Fahrbericht Yamaha YZF-R3 (2019)

Schneller dank optimierter Aerodynamik

Foto: Yamaha 20 Bilder

Für das Modelljahr 2019 wurde die Yamaha YZF-R3 frisch herausgeputzt und technisch auf einen neuen Level gehoben. Kollege Tobi Münchinger durfte die erste Probefahrt machen.

Der Motor ist von dem Update allerdings nicht betroffen: Nach wie vor wird die R3 von einem 321 cm³ großen Zweizylinder angetrieben. Dieser leistet 42 PS und verhilft der 167 kg leichten Maschine zu flotten Fahrleistungen. Praktisch aus dem Stand weg liefert der laufruhige Antrieb ordentlich Drehmoment, drückt bei mittleren Drehzahlen kräftig und jubiliert oben heraus fröhlich-frech bis knapp 11.000 Touren. Damit verbindet der Motor zwei Tugenden. Schaltfaules Fahren klappt super, und wenn die Kehren nicht gerade enger verlaufen als am berühmten Stilfser Joch, reicht meistens der dritte Gang als Untergrenze aus.

Yamaha YZF-R3 beschleunigt auf 190 km/h

Ansonsten spurtet die Yamaha YZF-R3 auch motiviert bis in den fünfstelligen Drehzahlbereich. Wenn es schnell gehen muss oder wer sehr sportlich unterwegs ist, kann sich daher manchmal sogar auf der Landstraße den einen oder anderen Schaltvorgang sparen. Außerdem nimmt der Motor das Gas schön direkt an – sein Ansprechverhalten im untertourigen Bereich, wie beispielsweise im langsamen Stadtverkehr, dürfte allerdings ruhig eine Spur weicher ausfallen. Dies zu verbessern, wurde beim Update nicht realisiert.

Yamaha YZF-R3 Modelljahr 2019 Updates für den Nachwuchs-Sportler
Foto: Yamaha
Die Rennversion der R3 durfte Tobi Münchinger auf der Rennstrecke testen. Wie sich die Cup-R3 schlägt, lest ihr im Schwesterblatt PS 3/2019, die ab dem 13. Februar am Kiosk liegt.

Dass die Yamaha YZF-R3 des Jahrgangs 2019 trotz gleich gebliebener Motorleistung schneller ist als das Vorgängermodell, liegt an ihrer optimierten Aerodynamik. Die neue Verkleidung der YZF-R3 sorgt für neun Prozent weniger Luftwiderstand und minimiert Verwirbelungen. Infolgedessen soll der Topspeed um etwa 8 km/h höher ausfallen als zuvor; die R3 beschleunigt unverzagt bis auf knapp 190 Sachen.

Geänderte Ergonomie, verbessertes Fahrwerk

Auch bei der Ergonomie gibt es sportlich orientierte Detailverbesserungen. So sind die Lenkerhälften jetzt 22 mm tiefer angebracht und um zwei Grad weiter nach außen gestellt. Obendrein baut der Tank insgesamt zwei Zentimeter niedriger und im Bereich oberhalb der Knie genau 31,4 mm breiter, was einen besseren Kontakt zur Maschine und mehr Kontrolle über die Yamaha YZF-R3 schaffen soll. Andererseits bleibt es unverändert bei niedrigen 780 mm Sitzhöhe.

Vorne ist eine 37-mm-Gabel von KYB verbaut, die im Vergleich zur Gabel des Vorgängermodells eine höhere Steifigkeit besitzt sowie eine sportlicher ausgelegte Dämpfungscharakteristik an den Tag legt. Ähnlich verhält es sich mit dem Federbein, denn der Dämpfer verfügt über eine härtere Feder und ebenfalls über eine straffere Dämpfung. Regelrecht satt, aber dennoch nicht unkomfortabel liegt die YZF-R3 auf der Straße und legt im Winkelwerk ein erstaunliches Tempo an den Tag! Auch die neue Erstbereifung Dunlop Sportmax GPR-300 harmoniert fein mit der Yamaha, sie verliert zum Glück selbst auf nassen Asphaltflecken nicht die Haftung, die unerwartet plötzlich direkt hinter der Kurve auftauchen.

Den kompletten und ausführlichen Fahrbericht lest ihr in MOTORRAD 3/2019, ab 18. Januar 2019. Der Fahrbericht zur Cup-R3 (Rennversion) wird im Schwestermagazin PS 3/2019 zu lesen sein, ab 13 Februar hier und am Kiosk.

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