Wenn man gerade keine Textilkombi fürs Abenteuer braucht und auch nicht im Rennleder Rundenzeiten jagt, sind Biker Jeans oft optimal für Motorradfahrer. Unter dem Begriff "Casual-Style-Motorradhose" fassen wir diesmal alle modernen Bauformen dieser alternativen Motorradbekleidung zusammen – von der klassischen Motorrad-Jeans über Cargo-Pants bis hin zur Jogginghose.
Motorradhosen im Überblick:
1. Platz/Testsieger: Rebelhorn Faster (AA)

Testsieger: Rebelhorn Faster. MOTORRAD-Urteil: sehr gut.
- Preis: 144,95 Euro
- Bundweiten: 28 bis 40; Längen: 32 bis 34; Farben: Schwarz, Olivgrün
- Aufbau: Cargo-Hose mit Kevlar-Verstärkungen
- Materialinfo: 98 % Baumwolle, 2 % Elasthan; Futter aus 60 % Aramid und 40 % Polyester
- Protektoren: Knie (Typ A, Level 2, höhenverstellbar), Hüfte (Typ B, Level 2)
- Messwerte (Größe 32/32): Bundweite: 80 bis 92 cm; Außenbeinlänge: 105 cm; Innenbeinlänge 81 cm; Gewicht: 1402 g
- Herstellungsland: Pakistan
- Rebelhorn Faster (AA) im Partnershop kaufen
Aufbau und Ausstattung: An den besonders sturzgefährdeten Stellen verbaut Rebelhorn Verstärkungen aus Aramid, darüber kommt ein robuster Baumwollstoff zum Einsatz. Dadurch ist die Hose etwas schwerer und wärmer, aber keinesfalls unangenehm. Level-2-Protektoren an Knie und Hüfte sowie eine Tasche für einen Steißbeinschutz bieten Aufprallschutz. Die insgesamt sieben Taschen haben eine praxisgerechte Größe.
Passform und Komfort: Die Passform ist dank stretchigem Bund und guter Länge sehr gut, auch die Beweglichkeit ist hoch.
Schutz und Sicherheit: Robuste Materialien sammeln in der Kombination aus zwei Schichten ordentlich Punkte bei Abriebschutz, Reißfestigkeit und Hitzebeständigkeit, dazu gibt‘s gute Protektoren.
MOTORRAD-Urteil: sehr gut
Fazit: Bestwerte bei Abrieb, Ausreißfestigkeit und Schlagdämpfung, dazu eine sehr gefällige Passform. Notorische Nörgler würden wohl dünnere Hüftprotektoren einbauen oder bei Regen jammern, doch objektiv gesehen ist die Faster eine wunderbare Hose.
2. Platz und Kauftipp:

2. Platz: Bogotto Jokisu. MOTORRAD-Urteil: gut.
- Preis: regulär 189,95 Euro, derzeit ab 139,99 Euro
- Bundweiten: 28 bis 40; Längen: 32 bis 36; Farben: Hellblau, Dunkelblau, Hellgrau, Dunkelgrau
- Aufbau: einlagige Five-Pocket-Jeans
- Materialinfo: 75 % Baumwolle, 13 % Polyester, 10 % Polyamid, 2 % Elasthan
- Protektoren: Knie (Typ A, Level 2, zweifach höhenverstellbar), Hüfte (Typ B, Level 2)
- Messwerte (Größe 32/32): Bundweite: 84 bis 94 cm; Außenbeinlänge: 107 cm; Innenbeinlänge 80 cm; Gewicht: 1008 g
- Herstellungsland: Türkei
- Bototto Jokisu (AA) im Partnershop kaufen
Aufbau und Ausstattung: Die Jokisu von der FC-Moto-Eigenmarke Bogotto ist eine echte einlagige Motorradjeans im 5-Pocket-Stil. Sie kommt mit Level-2-Protektoren, die am Knie zweifach verstellbar sind.
Passform und Komfort: Maße und Proportionen gefallen bei der Jokisu, der Schnitt liegt zwischen Straight Cut und Tapered Fit. Der Tragekomfort ist hoch, die Beweglichkeit auch – solange die eher kleinen Taschen nicht zu doll gefüllt sind. Ein Handy passt rein.
Schutz und Sicherheit: Der Abwurftest hinterließ zwar Spuren im wasserabweisenden Gewebe, doch diese sind unbedenklich. Die Reißfestigkeit liegt im Mittelfeld.
MOTORRAD-Urteil: gut
Fazit: Die Bogotto Jokisu liefert über alle Testkriterien hinweg eine überzeugende Vorstellung. Gute Schutzausstattung, tolle Passform und ein hoher Komfort, da fehlt nicht viel zum Urteil "sehr gut". Für die derzeit aufgerufenen 139,99 Euro (Stand: Juli 2026) ein super Angebot.
3. Platz: Pando Moto Robby Slim Black (AA)

3.Platz: Pando Moto Robby Slim Black. MOTORRAD-Urteil: gut
- Preis: 229,00 Euro, mit speziellem Rabattcode "MOTORRAD" 199,23 Euro
- Bundweiten: 28 bis 38; Längen: 30 bis 36; Farben: Schwarz, Beige
- Aufbau: einlagige Five-Pocket-Jeans aus 12 oz Super-Stretch-Cordura
- Materialinfo: 69 % Cordura (Polyamid & Baumwolle), 29,5 % Polyamid, 1,5 % Elasthan
- Protektoren: Knie (Typ A, Level 1, zweifach verstellbar), Hüfte (Typ B, Level 1)
- Messwerte (Größe 32/32): Bundweite: 82 bis 91 cm; Außenbeinlänge: 105 cm; Innenbeinlänge 78 cm; Gewicht: 1053 g
- Herstellungsland: Türkei
- Pando Moto Robby Slim Black (AA) im Partnershop kaufen
Aufbau und Ausstattung: Pando setzt bei der Robby Slim auf ein hochtechnisches Single-Layer-Gewebe von Cordura, dadurch wirkt sie wie eine normale, moderne Jeans. Die Sas-Tec-Protektoren an Hüfte und Knie sind nur Level 1, dafür aber auch absolut nicht zu spüren.
Passform und Komfort: Länge, Weite und alles dazwischen und drumherum begeistern bei der Robby Slim. Sie ist durch den hohen Synthetik-Anteil zudem äußerst bequem und beweglich.
Schutz und Sicherheit: Erstaunlich, wie unbeeindruckt sich Robby vom 80-km/h-Sturz zeigt, lediglich ein kleines Loch am Hüftprotektor zeugt davon. Reißfestigkeit und Schlagdämpfung sind Mittelmaß.
MOTORRAD-Urteil: gut
Fazit: Robby Slim vom litauischen Hersteller Pando Moto ist eine der komfortabelsten Hosen im Test, auch der Schutz gegen Abrieb und sogar Nässe ist gut. Preislich liegt sie eigentlich über 200 Euro, doch MOTORRAD-Lesern bietet die Marke knapp 30 Euro Rabatt.
4. Platz: Held Creek 2 (AA)

4. Platz: Held Creek 2. MOTORRAD-Urteil: gut.
- Preis: 199,95 Euro, ab W46 209,95 Euro
- Bundweiten: 30 bis 50; Längen: 30 bis 34; Farben: Schwarz, Grün
- Aufbau: einlagige Cargo-Hose aus Cotton Cordura
- Materialinfo: 73 % Baumwolle, 25 % Polyamid, 2 % Elasthan, Futter aus Polyester
- Protektoren: Knie (Typ A, Level 1, höhenverstellbar), Hüfte (Typ A, Level 1)
- Messwerte (Größe 33/32): Bundweite: 92 bis 98 cm; Außenbeinlänge: 107 cm; Innenbeinlänge 82 cm; Gewicht: 1317 g
- Herstellungsland: Pakistan
Aufbau und Ausstattung: Die Außenhülle nutzt robustes Polyamid im Gewebe, dadurch bietet der einlagige Aufbau verlässlichen Abriebschutz. Bei den Protektoren setzt Held auf kleinere Level-1-Protektoren, trotzdem kommt die Hose auf recht schwere 1300 Gramm.
Passform und Komfort: Länge und Bundweite passen sehr gut zu den Größenangaben, insgesamt ist die Hose recht weit geschnitten. Durch den hohen Synthetik-Anteil fühlt sie sich bei höheren Temperaturen etwas schwitzig an.
Schutz und Sicherheit: Vom Sturz bei 80 km/h trug die Held-Hose nur Schrammen und harmlose, weil hinterlegte Löcher davon. Schnitt- und Hitzeschutz sind sehr gut, die Reißfestigkeit eher mäßig.
MOTORRAD-Urteil: gut
Fazit: Held liefert eine starke Vorstellung, vor allem beim Abriebtest auf dem Flugfeld, aber auch im Labor. Abriebschutz und Schlagdämpfung sind beeindruckend. Ein paar Punkte fehlen bei Beweglichkeit und Komfort, sonst hätte es für ein "sehr gut" gereicht.
5. Platz: Bering Trust Straight (A)

5. Platz: Bering Trust Straight. MOTORRAD-Urteil: gut.
- Preis: 169,99 Euro
- Größen: S bis 4XL; Farben: Schwarz, Dunkelblau
- Aufbau: einlagige Five-Pocket-Jeans aus Denim Cordura Hyper Stretch
- Materialinfo: 55 % Baumwolle, 21 % Polyester, 15 % Polyamid, 8 % Rayon, 1 % Elasthan; Futter aus 64 % Polyester, 34 % Baumwolle und 2 % Elasthan
- Protektoren: Knie (Typ A, Level 1, dreifach höhenverstellbar)
- Messwerte (Größe 34/32): Bundweite: 88 bis 96 cm; Außenbeinlänge: 109 cm; Innenbeinlänge 78 cm; Gewicht: 864 g
- Herstellungsland: China
Aufbau und Ausstattung: Eine moderne, einlagige Motorradhose im klassischen 5-Pocket-Stil mit gefälliger Waschung. Als A-zertifizierte Schutzhose besitzt sie keine Hüftprotektoren, an den Knien sind kleinere Typ-A-Schützer in Level 1 verbaut.
Passform und Komfort: Man sieht es ihr nicht an, doch die extrem stretchige Trust ist die leichteste Hose im Test. Der Bund fällt sehr weit aus, die Länge passt. Beweglichkeit und Komfort sind hoch.
Schutz und Sicherheit: Den Abriebtest übersteht die Bering-Jeans mit Bravur, bei Schlagdämpfung, Schnittschutz und Ausreißschutz liegt sie im Mittelfeld. Eine Imprägnierung gegen Nässe gibt es nicht.
MOTORRAD-Urteil: gut
Fazit: Die Bering Trust Straight entspricht nur der Zertifizierungsklasse A, und dafür schlägt sie sich mehr als wacker. Sie kommt ohne Hüftprotektoren, dafür begeistert ihr äußerst dehnbares und robustes Obermaterial. Insgesamt eine sehr komfortable Motorradjeans.
So haben wir getestet: Praxis, Labor, Protektoren-Prüfstand- Der Abwurf aus dem Redaktionssprinter simuliert einen Sturz bei 80 km/h.
- Kontakt mit dem heißen Auspuff.
- Jede Jeans wurde von mehreren Testern anprobiert und ausführlich Probe gefahren.
- Alle Knie- und Hüftprotektoren wurden bei Sas-Tec auf dem Prüfstand getestet.
6. Platz: Shima Giro 3.0 (AA)

6. Platz: Shima Giro 3.0. MOTORRAD-Urteil: gut.
- Preis: 159,99 Euro
- Bundweiten: 30 bis 40; Längen: 32 bis 34; Farben: Schwarz, Olivgrün, Camouflage
- Aufbau: zweilagige Cargohose
- Materialinfo: 98 % Baumwolle, 2 % Elasthan; Schutzschicht aus 42 % Baumwolle, 28 % Polyester, 18 % Lyocell, 10 % Polyamid, 2 % Elasthan; Futter aus Polyester
- Protektoren: Knie (Typ A, Level 1, zweifach höhenverstellbar), Hüfte (Typ B, Level 1)
- Messwerte (Größe 32/32): Bundweite: 81 bis 91 cm; Außenbeinlänge: 103 cm; Innenbeinlänge 77 cm; Gewicht: 1581 g
- Herstellungsland: Pakistan
Aufbau und Ausstattung: Die Shima Giro 3.0 setzt auf einen zweilagigen Aufbau und ist dadurch sehr schwer. Sie kommt mit insgesamt acht praxisgerecht dimensionierten und zum Teil verschließbaren Taschen. Ein Reißverschluss am Saum ist ein praktisches Extra, ebenso der kurze Verbindungsreißverschluss am Bund.
Passform und Komfort: Dank des sehr stretchigen Bunds, einer kurzen Länge und verstellbarer Knieprotektoren passt die Hose sehr gut. Noch dazu ist sie sehr beweglich und komfortabel.
Schutz und Sicherheit: Die Löcher im Obermaterial sind dank der zweiten Lage unbedenklich. Doch die Hüftprotektoren lagen im Test drei Mal über dem erlaubten Wert und sind somit durchgefallen.
MOTORRAD-Urteil: gut
Fazit: Eine lässige Hose, die recht unabhängig vom Körperbau gut passt. Für Schutz sorgt vor allem die zweite Lage aus einem Synthetik-Mix, während die Hüftprotektoren beim Schlagdämpfungstest versagten. Hier am besten selbst aufrüsten und glücklich werden.
7. Platz: Modeka Bratt (AAA)

7. Platz: Modeka Bratt. MOTORRAD-Urteil: gut.
- Preis: 189,90 Euro
- Bundweiten: 28 bis 40; Längen: 30 bis 34; Farben: Soft washed Blau, Stone washed Blau, ab 2027 Soft washed Schwarz
- Aufbau: Five-Pocket-Jeans aus Baumwoll-Cordura-Coolmax-Gewebe mit Kevlar-Verstärkung
- Materialinfo: 50 % Baumwolle, 30 % Polyester, 20 % Polyamid; Schutzfutter aus Aramid; Futter aus Polyester
- Protektoren: Knie (Typ B, Level 2, höhenverstellbar), Hüfte (Typ B, Level 2)
- Messwerte (Größe 32/32): Bundweite: 80 bis 90 cm; Außenbeinlänge: 108 cm; Innenbeinlänge 79 cm; Gewicht: 1354 g
- Herstellungsland: Pakistan
Aufbau und Ausstattung: Beim Außenmaterial setzt Modeka auf ein robustes und funktionales Gewebe aus Baumwolle und Cordura Coolmax, dazu kommen im Innern Aramid-Doppelungen und ein Polyester-Futter. Die Protektoren sind als größerer Typ B gekennzeichnet, fallen dafür aber eigentlich zu klein aus.
Passform und Komfort: Die Hose fällt etwas enger, kürzer und generell skinny aus, ist aber dennoch bequem und beweglich.
Schutz und Sicherheit: Die etwas zu kleinen Protektoren wurden bereits angesprochen, das Material-Sandwich ist sehr reißfest, enttäuschte aber beim Abriebtest.
MOTORRAD-Urteil: befriedigend
Fazit: Die Bratt von Modeka ist sehr robust konstruiert und dafür insgesamt erstaunlich komfortabel, doch noch besser wäre sie mit anderen Protektoren. An deren Kanten scheuerten auch beide Lagen der Hose durch, was für eine AAA-Jeans enttäuschend ist.
8. Platz: Trilobite Dual Pants 3.0 (AA)

8. Platz: Trilobite Dual Pants 3.0. MOTORRAD-Urteil: gut.
- Preis: 189,95 Euro
- Bundweiten: 30 bis 44; Länge: 32; Farbe: Schwarz
- Aufbau: einlagige Zip-Off-Cargohose
- Materialinfo: 55 % Baumwolle, 27% Polyester, 18% Polyamid
- Protektoren: Knie (Typ B, Level 2, höhenverstellbar), Hüfte (Typ B, Level 2)
- Messwerte (Größe 32/32): Bundweite: 78 bis 81 cm; Außenbeinlänge: 105 cm, als kurze Hose 50 cm; Innenbeinlänge 81 cm; Gewicht: 1646 g
- Herstellungsland: Pakistan
Aufbau und Ausstattung: Die Trilobite nennt sich Dual Pants, weil sie zwei Hosen in einer ist: eine lange Schutzhose fürs Motorradfahren, und dank abnehmbarer Hosenbeine eine Cargo-Shorts fürs Leben abseits vom Bike. Die Knieprotektoren sind in einem extremen Bereich höhenverstellbar (15 cm) und die insgesamt sieben Taschen bieten viel Stauraum.
Passform und Komfort: Die Hose gibt es nur in einer Länge, diese passt aber gut. Der Bund hingegen ist viel zu eng, da sollte man eine weitere Größe wählen. Die Beweglichkeit und somit auch der Komfort sind mittelmäßig.
Schutz und Sicherheit: Das Obermaterial ist äußerst reiß- und abriebfest, die Protektoren sind groß, dämpfen gut und sind so gut wie gar nicht zu spüren.
MOTORRAD-Urteil: gut
Fazit: In voller Länge ist die Hose sehr schwer, aber auch sehr sicher. Die Doppelfunktion als kurze Cargo-Hose ist ein beachtenswertes Alleinstellungsmerkmal. Wer sich für die Hose interessiert, sollte eine weitere Größe wählen als üblich, denn der Bund fällt sehr eng aus.
9. Platz: Vanucci Cordura 2 Slim (A)

9. Platz: Vanucci Cordura 2 Slim. MOTORRAD-Urteil: gut.
- Preis: 199,99 Euro, derzeit ab 179,99 Euro
- Bundweiten: 30 bis 40; Längen: 32 bis 34; Farbe: Schwarz
- Aufbau: einlagige Five-Pocket-Jeans mit Verstärkungen aus Aramid und Polyester
- Materialinfo: 50 % Baumwolle, 30 % Polyester, 20 % Polyamid; Verstärkungen aus 60 % Aramid und 40% Polyester; Futter aus 52 % Baumwolle und 48 % Polyester
- Protektoren: Knie (Typ B, Level 2, verstellbar)
- Messwerte (Größe 32/32): Bundweite: 81 bis 86 cm; Außenbeinlänge: 108 cm; Innenbeinlänge 81 cm; Gewicht: 1205 g
- Herstellungsland: Pakistan
Aufbau und Ausstattung: Die einlagige Hose im 5-Pocket-Stil ist nur nach Klasse A zertifiziert und verzichtet deshalb auf einen Hüftprotektor. Die Knieprotektoren sind üppig dimensioniert und lassen sich per Klett sowohl in der Höhe als auch ein Stück seitlich verstellen. Das Volumen der Hosentaschen ist praxisgerecht.
Passform und Komfort: Die recht eng geschnittene Hose bietet wenig Stretch und fühlt sich schwerer an, als sie ist. Im oberen Bereich engt sie leicht ein, was die Beweglichkeit einschränkt.
Schutz und Sicherheit: Das Obermaterial überstand den Abwurf weitgehend unversehrt, da dürfte weit mehr drin sein als nur die Basiszertifizierung nach A.
MOTORRAD-Urteil: gut
Fazit: Das Material der Cordura 2 Slim ist sehr robust und würde wohl auch AA locker schaffen. Dafür bräuchte es Hüftprotektoren, und wo wir schon dabei sind: am besten auch eine andere Befestigung der Knieprotektoren. Das würde den Komfort steigern.
10. Platz: Riding Culture Jeremy (AA)

10. Platz: Riding Culture Jeremy. MOTORRAD-Urteil: gut.
- Preis: 199,00 Euro
- Bundweiten: 26 bis 40; Längen: 32 bis 34; Farbe: Schwarz
- Aufbau: einlagige Jogginghose aus Aramid-Jersey
- Materialinfo: 60 % Baumwolle, 26 % Polyamid, 4 % Elasthan
- Protektoren: Knie (Typ A, Level 1, höhenverstellbar), Hüfte (Typ B, Level 1)
- Messwerte (Größe 32/32): Bundweite: 84 bis 92 cm; Außenbeinlänge: 108 cm; Innenbeinlänge 81 cm; Gewicht: 1084 g
- Herstellungsland: Serbien
Aufbau und Ausstattung: Loose-fit ist noch eine Untertreibung, denn die einlagige Jogging-Style-Motorradhose ist mit Ausnahme der Bündchen überall extrem weit geschnitten. Als AA-Hose kommt sie mit Knie- und Hüftprotektoren, riesigen Taschen und einem Stretch-Bund, aber ohne Gürtelschlaufen, Reißverschlüsse und Hosenknopf.
Passform und Komfort: Bequem und beweglich ohne Ende, aber die Knieprotektoren hängen sonstwo.
Schutz und Sicherheit: Das Material ist beeindruckend reißfest und robust, doch die Protektoren bieten mit die schlechteste Schlagdämpfung im Test. Da insbesondere die Knieprotektoren nicht dort bleiben, wo sie hingehören, stellt sich auf dem Motorrad leider kein sicheres Gefühl ein.
MOTORRAD-Urteil: befriedigend
Fazit: Extrem robustes Material trifft auf eine fürs Motorradfahren ungeeignete Passform. Der weite Schnitt der Jogging-/Haremshose bietet den Protektoren keinerlei Halt und vermittelt kein sicheres Gefühl. Am besten mit separater Protektorenhose kombinieren.
11. Platz: gms Atlanta Regular

11. Platz: gms Atlanta Regular. MOTORRAD-Urteil: befriedigend.
- Preis: 149,95 Euro, ab W44 179,95 Euro
- Bundweiten: 28 bis 48; Längen: 30 bis 36; Farben: Schwarz, Blau
- Aufbau: einlagige Five-Pocket-Jeans mit Kevlar-Schutzfutter
- Materialinfo: 60 % Baumwolle, 30 % Polyester, 8 % Polyamid, 2 % Elasthan; Verstärkungen aus Aramid; Futter aus Polyester
- Protektoren: Knie (Typ A, Level 1, höhenverstellbar), Hüfte (Typ A, Level 1)
- Messwerte (Größe 32/32): Bundweite: 84 bis 88 cm; Außenbeinlänge: 106 cm; Innenbeinlänge 81 cm; Gewicht: 1105 g
- Herstellungsland: Pakistan
Aufbau und Ausstattung: Bei der gms handelt es sich im Wesentlichen um eine einlagige Bikerjeans, die lediglich in den Taschen der Knieprotektoren eine zusätzliche Kevlar-Lage besitzt. Fünf Taschen und eine Basis-Protektorenausstattung an Knie und Hüfte runden die Ausstattung ab.
Passform und Komfort: Insgesamt ist die Atlanta Regular eine komfortable Jeans, wobei das Material im Vergleich zu anderen Testteilnehmern mehr spannt, vor allem im Schritt. Die Maße und Proportionen sind sehr gut.
Schutz und Sicherheit: Die Kevlar-Schicht findet sich nur hinter den Protektoren, am Po ist das Obermaterial auf sich allein gestellt – mit entsprechenden Folgen.
MOTORRAD-Urteil: befriedigend
Fazit: In der besonders sturzgefährdeten Zone 1 schützt eine zweite Lage aus Kevlar, doch in Zone 2 nicht. Das dort alleingelassene Obermaterial mit geringem Polyamidanteil hat beim Abriebtest mit 80 km/h wenig Chancen und löst sich teils in Luft auf.
12. Platz: iXS Rapid 1.0 (AA)

12. Platz: iXS Rapid 1.0. MOTORRAD-Urteil: befriedigend.
- Preis: 199,95 Euro
- Bundweiten: 30 bis 38; Längen: 30 bis 34; Farben: Schwarz, Blau
- Aufbau: einlagige Five-Pocket-Jeans aus X-Stretch Denim
- Materialinfo: 47 % Baumwolle, 23 % Elastomultiester, 16 % Polyamid, 12 % Polyester, 2 % Elasthan; Futter aus Polyester
- Protektoren: Knie (Typ B, Level 2, höhenverstellbar), Hüfte (Typ B, Level 2)
- Messwerte (Größe 32/32): Bundweite: 82 bis 88 cm; Außenbeinlänge: 110 cm; Innenbeinlänge 77 cm; Gewicht: 1202 g
- Herstellungsland: Pakistan
Aufbau und Ausstattung: Die einlagige Jeans kommt mit den klassischen fünf Taschen und einer sehr sicheren Protektorenausstattung. An den großen Knieprotektoren stören aber die harten Stege auf Höhe der Kniescheibe. Das großflächige Polyester-Futter hemmt das eigentlich erwünschte lässige Jeans-Gefühl.
Passform und Komfort: Die Längenangaben sind nicht ganz nachvollziehbar, L30 ist zu lang, L32 zu kurz. Viel Stoff am Oberschenkel und die großen Protektoren hemmen die Beweglichkeit.
Schutz und Sicherheit: Das Obermaterial fühlt sich robuster an, als es beim Abriebtest ist. Schnittschutz und Reißfestigkeit sowie Schlagdämpfung sind gut.
MOTORRAD-Urteil: befriedigend
Fazit: Die iXS Rapid 1.0 wirkt robust und beinahe edel, doch das Futter aus Polyester fühlt sich falsch an und der Abriebtest hatte gleich drei Löcher von je 5 cm Länge zur Folge. Der Komfort leidet unter dem Materialsandwich und den großen Knieprotektoren.
13. Platz: LS2 Coast (A)

13. Platz: LS2 Coast. MOTORRAD-Urteil: befriedigend.
- Preis: 149,00 Euro
- Größen: XS bis 5XL; Farben: Schwarz, Braun, Olivgrün
- Aufbau: Cargo-Hose aus Ripstop-Gewebe mit Verstärkungen aus Kevlar
- Materialinfo: 35 % Baumwolle, 60 % Polyester, 5 % Elasthan; Schutzfutter aus 24 % Aramid und 76 % Polyester
- Protektoren: Knie (Typ A, Level 1, dreifach höhenverstellbar)
- Messwerte (Größe L): Bundweite: 86 bis 94 cm; Außenbeinlänge: 109 cm; Innenbeinlänge 81 cm; Gewicht: 865 g
- Herstellungsland: China
Aufbau und Ausstattung: Das Ripstop-Außengewebe aus Baumwolle und Polyester ergänzt LS2 stellenweise durch eine zweite Schicht aus Kevlar. Zwei der insgesamt sechs Taschen erlauben durch das "Airnet Storage System" eine Volumenerweiterung sowie Entlüftung von Körperwärme.
Passform und Komfort: Zwar gibt es zahlreiche Größen, doch die Abstufungen sind nicht ganz nachvollziehbar. Größe M wirkt zu eng, Größe L zu weit. Auf dem Motorrad ist der Komfort sehr hoch.
Schutz und Sicherheit: Abriebschutz, Reißfestigkeit, Schlagdämpfung und auch Hitzebeständigkeit sind unterdurchschnittlich. Für Klasse A vielleicht okay, für flottes Motorradfahren aber nicht.
MOTORRAD-Urteil: befriedigend
Fazit: Für eine A-zertifizierte Hose schlägt sich die LS2 gut, doch ganz ohne Hautabschürfungen würde es bei Landstraßentempo nicht gehen. In der Stadt oder gemächlich entlang der Küste kann die Coast ihre Stärken wie Beweglichkeit und Komfort ausspielen.
14. Platz: RST Tapered Fit (A)

14. Platz: RST Tapered Fit. MOTORRAD-Urteil: befriedigend.
- Preis: 179,95 Euro
- Bundweiten: 30 bis 34; Längen: Short Leg, Normal, Long Leg; Farben: Schwarz, Blau
- Aufbau: einlagige Five-Pocket-Jeans aus Stretch-Denim mit Aramid-Verstärkungen
- Materialinfo: 98 % Baumwolle, 2 % Elasthan; Futter aus 52 % Polyester und 48 % Baumwolle
- Protektoren: Knie (Typ A, Level 1, höhenverstellbar)
- Messwerte (Größe L Long Leg): Bundweite: 86 bis 100 cm; Außenbeinlänge: 111 cm; Innenbeinlänge 82 cm; Gewicht: 1144 g
- Herstellungsland: Pakistan
Aufbau und Ausstattung: Die Tapered Fit mutet an wie eine sehr schlichte, elegante 5-Pocket-Modejeans, setzt aber auf Verstärkungen aus Aramid. Die Knieprotektoren sind in einem weiten Bereich verstellbar.
Passform und Komfort: Die Hose ist in Normal-, Kurz- und Langgröße erhältlich und sitzt knackig-eng. Die Nähte sind nicht wirklich flexibel, dadurch zwickt es im Schritt.
Schutz und Sicherheit: Im Etikett steht zwar nichts davon, doch zum Glück besitzt die RST Doppelungen aus Aramid. Diese sitzen jedoch nicht immer dort, wo sie gebraucht würden, sodass die Löcher im schwachen Obermaterial teils bis auf die Haut gehen würden.
MOTORRAD-Urteil: befriedigend
Fazit: Das Obermaterial selbst bietet wenig Abriebschutz und verlässt sich auf das Aramidfutter als eigentliche Schutzlage. Doch diese lässt am Bund etwa vier Zentimeter ungeschützt, und genau dort entstanden im Test zwei Löcher. Das ist eine Fehlkonstruktion.
15. Platz: Oxford OA Super Stretch MS Slim (AA)

15. Platz: Oxford OA Super Stretch MS Slim. MOTORRAD-Urteil: gut.
- Preis: 159,95 Euro
- Bundweiten: 30 bis 38; Längen: 30 bis 34; Farben: Schwarz, Blau
- Aufbau: Slim-Cut-Jeans aus Armourlite mit Verstärkungen
- Materialinfo: 70 % Baumwolle, 28 % Polyester, 2 % Elasthan; Protektorentaschen aus Nylon
- Protektoren: Knie (Typ B, Level 2), Hüfte (Typ A, Level 1)
- Messwerte (Größe 32/32): Bundweite: 84 bis 100 cm; Außenbeinlänge: 99 cm; Innenbeinlänge 73 cm; Gewicht: 1188 g
- Herstellungsland: Pakistan
Aufbau und Ausstattung: Die einlagige Konstruktion kombiniert Baumwolle mit Polyester zu einem sehr stretchigen Material, jedoch wäre ein robusteres Material wie Polyamid hier zielführender. Die Protektoren sind eigentlich etwas zu groß für ihre Taschen und zudem nicht verstellbar.
Passform und Komfort: Die Hose ist skinny but stretchy, somit passt sie zwar fast jedem, doch nicht jedem gefällt diese Optik. Sie fällt zudem extrem kurz aus.
Schutz und Sicherheit: Sämtliche Protektoren müssen selbst eingebaut werden und sind nicht verstellbar, dafür aber deutlich zu spüren. Immerhin dämpfen sie gut. Demgegenüber steht das anfällige Obermaterial, das bei allen Gefahren nur wenig Schutz bietet.
MOTORRAD-Urteil: befriedigend
Fazit: Da die Protektoren eh nicht ab Werk eingebaut sind, empfiehlt sich ein direktes Upgrade auf flexiblere Knochenschützer für mehr Komfort. Insgesamt gibt sich die OA trotz engem Schnitt extrem flexibel, jedoch auch anfällig gegenüber Abrieb, Hitze und Schnitten.
16. Platz: Alpinestars Juggernaut V2 (A)

16. Platz: Alpinestars Juggernaut V2. MOTORRAD-Urteil: gut.
- Preis: 199,95 Euro
- Größen: S bis 4XL; Farben: Schwarz, Dunkelblau
- Aufbau: einlagiges Softshell-Ripstop-Gewebe mit Stretchfaser-Konstruktion und Mesh-Panels
- Materialinfo: 100 % Polyester
- Protektoren: Knie (Typ B, Level 1, dreifach höhenverstellbar)
- Messwerte (Größe L): Bundweite: 86 bis 92 cm; Außenbeinlänge: 110 cm; Innenbeinlänge 80 cm; Gewicht: 1216 g
- Herstellungsland: Bangladesch
Aufbau und Ausstattung: Alpinestars nutzt einen einlagigen Aufbau aus wasserdichtem Softshell-Ripstop-Polyester. Für Stauraum sorgen zwei per Reißverschluss verschließbare Hosentaschen plus zwei Cargotaschen. Der Knieprotektor ist nur Level 1, dämpft aber sehr gut. Eine Besonderheit ist die Weitenverstellung am Unterschenkel.
Passform und Komfort: Zwischen den Größen wächst die Hose vor allem in der Breite. Während M eher "italienisch" eng ausfällt, passt L auch zum deutschen Wohlstandsbäuchlein. Lobenswert ist die extrem hohe Beweglichkeit.
Schutz und Sicherheit: Reißfestigkeit, Abrieb- und Schnittschutz sind schlecht, das Material ist sehr hitzeempfindlich. Immerhin ist die Hose erstaunlich wasserabweisend.
MOTORRAD-Urteil: ausreichend
Fazit: Laut Zertifizierung muss die Hose nur eine Sturzgeschwindigkeit von 45 km/h aushalten. Das wäre für Motorradfahrer praxisfern, darum musste sich die Juggernaut bei Tempo 80 bewähren. Das liegt klar außerhalb ihres Wohlfühlbereichs, somit nur was für die City.

Endwertung des Motorrad-Jeans-Tests: Ein sehr breites Mittelfeld mit einem Ausreißer nach oben und einem nach unten.
Was Casual-Style-Motorradhosen leisten sollen
Sie alle eint ihre Unkompliziertheit, ihr Komfort, ihre Alltagstauglichkeit. Kein Schwitzen in starrer Rüstung, weder auf noch neben dem Motorrad. Stattdessen lässig durch die Stadt flanieren, ein Eis genießen und danach direkt wieder rauf aufs Bike. Und das Ganze zu einem im Vergleich zu Leder oder High-End-Textil überschaubaren Preis? Um herauszufinden, ob diese Kombination funktionieren kann, haben wir 40 Marken eingeladen. In zahlreichen Kategorien wollten schließlich 16 Teilnehmer zeigen, ob Style und Schutz im Budgetbereich tatsächlich zusammenpassen. Eindrucksvolles Highlight im Testprozedere dürfte wohl der Abwurf auf Asphalt bei 80 km/h sein, doch daneben mussten die Hosen auch auf dem Motorrad, beim Kontakt mit dem heißen Auspuff und in Labormessungen zur Schlagdämpfung zeigen, was sie können – und wo ihre individuellen Grenzen liegen.
Motorradjeans mit Zertifizierung A, AA oder AAA
Verbraucherorientierte Labels in Motorradbekleidung weisen seit einigen Jahren auf deren jeweiliges Schutzniveau hin. Neben dem Motorradfahrer-Piktogramm und der Norm EN 17092 findet sich dort die Einstufung in A, AA oder AAA. Je mehr, desto besser? Rein auf die Schutzfunktion bezogen: ja. Einst wurde AAA nur mit Leder in Verbindung gebracht, doch mittlerweile erreichen auch viele Jeans und ihre Verwandten eine solche Zertifizierung. Was sie dafür können müssen, erklären wir hier. Dort thematisieren wir auch, warum eine leichte A-Hose laut Definition für "ernsthaftes" Motorradfahren eigentlich kaum geeignet ist. Dennoch zeigte sich in unserem Test ausgerechnet eine A-Jeans robuster als so manche AA-Kandidatin. Dass dieses Modell (Bering Trust Straight) zudem die leichteste Testteilnehmerin war, widerlegt das alte Dogma, wonach nur eine schwere Hose auch eine sichere Hose sein kann.









