Matt Levatich Harley-Davidson

Harley-Davidson-Krise

Harley-Chef Matt Levatich tritt zurück

Der Chef der kriselnden US-Motorrad-Ikone Harley-Davidson, Matt Levatich, nimmt seinen Hut. Interims-Chef wird Ex-Puma-Boss Jochen Zeitz, der im Aufsichtsrat des Zweiradherstellers sitzt.

„Der Verwaltungsrat und das Führungsteam von Harley-Davidson werden bei der Suche nach einem neuen Vorstandschef eng zusammenarbeiten“, kündigte Zeitz an. Levatich will noch bis Ende März Zeitz beratend zur Seite stehen. Der 56-jährige deutsche Top-Manager Zeitz sitzt schon seit 2007 im Aufsichtsrat von Harley-Davidson. Er soll den Spitzenjob aber nur vorübergehend übernehmen, bis eine dauerhafte Lösung gefunden ist. Zeitz war 18 Jahre lang Vorstandsvorsitzender beim Sportartikelhersteller Puma (1993 bis 2011) und hatte den maroden Konzern zu einem Unternehmen mit Milliardenumsätzen umgebaut.

Levatich war 1994 zu Harley-Davidson gekommen und im Mai 2015 zum Vorstandschef befördert worden. Seine 26 Jahre dauernde Amtszeit war von einer tiefen Krise geprägt, die Verkäufe auf dem US-Heimatmarkt sanken 2019 das fünfte Jahr in Folge. Auch international laufen die Geschäfte schon länger nicht mehr rund. Harley-Davidson leidet unter dem von der US-Regierung angezettelten Handelsstreit mit China und der EU, der zu hohen Einfuhrzöllen auf die Produkte des Herstellers geführt hat.

Erst vor wenigen Tagen hatte auch der Harley-Davidson-Europa-Chef Christian Arnezeder seinen Abschied vom US-Motorradhersteller bekanntgegeben. Arnezeder wurde ein entscheidender Anteil an der guten Entwicklung von Harley in Europa seit 1999 zugeschrieben.

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