Sicherheitskampagne
Rücksicht hat Vorfahrt
BikerSOS GPS-Tracker fürs Motorrad Hersteller

BikerSOS Service wird eingestellt: Aus für GPS-Tracker-Dienst

BikerSOS Service wird eingestellt Aus für GPS-Tracker-Dienst

Die Betreiber von BikerSOS verkündeten Anfang April 2022, dass sie ihren BikerSOS-Dienst leider einstellen müssen. Der GPS-Tracker bot Unfallerkennung, Tourenaufzeichnung sowie eine Alarmanlagenfunktion.

Die Betreiber von BikerSOS informierten ihre Kunden mit folgender Mitteilung: "Leider müssen wir euch mitteilen, dass wir den Service von BikerSOS in Zukunft nicht mehr weiterführen können. Es gab in den letzten Monaten viele Gespräche mit Interessenten, um die Idee und das Produkt BikerSOS weiterzuführen, jedoch sind diese bislang erfolglos geblieben." Biker SOS versucht nun alles abzuarbeiten, aktive Abos werden beendet, Rückerstattungen bearbeitet. Weiterhin heißt es in der Information an die Kunden: "Für alle Besitzer eines GPS-Trackers werden wir die Zugangsdaten für das Gerät veröffentlichen, damit der Tracker mit anderen Systemen oder privat als Tracking-Gerät genutzt werden kann." Die aufgezeichneten Routen können als GPX-Dateien über das BikerSOS-Portal runtergeladen werden.

Das bot der BikerSOS GPS-Tracker in der Vergangenheit:

Der BikerSOS GPS-Trackers misst 90 x 72 x 30 Millimeter (LxBxH) und wiegt 250 Gramm. Er wird mit den mitgelieferten Kabelbindern und Klettverschlüssen unter der Sitzbank, unter dem Tank oder in der Verkleidung befestigt.

Diebstahlschutz per Geofence

Bisher konnte der GPS-Tracker die Spannung der Bordbatterie überwachen und eine SMS an das registrierte Smartphone senden, wenn die Batteriespannung unter eine zuvor definierte Grenze fällt. Weiterhin konnten Fahrer die Geofence-Funktion nutzen, bei der ein virtueller Sicherheitsradius für das Fahrzeug festgelegt werden konnte. Sollte das Motorrad diese Sicherheitszone verlassen, wurde der Halter per Nachricht aufs Handy alarmiert. Tourenaufzeichnungen gehörten ebenfalls zu den Kompetenzen des BikerSOS GPS-Trackers. Die Aufzeichnung einer Tour startete automatisch, sobald sich das Motorrad in Bewegung setzte. Die Tourstatistiken sind in der App aufrufbar und können heruntergeladen werden.

Unfallerkennung eCall Ready

Mit dem letzten Update spielte sich der BikerSOS GPS Tracker die Funktion zur automatischen Unfallerkennung mitsamt Notruffunktion auf. Hierfür übernahm der GPS Tracker bei jeder Ausfahrt die Funktionalität der automatischen Unfallerkennung unabhängig von der App, sobald die Funktion im Menü in der App durch den Nutzer aktiviert wurde. Nicht lebensrettend, aber eine schöne Funktion für alle, die bei ihren Touren gerne Bilder machten: BikerSOS speicherte die Fotos der Tour an den genauen Punkten der Route. Anschließend konnte, wer wollte, die bebilderte Tour mit seinen Freunden teilen.

Preise für Gerät und App

Die Hardware, also der GPS-Tracker, kostete um die 149,90 Euro. Die App gab es in einer kostenfreien und in einer kostenpflichtigen Version (ab 3,33 Euro pro Monat). Die automatische Unfallerkennung und die Notruffunktion gehörten zu den Funktionen, die der kostenpflichtigen App vorbehalten waren.

Fazit

Das österreichische Startup BikerSOS bietet mit seinem GPS-Tracker eine automatische Unfallerkennung inklusive Notruffunktion plus Diebstahlwarnung, Touraufzeichnungen und Batterieüberwachung in einem – und vor allem für jedes Motorrad zum Nachrüsten. Im April 2022 verkündete der Anbieter das Aus für das System. Investoren wurden nicht gefunden, die Geräte können privat weitergenutzt werden oder unter Umständen mit anderen SOS-Systemen kombiniert werden. Bezahlte Abos werden abgewickelt und etwaige Guthaben sollen ausgezahlt werden.