Suzuki SV 650/S gebraucht kaufen

Preis niedrig, Fahrspaß hoch

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Mit Halbschale oder nackt? Geschmacks­sache. Höchsten Fahrspaß bietet die flinke 650er in beiden Versionen. Auch über den Gegenwert als Gebrauchte gibt es keine zwei Meinungen: Die Suzuki SV 650/S ist top!

Preis niedrig, Fahrspaß hoch? Perfekt. War bei der Markteinführung der Suzuki SV 650 im Jahr 1999 so. Knapp über 70 munter frei­gesetzte Pferdchen, eine erstaunliche Leichtigkeit, mit der sich das gut 190 Kilo schwere Motorrad über die Landstraße wedeln lässt, ohne dabei zu agil oder unruhig zu wirken, sparsamer Verbrauch, gute Ergonomie für ­unterschiedlich große Fahrertypen sowie ein keineswegs langweiliges Design. Die anfänglich zu weiche Gabel ließ sich für kleines Geld mit neuen Federn verbessern. All das überzeugte seinerzeit enorm viele Neu- und Wiedereinsteiger. Aber auch alte Fahrfüchse auf der Suche nach einer sportlichen, aber voll alltagstauglichen Fräse. Die 650er verkaufte sich jedenfalls allein in den ersten zwei Jahren in Deutschland gut 10.000-mal!

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Nach dem Relaunch 2003 mit dem neuen Typ WVBY war der Hype jedoch vorbei, obwohl die renovierte Mittelklassemaschine in allen Belangen besser war als das Vormodell: Einspritzung, besseres Fahrwerk, ab 2007 mit ABS. Doch das kantigere Design mit kostenoptimiertem Druckguss-Profilrahmen mochte anfänglich den SV-Fans nicht so gut gefallen. Und die Konkurrenz schlief auch nicht: Kawasaki kam 2005 mit der auch quirligen, gleich starken und sexy aussehenden ER-6. Die Suzuki SV 650 verkaufte sich in diesem Jahr nur noch 1500-mal, im Jahr 2008 klägliche 500-mal. Das bedeutete das Aus für den deutschen Markt, und die SV 650 geriet etwas in Vergessenheit. Gut für Secondhand-Jäger, denn nun gilt erst recht: Preis niedrig, Fahrspaß hoch.

Gebrauchte Suzuki SV 650 S auf markt.motorradonline.de

Gebrauchte Suzuki SV 650 auf markt.motorradonline.de

Besichtigung

Foto: Archiv
Die erste Serie der SV 650 galt 1999 als Überraschung in der bis dahin eher biederen unteren Mittelklasse und avancierte zum Bestseller.

Unter der Vielzahl der Gebrauchtofferten gibt es vergleichsweise viele Suzuki SV 650/S, an denen unkundig Hand angelegt wurde. Unbedarfte junge Einsteiger „peppen“ gern ihr aus mehrfacher Vorbesitzerhand günstig erworbenes Motorrad mit aus dem Internet zusammengeklaubten Anbauteilen auf. Solange es sich nicht nur um Felgenzierstreifen handelt, sollte man bei solchen Exemplaren lieber zweimal hinschauen, ob alle Teile eingetragen und ordentlich angebracht sind. Gerade bei der Auspuffanlage
wird gerne gepfuscht. Da Topf und Sammler verschweißt sind, setzten einige SV-Eigner die Säge an, um einen Nachrüstschalldämpfer zu ins­tallieren – das ist mit Vorsicht zu genießen! Kleines Ärgernis, aber üblich: Das Zündschloss hakt des Öfteren. Der V2 gilt als sehr haltbar, Laufleistungen über 50.000 Kilometer sind kein Problem. Bei der Probefahrt auf Kupplung und Getriebe achten. Wenn es hakt, hat sich oftmals nur der Ausrückmechanismus verstellt.

Marktsituation

Das Angebot an gebrauchten Suzuki SV 650 ist enorm, wobei fast zwei Drittel der Offerten von Privatanbietern inseriert werden. Oft jedoch überteuert nach dem Motto: Man kann es ja mal versuchen, ein Platz auf dem Internet-Marktplatz kostet zunächst ja nichts. Das bietet für Interessenten jedoch die Chance, gnadenlos zu feilschen, zumal selten lange Anfahrtswege zur Besichtigung nötig sind. Wem das nicht liegt: Händler haben realistischere Preise, aber Schnäppchen unter 1500 Euro sollte man bei gewerblichen Anbietern nicht erwarten. Einen klasse Gegenwert bieten SV 650 des Typs WVBY ab 2003 mit nur einem Vorbesitzer und gut dokumentierter Werkstatthistorie.

Dann sind auch Laufleistungen von mehr als 30.000 Kilometern in der Regel unproblematisch, und solche Maschinen gibt es schon für gut 2500 Euro. Ab 4000 Euro hingegen lassen sich selbst top gepflegte, mit ABS ausgestattete Suzuki SV 650 mit nur vierstelligem Tachostand kaum verkaufen, da es fürs gleiche Geld bereits ordentliche Gebrauchtexemplare der Nachfolgerin Suzuki Gladius gibt. Nackte SV 650 und S-Version werden zu ähnlichen Preisen gehandelt. Einsteiger aufgepasst: Der Markt bietet erfreulich viele 34- und 48-PS-Varianten.

Verfügbarkeit am Markt: sehr hoch

Preisniveau in Euro Baujahre  km-Stand
Niedrig  1000-2000  1999-2000  20.000-60.000
Mittel 2100-3200  1999-2008  10.000-30.000
Hoch 3300-4200  2003-2008 5000-20.000
Typ im Programm  Verkäufe
AV 1999-2002 17.944
WVBY 2003-2008 10.616

Technische Daten

Motor

Wassergekühlter Zweizylinder-Viertakt-90-Grad-V-Motor, vier Ventile pro Zylinder, Nasssumpfschmierung, Einspritzung, ungeregelter Katalysator mit Sekundärluft­system, mechanisch betätigte Mehrscheiben-Ölbadkupplung , Sechsganggetriebe, O-Ring-Kette.
Bohrung x Hub: 81,0 x 62,6 mm
Hubraum: 645 cm³
Nennleistung: 53,0 kW (72 PS) bei 9000/min
Max. Drehmoment:  64 Nm bei 7200/min

Fahrwerk

Brückenrahmen aus Aluminium, Telegabel, Zweiarmschwinge aus Aluminium, Zentral­federbein mit Hebelsystem, verstellbare Federbasis, Doppelscheibenbremse vorn, Scheibenbremse hinten.
Alu-Gussräder: 3.50 x 17; 4.50 x 17
Reifen: 120/60 ZR 17; 160/60 ZR 17

Maße und Gewichte

Radstand 1440 mm, Lenkkopfwinkel 65,0 Grad, Nachlauf 102 mm, Federweg v/h 130/137 mm, Sitzhöhe* 810 mm, Gewicht vollgetankt* 194 kg, Tankinhalt/Reserve 14/3 Liter.

Messungen

Höchstgeschwindigkeit**: 200 km/h
Beschleunigung: 0–100 km/h3,7 sek
Durchzug: 60–100 km/h4,7 sek
Verbrauch (Landstraße): 5,0 l/100 k

*MOTORRAD-Messungen, **Herstellerangaben

Modellpflege

Foto: fact
Besonders die halb verschalte S-Variante kam bei sportlich orientierten jungen Einsteigern gut an, sogar Cup-Rennen wurden mit ihr ausgetragen.

1999: Markteinführung. Typ: AV mit Vergasermotor, 71 PS. Leergewicht: 185 kg (S-Version: 189 kg). Preise SV 650/SV 650 S: 11090 Mark (5670 Euro)/11 790 Mark (6028 Euro).

2002: Telegabel mit einstellbarer Federbasis. Preise SV 650/SV 650 S: 6330 Euro/6640 Euro.

2003: Neuer Typ: WVBY. Neuer Druckguss-Aluminium-Rahmen, Einspritzung, ungeregelter Katalysator, 72 PS. Fahrwerk: modifizierte Federung und Dämpfung. Neues, kantigeres Design. Leergewicht: 188 kg (S-Version: 192 kg). Preise SV 650/SV 650 S: 6460 Euro/6900 Euro.

2004: Heckrahmen 40 Millimeter niedri­ger, geänderte Sitzposition, Fußrasten und Auspuff neu positioniert, kleinere Hinterradabdeckung. Preise SV 650/SV 650 S: 6475 Euro/6640 Euro.

2005: Kupplung und Steuerkettenspanner modifiziert, Kühler um 40 Millimeter schmaler. Kleine Cockpitverkleidung für SV 650 serienmäßig. Preise SV 650/SV 650 S: 6475 Euro/6640 Euro.

2007: Größere Modellpflege. Motor mit Doppelzündung, geänderte Einspritz- und Auspuffanlage. In Deutschland nur noch mit ABS erhältlich. Leergewicht: 197 kg (S-Version: 199 kg). Preise SV 650/SV 650 S: 6490 Euro/6790 Euro.

2008: In Deutschland letztes Jahr im Programm. Preise SV 650/SV 650 S: 6490 Euro/6790 Euro.

Technische Daten SV 650/S (2006-2008)

Technische Daten SV 650 (2003-2005)

Technische Daten SV 650 S (2003-2005)

Angebote für die Suzuki SV 650 und Suzuki SV 650 S

Gebrauchte Suzuki SV 650 und SV 650S in Deutschland

Der Naked-Bike-Verkaufsschlager von Suzuki, die SV 650, ist in großer Zahl auf dem Gebrauchtmarkt vorhanden. Der quirlige, leicht zu fahrende Motor mit sattem V2-Klang konnte viele Fans sammeln. Wer sich selbst auch noch zu den SV 650 Fahrern zählen möchte, der sollte einen Blick in die Gebraucht-Motorradbörse werfen. Dort gibt es die SV 650/S in top Zutsand und sehr günstig: Gebrauchte Suzuki SV 650 und SV 650S in Deutschland

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