Vorstellung

Kawasaki ZRX 1100

Optisch an historischen Vorbildern orientiert, technisch auf aktuellem Niveau: Mit der ZRX 1100 beginnt bei Kawasaki eine neue Big Bike-Ära.

Kawasakis jüngste Interpretation des Themas Big Bike wurzelt tief in den frühen 80er Jahren, als sich die Aushängeschilder der japanischen Motorradhersteller in erster Linie durch potente Triebwerke in impotenten Fahrwerken »auszeichneten«. So ziemlich das Letzte, was man diesen Vierzylinder-Boliden nachsagen konnte, war Renntauglichkeit. Was die Amerikaner - wen sonst - nicht daran hinderte, eben diese »Superbikes« auf die Piste zu holen. Natürlich nicht im Serientrimm: Verstärkte Rahmen, breitere Räder, bessere Federelemente und standfestere Bremsen halfen den jungen Herren hinter den breiten Lenkstangen, sich in der Kunst des Driftens zu üben. Einer der erfolgreicheren Quertreiber hieß Eddie Lawson. Er bescherte Kawasaki zwei Superbike-Meisterschaften, worauf Kawasaki der Motorradwelt eine Eddie Lawson-Replika bescherte. Die quietschgrün lackierte Z 1000 R schaute oberflächlich wie das Original aus, entpuppte sich jedoch bei näherem Hinsehen - und beim Fahren - als Mogelpackung: ein stinknormales Dutzendmotorrad, das schnell wieder in der Versenkung verschwand. Als späte Genugtuung für seinerzeit bitter enttäuschte Liebhaber und als Lockmittel für neu hinzugekommene Freunde des ursprünglichen Superbike-Gedankens verspricht Kawasaki mit der ZRX 1100, klassische Erscheinungsformen und hochkarätige Technik unter einen Hut zu bekommen und mit 14 Jahren Verspätung die wahre Superbike-Replika zu liefern.Hochkarätige Technik bedeutet zunächst einmal einen Motor auf der Höhe der Zeit: einen flüssigkeitsgekühlten Vierzylinder mit zwei obenliegenden Nockenwellen, Vierventiltechnik und vibrationshemmender Ausgleichswelle. Praktischerweise mußte diese Antriebseinheit nicht neu aufgelegt werden, sondern konnte - mit ein paar angedeuteten Kühlrippen verschönert - aus der GPZ 1100 übernommen werden. Sie sitzt in einem Doppelschleifen-Stahlrohrrahmen, der vorn eine stämmige Telegabel mit einstellbarer Dämpfung und hinten eine verwindungssteife Fachwerkschwinge mit zwei allseits justierbaren »Rucksack«federbeinen trägt.Aus der Kawasaki-Sportabteilung stammt die Vorderradbremse mit Sechskolbenzangen an schwimmend gelagerten Scheiben. Sie bildet optisch den schärfsten Kontrast zum Erscheinungsbild der Maschine, die zwar nicht in Kawasaki Racing Green lackiert ist, ansonsten aber das klassische Superbike-Thema stilsicher interpretiert. In friedlicher Koexistenz zur weiterhin produzierten Zephyr hat die ZRX 1100 die Big Bike-Konkurrenz von Suzuki und Yamaha im Visier. Wodurch gewährleistet sein dürfte, daß der Preis des High-Tech-Oldies nicht in den Himmel wächst.

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