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Dirk Schäfer

Motorrad-Tourentipp - Abseitige Tour

Lessinische Alpen – Gardasee Hinterland

Tourentipp

Auf dieser Tour geht es in die einsamere Bergregion östlich des Monte Baldo und nördlich von Verona. Hinter der Etsch tut sich ein Wunderland, das sich dem touristischen Gedränge am Gardasee entzieht.

Mit dem wenig bekannten Passo Fittanze gibt es einen ersten Paukenschlag, den fahraktive Naturen begrüßen werden. Mit dem Pasubio-Pass und seiner wechselhaften Geschichte kommt ein weiteres Highlight hinzu. Die spärlich bewachsene Hochebene des Naturparks Lessinia macht offroad-ambitionierten auf einem Rundkurs den Mund wässrig und wartet mit großartigen Ausblicken auf die schroffen Dolomit-Wände der Carega-Gruppe und der kleinen Dolomiten. In den engen und zum Teil steilen Spitzkehren ist Erfahrung gefragt. Die Schotterrunde durch den Naturpark ist optional.

Strecke: ca. 230 km / Fahrtdauer: ca. 6 Stunden (ohne Pausen), 1,5 Tage mit Übernachtung im Rifugio Branchetto.

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Roadbook

Auftakt in Ala an der Etsch ➤ auf der SS12 nach Süden Richtung Verona, 1,8 km hinter dem Ortsausgang von Ala nach links auf die SP211 Richtung Monti Lessini, ab jetzt sehr enge Fahrbahn, 12 Spitzkehren, anspruchsvoll für Einsteiger, Felstunnel am oberen Ende, immer wieder tolle Aussichten auf das Etschtal ➤ 13 km nach dem Abzweig auf die SP211 ist der Passo Fittanze erreicht.

Auf der Anhöhe einfache, urige Bar mit Blick Richtung Monte Baldo ➤ weiter auf SP211, spitzwinklige Einmündung vor Erbezzo, links auf die SP13 Richtung Bosco Chiesanuova, Erbezzo rechts liegen lassen, auf SP13 bleiben ➤ 9,2 km nach der Einmündung auf die SP13, geschichtete Steinmauer linkerhand, an deren Ende sehr spitze, schlecht beschilderte Einmündung nach links Richtung San Giogio ➤ 250 m später wieder spitzwinklige Kreuzung, wieder links Richtung San Giorgio ➤ Straße jetzt weitläufiger, nach 7,2 Kilometer linkerhand das Rifugio Branchetto, Rast oder Übernachtung ➤ 1,6 km hinter dem Rifugio zweigt die locker zu befahrende Schotterpiste in den Naturpark Lessinia ab (optional), auch mit Straßenmotorrädern (langsam) befahrbar, immer auf der Hauptpiste halten.

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Nach 12 km ist der Spaß und die Aussicht auf die Caraga-Gruppe (erst mal) vorbei. Die Piste geht in einen asphaltierten Fahrweg über. Dieser mündet am Passo Fittanze bzw. bei Erbezzo wieder auf die schon bekannte SP13 ➤ Weiterfahrt vom Rifugio Branchetto über den nahegelegenen Passo del Branchetto, der SP13 weiter nach Süden folgen. Neben der Straße immer wieder große Steinplatten, die als ungewöhnliche Weidezäune dienen ➤ Im ersten Weiler hinter Camposilvano (1,5 km) versteckte Einfahrt nach links Richtung Azzarino, schmaler Weg mit mäßiger Qualität aber hübschen Aussichten ➤ Nach 4 km wieder nach links auf SP13 ➤ In Sant‘ Andrea nach links auf die SP17 Richtung Bortolo. Spritziges Sträßchen mit geschmeidigem Belag.

In San Bartolo, Kaffeestopp an der Bar ReMIlla ➤ auf SP17 bis zum Abzweig nach Cracchi bleiben und dann nach links auf die SP36b. Ab jetzt buntes Kurvenwirrwarr über Crespadoro und Marana bis Novale ➤ In Novale links auf die SP43 und dann rechts nach Schio. Einmündung sehr versteckt hinter Zebrastreifen! ➤ lockere Auffahrt zum Passo Zovo. Pause in der Trattoria auf der Passhöhe.

Ab Schio lockeres Gleiten über die SP46 Richtung Westen/Passo Pasubio. Gebirgskulisse jetzt dramatischer, Kehren sind gut im zweiten oder dritten Gang fahrbar, sporadische Flickstellen. Auf dem Pasubio großer Parkplatz, viele Bikes. Direkt vor der Passhöhe zweigt eine Straße zum Ossaria/Gedenkturm am Pasubio ab. Erinnerung an die blutigen Schlachten am Pausbio mit mehreren Tausend Toten im ersten Weltkrieg ➤ Lockeres Ausgleiten bis Rovereto, dann auf die S12 Richtung Ala/Süden, um den Kreis zu schließen.

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