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MV Agusta 5-Jahres-Plan: 30 Mio Euro-Investition

MV Agusta mit 5-Jahres-Plan Weitere 30 Mio Euro Kapitalerhöhung

Nach der Finanzspritze 2019 für MV Agustas Fünf-Jahres-Plan, folgen 2021 weitere 30 Millionen des russischen Investors. Unter anderem auch, um die Entwicklung von Elektromotorrädern und Adventure-Bikes voranzubringen.

Zu den erklärten Zielen des 2019 vorgestellten Fünf-Jahres-Plans gehören ein Verkaufsvolumen von über 25.000 Maschinen weltweit sowie eine deutliche Ausweitung des aktuellen Vertriebsnetzes. Die Italiener wollen sich dabei vor allem auf die Märkte in Europa, Asien und die USA konzentrieren.

Weitere 30 Mio Kapitalerhöhung

Seit 2019, als die Familie Sardarov der alleinige Anteileigner von MV Agusta wurde, investierten sie über 150 Millionen in das Unternehmen. Nach der Vorstellung des MV-Modellprogramms 2021 kündigte MV Agusta eine Kaptalerhöhung von 30 Millionen Euro an. Auch diese Investition soll in den Fünf-Jahres-Plan einzahlen und auch für die Entwicklung von Elektromotorrädern und Adventure-Bikes eingesetzt werden.

Timur Sardarov, CEO von MV Agusta, priorisiert aber auch, das Unternehmen von allen Schulden zu befreien, was nun mit dem auf 70 Millionen erhöhten Nettovermögen erledigt sein soll: "Eines meiner ersten Ziele war es, die finanzielle Belastung des Unternehmens zu lösen und die Grundlagen für ein Wachstum zu legen. Nun sind diese Ziele erreicht und wir können mit neuem Vertrauen in die Zukunft blicken." Sardarov kündigt einen Energieschub für MV Agusta an allen Fronten an – vom Design über die Entwicklung und Produktion neuer Motorräder bis hin zum Ausbau des Händlernetzwerks und der Unterstützung von bestehenden MV-Kunden.

Der CEO kündigt an: "Im Jahr 2021 erwarten wir zum ersten Mal in unserer Geschichte einen Umsatz von über 100 Millionen Euro und werden diesen Wert innerhalb der nächsten drei Jahre verdreifachen."

Mittelklasse-Bikes mit Partner in Asien

Das angestrebte hohe Verkaufsvolumen wollen die Italiener vor allem mit neuen, in der Mittelklasse angesiedelten Baureihen erreichen. Dazu hatte der italienische Traditions-Motorradhersteller im Juli 2019 mit dem chinesischen Loncin-Konzern eine Partnerschaft über den Bau kleiner MV-Modelle vereinbart, die er aber 2021 wieder aufkündigte. "Das machen wir nicht mehr. Aufgrund der Pandemie wurde es für uns zu schwierig, mit Loncin korrekt zu kommunizieren und Leute dort hinzuschicken, um das Projekt kontrolliert aufzubauen. China war ja praktisch ein Jahr lang im Lockdown. Deshalb haben wir den Vertrag aufgelöst."

Die Einsteigermodelle von MV Agusta sollen aber auch künftig aus Asien kommen. Wer der neue Partner wird, steht noch nicht fest. Anbieten würden sich beispielsweise QJ Motor aus China (Benelli-Mutter) oder Bajaj in Indien, die bereits Erfahrungen mit KTM und Triumph haben. Mehr zur beendeten Zusammenarbeit mit Loncin steht hier.

Fazit

Wer hat, der hat. Die Eigentümerfamilie Sardarov buttert ordentlich rein bei MV Agusta. Wir sind gespannt, ob und wann das Unternehmen anfängt, mit MV-Motorrädern Geld zu verdienen.

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