Vespa Elettrica 2018

E-Vespa mit 200 km Reichweite ab 6.390 Euro

Die reine E-Version bietet 100 km Reichweite, mit einem Range Extender bestückt sollen bis zu 200 km drin sein.
Piaggio bringt zur EICMA 2018 die Serienversion der Vespa Elettrica.Die reine E-Version bietet 100 km Reichweite, mit einem Range Extender bestückt sollen bis zu 200 km drin sein.Preise für die Vespa Elettrica nennt Piaggio noch nicht.Optisch komt die Vespa Elettrica als klassische Vespa daher.
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Auf der EICMA 2017 hatte Piaggio die rein elektrisch angetriebene Vespa als Prototyp vorgestellt. Ein Jahr später soll der E-Roller in Serie gehen. Als Reichweite werden bis zu 200 km genannt. Der Preis ist happig und liegt bei 6.390 Euro.

Vespa-Roller prägen nicht nur in Italien das Straßenbild in vielen Großstädten. Was liegt also näher, als das Kultzweirad mit einem elektrischen Antrieb auszurüsten. Mit einem Prototyp hat Piaggio die Kundschaft schon lange unter Strom gesetzt. Auf der EICMA 2018 soll es endlich soweit sein und Vespa bringt die Serienversion der Elettrica.

200 Nm maximales Drehmoment

Um die Vorfreude noch etwas anzuheizen nennt Piaggio jetzt erste technische Daten. Der E-Motor kommt auf eine Spitzenleistung von 4 kW und eine Dauerleistung von 2 kW. Das maximale Drehmoment wird mit 200 Nm angegeben. Da sehen herkömmliche 50er Roller alt aus.

Mit ihrem Lithium-Ionen-Batteriepaket und einem Energierückgewinnungssystem (KERS) an Bord soll die Reichweite der Vespa Elettrica 100 Kilometer betragen. Als ladezeit werden 4 Stunden genannt. Die Ladesteckdose sitzt unter der Sitzbank, dort wo sonst der Benzineinfüllstutzen liegt. Piaggio verspricht eine Haltbarkeit von bis zu 1.000 Ladezyklen - was einer Laufleistung von 50.000 bis 70.000 km entspricht. Verbaut wird die Batterie unter dem Helmstaufach, das weiter einen Jethelm aufnehmen können soll.

Optional mit Range Extender

Der Fahrer kann zwischen den Betriebsmodi Eco und Power wählen. Im Eco-Modus wird zugunsten einer größeren Reichweite die Höchstgeschwindigkeit auf 30 km/h limitiert und die Beschleunigungsleistung etwas reduziert.

Für Langstreckenfahrer bietet Piaggio die Version Vespa Electtrica X mit Range Extender. Ein kleiner Benzinmotor treibt hier einen Generator an, der aus drei Litern Sprit Strom für bis zu 150 km generieren kann. Weil Motor und Generator Platz brauchen, schrumpft die Batterie und bietet nur noch 50 km rein elektrische Reichweite. Mit dem Range Extender liegt die Gesamtreichweite bei bis zu 200 km. Die Steuerung erfolgt vollautomatisch.

Foto: Piaggio

Cockpit lässt sich vernetzen

Natürlich lässt sich die Vespa Elettrica auch vernetzten. Das 4,3 Zoll große Farb-TFT-Display im Cockpit kann mit dem Smartphone gekoppelt werden. In Verbindung mit einer speziellen App wird das Cockpit zum verlängerten Smartphone-Arm. gesteuert werden die Features mit Knöpfen am Lenkerende.

Optisch bleibt die Vespa auch mit E-Antrieb eine echte Vespa mit Karosseriebauteilen aus Blech. Vorne rollt sie auf einer 12-Zoll-Felge, hinten dreht sich ein 11-Zoll-Rad. Alle Beleuchtungselemente setzen auf LED-Technik, im Handschuhfach lauert ein USB-Anschluss. Darüber hinaus lässt sich auch die Vespa Elettrica umfangreich wie andere Vespa auch individualisieren.

Die Produktion der Elektro-Vespa startet im September, auf den Markt kommt sie ab Ende Oktober. Vorbestellungen sind  bereits ab dem 8. Oktober 2018 möglich. Als Grundpreis werden auf der Bestellwebsite 6.390 Euro angegeben. Wer bereits vorbuchen möchte muss zudem 600 Euro anbezahlen, die dann auf den Kaufpreis angerechnet werden.

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