Ducati Diavel 1260 auf der EICMA

Power-Cruiser noch sportlicher

Die Ducati Diavel 1260 rollt in der Standard-Variante in Grau-Schwarz an.Die S-Version gibt es ebenfalls in dieser Farbe.Die seitlichen Reflektionsstreifen sind laut Euro 4-Norm Pflicht.Die Blinker sind in den tief platzierten Kennzeichenhalter integriert.
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Ducati präsentiert auf der EICMA 2018 die neue Diavel 1260. Der Power-Roadster wird noch sportlicher und klar auf Power Naked-Bike getrimmt.

Unter dem Namen „Projekt 1309“ machte die Diavel des Jahrgangs 2019 ihre Aufwartung. Wer dabei an die Kubikzahl denkt, irrt jedoch: Der Zahlencode steht für das neunte Projekt des Jahres 2013. Bereits damals, zwei Jahre nach der Vorstellung der ersten Diavel, dachten die Entwickler in Bologna offensichtlich über eine sportlichere Version nach. Entsprechend handelt es sich beim Motor um den V-Zweizylinder Testastretta DVT mit 1.262 ccm, der auch die große Multistrada und die XDiavel antreibt und mit 156 PS bei 9.500/min sowie einem maximalen Drehmoment von 129 Nm bei 7.500/min bestens im Saft steht.

Ducati präsentiert auf der EICMA 2018 die neue Diavel 1260. Der Power-Roadster wird noch sportlicher und klar auf Power Naked-Bike getrimmt.

Auspuff und Assistenzsysteme

Anders als bei der bisherigen Diavel mündet er aber nicht in zwei Endtöpfe auf der rechten Seite, sondern in eine kompakte Auspuffanlage, die zentral unter dem Motorrad sitzt. Nach Aussage der Ingenieure verbessern sich dadurch Lenkverhalten, Schwerpunkt und Massenverteilung – kurz: der Fahrspaß wird größer und entspricht dem eines Naked Bikes.

In Sachen Ausstattung spendiert Ducati der neuen Diavel praktisch alles, was die Technik derzeit zu bieten hat: Kurven-ABS, Blipper fürs Schalten ohne Betätigung des Kupplungshebels, Wheelie- und Traktionskontrolle, Tempomat und drei unterschiedliche Fahrmodi (Sport, Touring und Urban). Dazu kommt noch die Ducati Power Launch (DPL), eine per Knopfdruck aktivierbare Starthilfe, die mit einer ausgeklügelten Regelung von Traktions- und Wheeliekontrolle zum fulminanten Ampelstart verhilft und bislang der Ducati XDiavel vorbehalten war.

Ducati Diavel 1260 wird fahraktiver

Der besseren Fahrbarkeit und dem Naked Bike-Charakter kommen die neuen Fahrwerksdaten entgegen: Der Lenkkopfwinkel wurde von 62 auf 63 Grad geändert, was dem Komfort dient, ebenso wie der von 120 auf 134 mm erhöhte Federweg am Hinterrad. Die Sitzposition bleibt gleich, denn sie wird von den Entwicklern als guter Kompromiss zwischen sportlichem und touristischem Einsatz angesehen. Die S-Version der neuen Diavel, die in Misano zu sehen war, punktet mit einem Öhlins-Fahrwerk, bei der Standardversion kommt selbiges von Marzocchi und Sachs.

Und die Optik? Die Diavel wirkt schlanker, grimmiger, sportlicher. Das liegt vor allem an der knackigen, kurzen Auspuffanlage, aber auch am neuen LED-Scheinwerfer, der an den der XDiavel erinnert, sowie am schmaleren Heck mit dem ebenfalls neuen LED-Rücklicht. Die Blinker sind, wie bei der XDiavel, in den tief platzierten Kennzeichenhalter integriert. Beim mächtigen Hinterrad bleibt es, doch wegen der veränderten Motorisierung entwickelte Pirelli einen speziellen Diablo Rosso 3 für das Motorrad.

Touristische Talente

Obwohl der Motor und manche optische Lösung von der XDiavel übernommen wurden, soll sich die neue Diavel noch stärker von dieser unterscheiden. Die XDiavel kam 2016 auf den Markt und ist mit ihrem langem Radstand, den weit vorn platzierten Fußrasten und der umwerfenden Optik tatsächlich ein Cruiser, wenn auch ein höchst sportlicher. Die neue Diavel hingegen gibt sich als Power-Mix: Optische Anklänge an einen Cruiser, Fahrwerksdaten wie ein Naked Bike und zudem touristische Talente – die fördert Ducati mit einem Zubehörprogramm aus Koffern, Windschild und Sissybar.

S-Version, Farben, Marktstart, Preis

Die Ducati Diavel 1260 gibt es in der Farbausführung Silber-Grau mit schwarzem Rahmen und schwarzen Rädern. Für die S-Version steht optional noch die Variante in Schwarz-Dunkelgrau mit rotem Rahmen und schwarzen Rädern bereit. Außerdem kommt sie mit komplett einstellbarem Öhlins-Fahrwerk, M50-Monoblocks von Brembo, LED Scheinwerfer mit Tagfahrlicht, Quickshifter, Multimedia-System sowie einer Widmung auf dem Sitzpolster.

Zu haben ist die neue Ducati Diavel 1260 zu Preisen ab 19.990 Euro, die S-Variante startet ab 22.890 Euro. Zu en Händlern rollt die neue Diavel ab Februar 2019.

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