Baumwolle und 65 Prozent Polyester; Reflektorstreifen bestehen aus metallisch bedampften Glaskugeln.

SCHOELLER: Schweizer Textilfirma, die unter anderem Keprotec und Dynotec herstellt.

Spandex: Elastan-Fasern aus mindestens 85 Prozent Polyurethan; Mischung aus harten und weichen Gewebeteilen, dadurch hohe Dehnbarkeit bei großer Formtreue; geringe Reibfestigkeit, daher meist in Verbindung mit anderen Fasern verwendet.

Sublimierte Logos: Ein- oder mehrfarbige Vorlagen werden mittels Thermodruck und einer Presse auf Textilien aufgebracht – so genanntes Sublifix-Verfahren; besonders geeignet: Polyester mit einer Beimischung von Naturfasern.

Sympatex: Konkurrenzprodukt zu Gore-Tex; porenlose Membran; besteht zu 70 Prozent aus wasserabweisendem Polyester, zu 30 Prozent aus Polyether, dessen wasserliebende Moleküle die Feuchtigkeit auf physikalisch-chemischen weg nach außen befördern.

Tactel: Veredeltes Gewebe aus Nylonfäden, die aus chemisch versponnenen, sehr kurzen Fasern bestehen; guter Tragekomfort und klimatisierende Wirkung; leichter zu reinigen als Cordura.

Taslan: Stoffe, deren Polyamid-Fasern durch Dampf aufgebauscht werden und dadurch weicher im Griff sind.

Teflon: DuPont-Markenname für Polytetra­fluorethylen (PTFE).

Thermolite: Isolierende Mikrofaser-Isolierung von DuPont.

Thinsulate: Mikro­feines, also leichtes und dünnes Isolationsvlies aus 65 Prozent Polypropylen und 35 Prozent Polyester; wärmende Füllung zwischen Außenmaterial und Futterstoff; praktisch keine Feuchtigkeitsaufnahme; hoch atmungsaktiv.

Tri-MesH-Netzeinsätze: Futter aus 100 Prozent Polyester, netzartig gewoben; in Verbindung mit anderen Futterstoffen, zum Beispiel CoolMax.

Z-Liner: Zwischen Futter und Außenmaterial frei hängende Membran. Weitere Bauformen sind das Zwei-Lagen-Laminat, bei dem Oberstoff und Membran/Beschichtung fest miteinander verklebt oder verschweißt sind. Beim robusteren Drei-Lagen-Laminat bilden Oberstoff, Membran/Beschichtung und Futter eine Einheit.

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