Jonathan Rea Motorradführerschein Screenshot Youtube-Channel Jonathan Rea

Jonathan Rea macht den Motorradführerschein

Jonathan Rea macht Motorradführerschein Superbike-Weltmeister hat bestanden

Seit 6 Jahren in Folge ist Jonathan Rea Superbike-Weltmeister und damit der beste und schnellste Fahrer in der WSBK. Fürs legal "Langsamfahren" ging er jetzt erst seinen Motorradführerschein an und bestanden.

Jonathan Rea ist zwar ein 1a-Motorradrennfahrer, aber die Führerscheinklasse A für Motorräder hatte er bisher nicht auf seiner Fahrerlaubnis vermerkt. Aufgrund der Pandemie fand er genug Zeit, um zu pauken und bestand bereits die Theorieprüfung. Für die praktische Prüfung konnte er kurz dem dem WM-Lauf in Misano noch einen ausgefallenen Termin ergattern und musste zu Hause erstmal alle Unterlagen finden. Wer kennt das nicht? Den Weg zur Prüfung konntet ihr auf seinem Youtube-Channel verfolgen.

Wie die meisten Motorradführerschein-Anwärter steht auch ein Jonathan Rea erst einmal vor der Frage: Was ziehe ich an? Ein leichter Textil-Zweiteiler oder eine Motorradjeans gehören (noch) nicht zu seiner Fahrer-Garderobe. Also heißt es für ihn Ledereinteiler, Sporthelm, Sporthandschuhe sowie -stiefel und sicherheitshalber auch noch eine Airbagweste. Über dem ganzen Ensemble weist ihn eine neonfarbene Warnweste als Anfänger aus.

Jonathan Rea Motorradführerschein
Screenshot Youtube-Channel Jonathan Rea
2020 konnte er die Fahne "6 in Row", denn er wurde das 6. Mal hintereinander Superbike-Weltmeister.

Fahrprüfung bestanden

Laut dem Prüfer hat Jonatha Rea den kurzfristg freigewordenen Termin zu einer praktischen Prüfung gut genutzt. Er habe nur wenige Fehler gemacht heißt es aus dem Mund des Prüfers. Und ja: Rea hat die Prüfung bestanden. Alles andere wäre für einen Weltmeister auch schwer in Einklang mit dem beruf zu bringen. Welches Motorrad er nun auf den Straßen fahren wird, weiß er noch nicht. Spoiler: MOTORRAD denkt es ist eine Kawasaki.

Rea lernt auf einer Kawasaki Z 650

Das Fahrschulmotorrad ist natürlich eine Kawasaki. Und auch die Z 650 warnt mit einem großen "L" am Nummernschild und über dem Scheinwerfer die anderen Verkehrsteilnehmer: Learning – dieser Fahrer ist noch am Lernen. Jonathan Rea bereitet sich für die zweiteilige praktische Prüfung vor. Zum einem geht es um die praktischen Übungen wie schneller und langsamer Slalom, Kreisfahren und Vollbremsung. In einem anderen Teil der praktischen Prüfung muss er zeigen, wie er sich als Motorradfahrer im realen Verkehr schlägt.

Als größten Unterschied zwischen Rennstrecke und Straße nennt er nicht etwa die Geschwindigkeit, sondern die vielen neuen Eindrücke, die verarbeitet werden müssen. Die Aufmerksamkeit eines Straßenfahrers muss viel breiter ausgerichtet sein, um den hinteren und seitlichen Verkehr mit berücksichtigen zu können. Als eine der größten Herausforderungen nennt er den "Lifesaver"-Blick, den er jedes Mal machen muss, bevor er losfährt: Schulterblick links, Rückspiegel links, rechter Rückspiegel, Schulterblick rechts – also einmal rundum. Zum Verständnis: Jonathan Rea ist Nordire und auf den britischen Inseln gilt bekanntlich Linksverkehr. Bei uns macht diese Umsicht in umgekehrter Reihenfolge mehr Sinn.

Jonathan Rea Motorradführerschein
Screenshot Youtube-Channel Jonathan Rea
Auch ein Weltmeister muss da durch: Slalom, wenden, Gefahrenbremsung, anfahren und so weiter.

Keine Regenreifen, keine Reifenwärmer

Im Video sagt er auch, dass er das erste Mal auf ganz normalen Straßenreifen unterwegs war. Und als er ohne vorgewärmte Reifen – "nicht einmal mit Regenreifen!" – auf nassen Straßen hinter seinem Fahrlehrer herfahren musste, wünschte er sich anfangs, dass es ein bisschen langsamer zur Sache geht.

Wir sind gespannt auf das nächste Video, in dem wir den Superbike-Weltmeister höchstwahrscheinlich bei der praktischen Prüfung sehen. Wir drücken die Daumen!

Fazit

Viele Rennfahrer fangen so jung auf der Rennstrecke oder im Gelände an, dass sie den Motorradführerschein noch gar nicht machen dürfen. Je nach Erfolg bleibt dann später, wie in Reas Fall, womöglich gar nicht genügend Zeit, um zwischendurch mal eben den Lappen zu machen. Nun ist er 34 Jahre jung und hat – womöglich auch wegen der Pandemie-Auswirkungen – Zeit und Motivation für den Führerschein. Wir sind gespannt, welche Kawasaki sein 1. Straßenbike wird.

Kawasaki Z 650
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