Nachgedruckt: Honda VFR 750 R im Test

Die Versuchung

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"Nur Rennfahrer kannten bisher dieses Hochgefühl. Jetzt ist die Honda VFR 750 R reif für die Straße.", so lautet der Vorspann des ersten VFR-Tests in MOTORRAD, Ausgabe 7/1988.

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Die Honda VFR 750 R aus heutiger Sicht

Den kompletten Test der Honda VFR 750 R von 1988, sehen Sie in unserer Bildergalerie. Sie können den Nachdruck auch in Originalgröße erhalten, und zwar im 8-seitigen PDF zum Download (siehe oben) aus unserem E-Kiosk.

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Die Honda VFR 750 R aus heutiger Sicht

Von Jahr zu Jahr zeigt sich mehr, wie weit die Honda RC 30 ihrer Zeit voraus war. Besitzer sind begeistert vom perfekten Gesamtpaket und freuen sich über den steigenden Wert.

Im Frühjahr 1987 gab es Gerüchte, Honda arbeite an einem Modell für die geplante Superbike-WM. Die VFR 750 R  wurde im Oktober desselben Jahres bei der Tokyo Motorshow erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt und von Anfang an nach dem Kürzel ihres Entwicklungscodes RC 30 benannt. Danach brach eine wahre Bestellflut über Honda herein: V4-Triebwerk, Titanventile, voll einstellbare Federelemente vorne und hinten, Einarmschwinge, Alutank, Verkleidung handlaminiert und, last but not least, Anti-Hopping-Kupplung. Das hatte die Welt so noch nicht gesehen.

Foto: Archiv
"Mr. Kazuo Honda: We thank you from the bottom of our hearts for this masterpiece."

Alle Exemplare wurden bei Hondas Rennabteilung HRC gebaut und wiesen eine äußerst hohe Fertigungsqualität auf. Damit ausgestattet, fuhr sie etliche Jahre in der Superbike-WM und der Langstrecken-WM unangefochten an der Spitze. Joey Dunlop war mit der RC 30 auf der Isle of Man über mehrere Jahre nicht zu schlagen. Es war letztlich die Effizienz des Gesamtpakets, die sie so erfolgreich werden ließ.

Als ich im Januar 1988 den Prospekt der RC 30 erstmals in Händen hielt, war mir bewusst – die oder keine. Nicht nur die technischen Features hatten mich begeistert, sondern auch die optische Erscheinung. Leider konnte mir mein damaliger Händler das Bike nicht vor September versprechen. Diese Wartezeit war für mich inakzeptabel. Also importierte ich die RC 30 über einen grauen Händler aus Frankreich und konnte sie im Juni 1988 zulassen. Ihre Qualitäten im Fahrbetrieb haben ein hohes Suchtpotenzial, ich werde sie zu Lebzeiten nicht mehr veräußern. Nach nunmehr 28 Jahren lässt sich unbestritten feststellen, dass sie zu Recht einen Podiumsplatz im Klassiker-Himmel belegt und der Konkurrenz um Jahre voraus war. Auch heute noch begeistert sie mich im Fahrbetrieb mit ihrer unvergleichlichen Ausgewogenheit und dem betörenden Auspuffsound – trotz SC 59 und MV 750 F4 in meinem Fuhrpark. Mr. Kazuo Honda: We thank you from the bottom of our hearts for this masterpiece.

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