MOTORRAD action team Kurvenschule Fahrtraining Baden Airpark RACEPIXX
MOTORRAD action team Kurvenschule Fahrtraining Baden Airpark
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MOTORRAD action team Kurvenschule Fahrtraining Baden Airpark 8 Bilder

MOTORRAD action team Kurvenschule

Selbstversuch des MOTORRAD-Volontärs

MOTORRAD-Volontär Fabian Dresler schnappte sich die Triumph Street Triple aus unserem Dauertestfuhrpark und mischte sich unter die Teilnehmer der MOTORRAD action team-Kurvenschule am Baden Airpark – ein Fahrtraining steht schließlich jedem gut, zu lernen gibt es immer etwas.

Mittlerweile haben auch die bekennenden Schönwetterfahrer ihre Schätzchen aus der hinteren Ecke der Garage vorgeschoben und den Staub abgeklopft. Die Motorradsaison hat längst begonnen. Damit alle geplanten und ungeplanten, kleinen und großen Touren souverän und vor allem sturzfrei bleiben, lohnt es, sich immer wieder aufs Neue grundlegend mit dem Bike und dem eigenen Können vertraut zu machen. Ein Motorradtraining auf abgesperrtem Gelände mit persönlichem Feedback von professionellen Instruktoren ist da optimal – egal ob für den ambitionierten Landstraßen-Sportler, den gemütlichen Cruiser oder den Berufskradfahrer aus der MOTORRAD-Redaktion.

Das Programm bei der action team-Kurvenschule: Slalom, Kreisbahn, Handlingparcours am Vormittag und intensives Training der Ideallinie am Nachmittag. Das verpricht mit unserer Dauertest-Streety viel Spaß, sie ist das perfekte Gerät für den engen Fluplatz-Rundkurs.

Motorradtraining für jedes Niveau

Aber einfach drauf los geheizt wird bei der Kurvenschule nicht. Das Motto lautet: Langsam und sicher schnell werden. Beim ersten Blick über den Parkplatz wird klar, dass hier jede Art Motorrad und jede Art Motorradfahrer willkommen ist. Einteiler tragende Supersportler-Besitzer parken neben Reiseenduristen in Gore Tex-Kluft und Chopper-Treibern in klassischer Ledertracht. Hier findet jeder gleichgesinnte Mitstreiter im eigenen Leistungsbereich.

Überprüfung der Selbsteinschätzung

Im Vorfeld haben sich alle Teilnehmer selbst einer der vier Gruppen, von moderat bis sehr schnell zugeordnet. Ob diese Selbsteinschätzung auch realistisch ist, wird beim Sichtungsfahren ermittelt. Bedeutet: Ein paar Runden um den Kurs drehen, damit die Instruktoren das Niveau einschätzen können. Danach wird gegebenenfalls nochmal umsortiert, um homogene Gruppen zusammenzustellen. Endgültig ist die Einteilung aber nicht – wer im Laufe des Tages schneller lernt, kann jederzeit zur nächst schnelleren Gruppe wechseln.

Im Slalomparcours lächeln nicht vergessen

Los geht’s nach dem Sichtungsfahren mit dem Slalom. Hier ruft Instruktor Bernd den Teilnehmern nochmal ins Gedächtnis: Gewicht richtig verlagern, Oberkörper mitnehmen, am Lenker drücken, um einzulenken, die andere Hand zur Übung auch mal ganz vom Griff nehmen. Und natürlich die sagenumwobene Blickführung: „Wo du hinschaust, fährst du hin“, sagt Bernd lachend und fügt hinzu: „Klingt plump, aber wenn Rossi immer nur auf Marquez vor ihm und nicht dran vorbeischauen würde, dann könnte er ihn nie überholen.“ Ein ambitionierter Vergleich, passt aber super. Also gleich nochmal durch die Pylonen und ganz bewusst auf die Blickrichtung achten. Achja, ganz wichtig: „Das Lächeln nicht vergessen“, erinnert Bernd. Das kommt inzwischen schon ohne daran denken zu müssen von ganz alleine.

Schräglagentraining auf der Kreisbahn

Die nächste Station: Kreisbahn. Hört sich nach lahmer Grundfahrübung aus der Fahrschule an, ist aber die beste Möglichkeit, Körperhaltung und Schräglage sicher zu trainieren. In endloser Kurvenfahrt können Haltungsfehler gefahrlos aufgedeckt und abtrainiert werden. Streety tastet sich langsam in tiefere Regionen vor, liegt brettstabil und gibt ihrem Reiter immer mehr Sicherheit. Der kann zukünftig noch darauf achten in Linksbögen das leichte „Fragezeichen“ aus dem Oberkörper zu bekommen, sich mit dem Oberkörper also mehr in Richtung der Schräglage lehnen.

Haltung annehmen beim Handlingparcours

Mit neuem Vertrauen geht es weiter zum Handlingparcours. Jetzt geht es um die richtige Linienwahl und die Körperhaltung. Der Instruktor zeigt wie es aussehen soll und wir fahren hinterher. In der Nachbesprechung gibt es dann persönliche Hilfestellungen. Hier den Oberkörper weiter verlagern, dort den Ellbogen anwinkeln. Mit den Fortschritten kommt allgemeine Zufriedenheit auf und die Teilnehmer tauschen sich immer lockerer untereinander aus. Frage in die Runde: „Wie viel seid ihr dieses Jahr denn schon gefahren?“ Die Bandbreite der Antworten ist ebenso groß wie die der Motorräder. Von „Ich fahre immer, auch den ganzen Winter durch“ bis „Der Weg hierher waren für mich dieses Jahr die ersten Kilometer“ ist alles dabei.

Video-Analyse inklusive

Nach dem Mittagessen lassen wir dann die Grundübungen hinter uns und feilen weiter an Haltung und Linie. Instruktor Sven zeichnet die Ideallinie inklusive Beschleunigungs- und Bremspunkte auf eine Streckenkarte ein. Beim Videostudium zwischen den Turns kann sich dann jeder selbst vom Lernprozess überzeugen. Hier und da blickt man in verdutzte Gesichter – kaum zu glauben, wie weit das eigene Empfinden der Haltung beim Fahren von dem abweicht, was auf der Leinwand zu sehen ist. Das motiviert in der nächsten Runde nochmal etwas zuzulegen. Statt nur hinterher zu fahren lässt uns Instruktor Sven nun vor sich fahren. Wir müssen die Linie selbst finden. Gar nicht so leicht! Wir verzichten deshalb auf das freie Fahren und halten uns an Sven, der bereits ein sportliches Tempo vorgibt und bekommen dafür noch mehr Input.

Fortschritt und Zufriedenheit

Viel zu schnell ist der Tag mit dem MOTORRAD action team auch schon wieder vorbei. Nach den vier Turns am Nachmittag ist die Aufnahmefähigkeit aber auch ausgereizt und die Erschöpfung deutlich spürbar. Die Zufriedenheit ist dafür umso größer. Wir finden niemanden, der sich nicht sicherer fühlt als noch am Morgen oder der behauptet nichts dazugelernt zu haben. Viele bleiben noch eine Nacht, um das Programm gleich am folgenden Tag wieder zu durchlaufen – dann natürlich mit höheren Zielen.

Für den MOTORRAD-Volontär und die Streety geht es am selben Abend zurück in die Redaktion. Ross und Reiter haben viele neue Erfahrungen gesammelt und sind jetzt heiß auf mehr vom MOTORRAD action team – das nächste Perfektionstraining ist schon mal im Kalender markiert.

Next Level: Perfektions- und Renntrainings

Wer nach der Kurvenschule mit dem Rennstreckenvirus infiziert ist und sich noch weiter verbessern möchte, wird bei den Perfektions- und Renntrainings des MOTORRAD action teams fündig. In diesem Jahr sind zum Beispiel noch ein paar Plätze auf der legendären Nürburgring-Nordschleife frei. Für Offroad-Fans stehen auch Supermoto- und Enduro-Trainings auf dem Plan. Mehr Infos und alle Termine unter: www.motorradonline.de/actionteam

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