Kawasaki Ninja 300 und KTM RC 390 im Vergleichstest

Nicht nur für Einsteiger

Foto: jkuenstle.de 31 Bilder

Die Kawasaki Ninja 300 erfreut sich bereits großer Beliebtheit. Sie bekommt nun Konkurrenz von der KTM RC 390. Geringes Gewicht und ausreichend Leistung versprechen ungetrübten Fahrspaß – nicht nur für Einsteiger.

Wer seine Kumpels am Stammtisch verblüffen möchte, sollte ihnen einfach die Frage stellen, welche wohl die in diesem Jahr meistverkaufte KTM ist. Nein, es ist weder die Adventure noch die Super Duke R. Die KTM 390 Duke führt die Hitliste knapp, aber immerhin an. Da lag es beim sportlichen Auftritt der Marke nahe, einen Straßensport-Ableger mit dem famosen 390er-Einzylinder zu bauen. Zumal sich die kleinen Renner langsam, aber sicher wachsender Beliebtheit erfreuen. So ging die Kawasaki Ninja 300 bislang doppelt so oft über den Tresen wie ZX-10R und ZX-6R zusammen. Lichtblicke im darbenden Supersportsegment. Was also haben die Einstiegsrenner drauf?

Kompletten Artikel kaufen
Kawasaki Ninja 300 und KTM RC 390 im Vergleichstest Nicht nur für Einsteiger
Sie erhalten den kompletten Artikel (inkl. PDF, 6 Seiten)
2,00 €
Jetzt kaufen

Einen erwachsenen Auftritt auf jeden Fall. Die Kawasaki Ninja 300 ist der großen Schwester ZX-6R wie aus dem Gesicht geschnitten. Die kantige KTM RC 390 kommt mit grimmig dreinblickenden Scheinwerfern daher und orientiert sich optisch selbstbewusst mit orangem Gitterrohr-Fahrwerk an der großen Schwester RC8 R. Ehrensache, dass beide für Einsteiger mit Führerschein A2 taugen. Die Kawasaki, für diese Geschichte vom Filderstädter Händler Limbächer & Limbächer zur Verfügung gestellt, tritt mit drehfreudigem Twin an, der seine nominell 39 PS bei 11.000/min abfeuert. Einen Zylinder weniger, dafür 77 cm³ und 5 PS mehr, wirft die KTM in die Waagschale. Ihr Einzylinder leistet wie in der Duke 44 PS bei 9500/min. Während die Kawasaki anstandslos die Arbeit aufnimmt, muss der Anlasser der KTM RC 390 schon ein paar Sekunden orgeln, bis sich der Single ballernd ins Leben stürzt.

Kawasaki Ninja 300-Twin liebt Drehzahl

Leicht lässt sich die Kupplung der Kawasaki Ninja 300 ziehen, sacht rastet der erste Gang ein. Vom Fleck weg schmeichelt sich der Twin mit feiner Laufkultur beim Fahrer ein. Bäume reißt er unter 5000/min keine aus, doch schnurrt er brav voran, läuft ab 2000/min rund und hängt sauber am Gas. Sobald der Zeiger des analogen Drehzahlmessers die Fünf überschritten hat, erwacht der Gegenläufer zum Leben und dreht klaglos in den fünfstelligen Bereich. Seinen Marsch durch das Drehzahlband absolviert er weitgehend frei von nervigen Vibrationen und ohne unanständig laut zu werden. In höheren Lagen bekommt sein sonorer Sound lediglich eine rotzig-freche, kernige Note. Bei 11.000/min sind volle 40 PS zur Stelle.

Nächsten Gang reindrücken und weiter geht’s. Der Twin der Kawasaki Ninja 300 liebt Drehzahlen, keine Frage, kann dank feiner Laufkultur und des breiten, nutzbaren Drehzahlbands aber auch ganz entspannt über die Lande schnurren. Die Schaltarbeit ist mit der leichtgängigen Kupplung und buttriger Gangwechsel durchaus ein Vergnügen.

Fahrbericht: Kawasaki Ninja 300 Mehr Biss: Die neue Kawasaki Ninja 300 im Test

Alle Tests und Artikel zur Kawasaki Ninja 300

KTM RC 390 federleicht und zackig

Dennoch muss der Pilot der Kawasaki Ninja 300 mächtig die Knute geben, will er der KTM RC 390 folgen. Ihr Einzylinder packt schon beim Anfahren mit kräftigerem Handschlag zu und schiebt mit Nachdruck vorwärts. Das höhere Drehmoment spürt man vom ersten Meter an. Den Einzylinder allerdings auch. Mit kernigem Schlag kündet er von seinem Single-Dasein und ballert vergnügt aus dem Unterflur-Auspuff. Die KTM reagiert etwas direkter auf Gasbefehle als die Kawa, geht dafür eine Spur härter ans Gas. Der Eintopf ist ein kerniger Geselle, Vibrationen sind natürlich vorhanden, nehmen aber nie ein störendes Ausmaß an. Unter 3000/min allerdings sollte die Drehzahl nicht fallen, sonst protestiert er mit rappelndem Rundlauf. Um 5000/min verebben Vibrationen und auch ein wenig der Elan. Dennoch liefert er über den gesamten Drehzahlbereich mehr Leistung als der Kawa-Twin. Und ab dieser Marke gibt es richtig Zunder, hämmert der Single mit Verve davon. Seine Drehfreude gipfelt in beachtlichen 46 PS bei 9000/min. Das entspricht einer Literleistung von gut 123 PS. Für einen zulassungsfähigen Einzylinder der Hammer. Kurz vor dem roten Bereich fordert der im Cockpit aufflackernde Schaltblitz den nächsten Gang im knackigen Sechsganggetriebe, wer weiter dreht, wird kurz darauf vom hart einsetzenden Begrenzer eingefangen.

Da hat die Kawasaki Ninja 300 auf kurvenreichen kleinen Sträßchen, so sehr sie auch ausgepresst wird, Mühe zu folgen. Wobei die KTM RC 390 freilich von ihrer deutlich kürzeren Übersetzung profitiert. Bei rund 170 km/h rennt sie in den Begrenzer. Bei diesem Tempo halten sich auch bei der Kawa Leistung und Fahrwiderstände die Waage. Doch bleiben bei ihr noch gut 600 Umdrehungen Luft bis zum roten Bereich. Alleine am Motor liegt es aber nicht, dass sie sich mächtig strecken muss, um den Anschluss zu halten. Ist die Kawa wunderbar handlich, legt die KTM noch eine Schippe drauf. Wie federleicht und zackig, fast schwerelos sie sich abwinkeln lässt, ist eine Wucht.

KTM RC 390 Cup im Fahrbericht Jungbrunnen für MOTORRAD-Tester

Vollgetankte KTM 164 Kilo, stattliche 177 für die Ninja 300

Die Fahrwerksgeometrie der KTM RC 390 ist mit steilem Lenkkopfwinkel (66,5 Grad), kurzem Radstand (1340 mm) und ultrakurzem Nachlauf (88 mm) deutlich raciger als jene der Kawasaki Ninja 300 mit gemäßigten 63 Grad, 93 mm Nachlauf und satten sechseinhalb Zentimeter längerem Radstand (1405 mm). Ihr Pilot sitzt entspannt, tiefer, mittig im Fahrzeug. Für Großgewachsene ist dieses Arrangement vielleicht gar etwas zu kompakt.

Dazu ist die Grüne im Kniebereich deutlich breiter als die wunderbar schmale KTM. Deren Pilot sitzt höher, mehr Richtung Vorderrad orientiert, tiefer gebückt. Und genau so sticht die KTM RC 390 in die Kurven: gierig, zielgenau, lechzt geradezu nach tiefen Schräglagen. Das Handling der Kawasaki Ninja 300 ist ­dagegen unaufgeregter, verzeihender, allerdings auch nicht von dieser knackigen Präzision. Ruhen bei der KTM statisch 54 Prozent des Gewichts auf dem Vorderrad, sind es bei der Kawa gerade knapp 49. Mit Fahrer wird die Kawasaki deutlich hecklastiger, während die Gewichtsverteilung der KTM mit nahezu 50/50 praktisch ausgewogen ist. Apropos Gewicht: Schlanke 164 Kilo zeigt die Waage für die vollgetankte KTM, stattliche 177 für die Kawa.

Hecklastigere Kawasaki bleibt bombenstabil

Doch zurück zum Kurvenräubern. Dort verhagelt das in der Zugstufe überdämpfte Federbein der Kawasaki Ninja 300 am Kurvenausgang die enge Linie, auf der die KTM RC 390 aufreizend exakt aus der Kurve prescht. So ist der Federungskomfort des Kawasaki-Federbeins – obwohl es über eine Umlenkung verfügt – recht überschaubar. Dafür spricht ihre schlichte Telegabel fein an und kümmert sich gewissenhaft um kleine wie grobe Unebenheiten, zudem ist sie ausreichend straff abgestimmt.

Ganz so sensibel geht die Upside-down-Forke der KTM RC 390 nicht zu Werke, gibt sich aber ebenfalls ausreichend straff. Das direkt angelenkte Federbein der RC 390 mit seinen ungewöhnlich langen 150 mm Federweg ist dagegen ausgesprochen weich ­gedämpft und lässt die KTM schon mal beschwingt durch schnelle, wellige Kurven wippen, ohne dass die Orange aber kippelig, instabil oder nervös wirkt. Dazu sind die Metzeler Sportec Interact M5 beim Kurvenwetzen eine sichere Bank, die in Sachen Rückmeldung und Grip, besonders im Nassen, mehr Reserven bieten als die IRC Road Winner, mit denen die Kawasaki Ninja 300 besohlt ist.

ABS-Bremsen und Verbrauch

In brenzligen Situationen können beide Piloten beim Griff zur Bremse auf ABS-Unterstützung vertrauen. Die Radialzange am Vorderrad der KTM RC 390 packt spontan und gut dosierbar zu, benötigt dann aber für heftiges Verzögern festes Zupacken. Die Kawasaki Ninja 300 wartet mit langem Leerweg am Handhebel auf, der Zweifinger-Bremsungen kaum zulässt. Ist dieser überwunden, packt der Zweikolben-Schwimmsattel ausgesprochen kräftig zu. Ordentliche Verzögerung liefern beide. Die Kawasaki kommt aus 100 km/h nach 42 Metern und damit sogar noch zwei Meter vor der KTM zum Stehen, trotz des wesentlich gröber regelnden ABS. Der Blockierverhinderer der KTM regelt wesentlich feiner und rascher. Doch hart zusammengestaucht, wird sie schneller unruhig, macht auf den letzten Metern noch ein Vorderrad-Tänzchen, die Kehrseite der sportlichen Auslegung mit kurzem Radstand und viel Vorderradlast. Die längere, hecklastigere Kawasaki dagegen bleibt bombenstabil und auf dem Boden und dank Anti-Hopping-Kupplung ungerührt in der Spur. Schluss mit Kurvenräubern. Die KTM meldet Ebbe im Tank und mahnt zum Gang an die Zapfsäule. Dort herrscht annähernd Gleichstand. Zahm bewegt genehmigt sich die KTM 3,2 Liter, die Ninja gerade mal ein Zehntelchen mehr. Woraus beim forschen Angasen schon mal 4,7 (KTM) respektive 5,3 Liter (Kawasaki) werden.

Schlicht, aber funktional gegen frech und unkonventionell

Während der Sprit in die Tanks gurgelt, bleibt etwas Zeit, die beiden näher zu betrachten. Die Kawasaki Ninja 300 wirkt gefällig, ihren Sport-Schwestern wie aus dem Gesicht geschnitten, richtig erwachsen. Die KTM RC 390 dagegen frech und knackig, unkonventionell, nicht nur wegen des kantigen Designs. Stabile Upside-down-Gabel, Radialbremse, Unterflur-Auspuff und Aluguss-Schwinge im Fachwerk-Look mit schönen Kettenspannern, das macht was her. Der Gitterrohrrahmen sowieso.

Vergleichsweise sachlich dagegen die Kawasaki Ninja 300 mit Telegabel und Stahlschwinge, schlicht, aber funktionell. Wie auch das Cockpit mit analogem Drehzahlmesser, das ansonsten aber mit Infos geizt. Nicht mal eine Temperaturanzeige ist mit an Bord. Und Dinge wie Bordcomputer oder gar Schaltblitz wie bei der KTM sucht man ­vergebens. Dafür lässt sich ihr LCD-Drehzahlmesser nur mäßig ablesen. Pfiffiges Detail der KTM RC 390 : Der Solohöcker ist der Soziussitz, weil nicht aus hartem Kunst-, sondern aus Schaumstoff.

Die Tanks sind voll, mickrige zehn Liter fasst der KTM-Tank, was ihr immerhin noch zu einer Reichweite von 313 Kilometern verhilft. Die Ninja 300 glänzt dagegen mit tourenfreundlichen 17 Litern und gewaltigen 515 Kilometer Aktionsradius, dazu bietet sie etwas besseres Licht und mehr Sicht in den Rückspiegeln und behält damit noch etwas mehr den Alltag im Blick als die KTM, die die Rolle als quirliger Brandstifter und Spaßbringer glänzend spielt.

Daten und Messwerte

Motor

  Kawasaki
Ninja 300
KTM
RC 390
Bauart Zweizylinder-Viertakt-    
Reihenmotor 
Einzylinder-Viertaktmotor
Einspritzung 2 x Ø 32 mm 1 x Ø 46 mm
Kupplung Mehrscheiben-Ölbad-
kupplung (Anti-Hopping)
Mehrscheiben-
Ölbadkupplung
Bohrung x Hub     62,0 x 49,0 mm 89,0 x 60,0 mm
Hubraum 296 cm³ 373 cm³
Verdichtung 10,6:1 12,5:1
Leistung 29,0 kW (39 PS)
bei 11.000/min
32,0 kW (44 PS)
bei 9500/min
Drehmoment 27 Nm bei 10.000/min 35 Nm bei 7250/min

Fahrwerk

  Kawasaki Ninja 300 KTM RC 390
Rahmen Brückenrahmen aus Stahl     Gitterrohrrahmen aus Stahl
Gabel Telegabel,
Ø 37 mm
Upside-down-Gabel,
Ø 43 mm
Bremsen vorne/hinten    Ø 290/220 mm Ø 300/230 mm
Assistenz-Systeme ABS ABS
Räder 2.75 x 17; 4.00 x 17 3.00 x 17; 4.00 x 17
Reifen 110/70 ZR 17; 140/70 ZR 17     110/70 ZR 17; 150/60 ZR 17
Bereifung IRC Road Winner RX 01 Metzeler Sportec M5
Interact

Maße + Gewicht

  Kawasaki Ninja 300     KTM RC 390
Radstand 1405 mm 1340 mm
Lenkkopfwinkel 63,0 Grad 66,5 Grad
Nachlauf 93 mm 88 mm
Federweg vorne/hinten     120/130 mm 125/150 mm
Sitzhöhe¹ 770 mm 820 mm
Gewicht vollgetankt¹ 177 kg 164 kg
Zuladung¹ 177 kg 171 kg
Tankinhalt/Reserve 17,0/– Liter 10,0/1,5 Liter
Service-Intervalle 6000 km 5000 km
Preis 5595 Euro 5595 Euro
Nebenkosten 180 Euro 200 Euro

MOTORRAD-Messwerte

Kawasaki Ninja 300      KTM RC 390
Höchstgeschwindigkeit 170 (170*) km/h 172 (160*) km/h
Beschleunigung
0–100 km/h 6,1 sek 5,5 sek
0–140 km/h 13,8 sek 11,4 sek
Durchzug
60–100 km/h 7,7 sek 7,3 sek
100–140 km/h 9,7 sek 7,4 sek
Verbrauch Landstraße/100 km     3,3 Liter 3,2 Liter
Reichweite Landstraße 515 km 313 km

*Herstellerangabe; ¹MOTORRAD-Messungen

Leistungsmessung

Foto: jkuenstle.de
Leistung an der Kurbelwelle. Messungen auf dem Dynojet-Rollenprüfstand 250, korrigiert nach 95/1/EG, maximal mögliche Abweichung ± 5%.

Praktisch in jedem Drehzahlbereich überflügelt der KTM-Single den Kawasaki-Zweizylinder. Der Single bietet bereits unten
herum viel Drehmoment und lebt ab 5000/min so richtig auf. Der Twin liebt ebenfalls hohe Drehzahlen, kann aber auch bereits knapp über 2000/min bewegt werden. Beide Motoren erreichen ihre Höchstleistung deutlich vor dem roten Bereich und bieten damit reichlich Überdrehreserven.

MOTORRAD-Punktewertung

Motor

  Maximale
Punktzahl   
Kawasaki Ninja 300     KTM RC 390
Durchzug 40 5 8
Beschleunigung 40 5 8
Topspeed 30 7 7*
Motorcharakteristik    30 13 15
Ansprechverhalten 20 12 13
Lastwechsel 20 12 11
Laufruhe 20 13 10
Kupplung 10 8 8
Schaltung 20 13 12
Getriebeabstufung 10 8 9
Starten 10 8 7
Summe 250 104 108

Der Kawa-Twin läuft ausgesprochen kultiviert, hat dazu ein breites nutzbares Drehzahlband nebst geschmeidigem Getriebe. Zudem springt er spontaner an und bietet eine leichtgängige Anti-Hopping-Kupplung. Doch gegen den kernigen, deutlich kräftigeren und drehfreudigen KTM-Single spielt er nur die zweite Geige.

Sieger Motor: KTM RC 390

Fahrwerk

  Maximale Punktzahl    Kawasaki Ninja 300    KTM RC 390
Handlichkeit 40 35 37
Stabilität in Kurven 40 23 25
Lenkverhalten 40 25 28
Rückmeldung 10 7 8
Schräglage 20 15 17
Geradeauslaufstabilität 20 18 18
Fahrwerksabstimmung vorn 20 11 11
Fahrwerksabstimmung hinten 20 9 11
Einstellmöglichkeiten Fahrwerk     10 1 1
Federungskomfort 10 5 6
Fahrverhalten mit Sozius 20 9 10
Summe 250 158 172

Klare Sache für die KTM RC 390. Sie ist wendiger, direkter und zielgenauer. Auch wenn sie hinten sehr weich abgestimmt ist. Das überdämpfte Federbein der Kawasaki Ninja 300 schlägt sich in der Lenkpräzision und dem Federungskomfort nieder. Dafür gefällt ihre sauber ansprechende Telegabel. Mit einem Sozius kommen beide ordentlich zurecht.

Sieger Fahrwerk: KTM RC 390

Alltag

  Maximale Punktzahl     Kawasaki Ninja 300     KTM RC 390
Ergonomie Fahrer 40 22 24
Ergonomie Sozius 20 4 5
Windschutz 20 4 4
Sicht 20 9 8
Licht 20 14 14
Ausstattung 30 7 12
Handhabung/Wartung     30 20 20
Gepäckunterbringung 10 2 1
Zuladung 10 3 3
Reichweite 30 30 18
Verarbeitung 20 11 12
Summe 250 126 121

Wer’s sportlich mag, findet selbst als Großgewachsener auf der KTM RC 390 ein kommodes Plätzchen. Dazu liefert das Cockpit reichhaltige Informationen. Die Kawasaki zeigt dafür mehr Verkehrsgeschehen und weniger Fahrerarme in den Rückspiegeln, punktet vor allem mit ihrer kolossalen Reichweite.

Sieger Alltag: Kawasaki Ninja 300

Sicherheit

  Maximale Punktzahl    Kawasaki Ninja 300    KTM RC 390
Bremswirkung 40 22 20
Bremsdosierung 30 20 21
Bremsen mit Sozius/Fading 20 11 10
Aufstellmoment beim Bremsen    10 9 9
ABS-Funktion 20 11 12
Lenkerschlagen 20 20 20
Bodenfreiheit 10 8 7
Summe 150 101 99

Beide glänzen mit ordentlicher Verzögerung. Mit leichten Vorteilen für die Ninja, deren Bremse allerdings in puncto Dosierbarkeit wegen des langen Leerwegs am Hebel Punkte einbüßt.

Sieger Sicherheit: Kawasaki Ninja 300

Kosten

  Maximale Punktzahl    Kawasaki Ninja 300    KTM RC 390
Garantie 30 15 17
Verbrauch (Landstraße)     30 28 28
Inspektionskosten 20 12 9
Unterhaltskosten 20 18 18
Summe 100 73 72

Patt bei Verbrauch und Unterhaltskosten. 6000er-Intervalle (KTM: 5000) und geringere Richtzeiten bei der Kawa.

Sieger Kosten: Kawasaki Ninja 300


Maximale Punktzahl   
Kawasaki Ninja 300   
KTM RC 390
Gesamtwertung
1000
562
572
Platzierung
2.
1.
Preis-Leistungs-Note 1,0
1,7
1,6

Sieger Preis-Leistung: KTM RC 390
Bei praktisch identischem Preis geht diese Wertung knapp an die sportlichere KTM RC 390.

MOTORRAD-Testergebnisse

1. KTM RC 390
Wendigeres Fahrwerk, kräftiger, spritziger und sparsamer Motor, viele nette Details. Dazu auf gleichem Preisniveau mit der Kawasaki. Das sind die Zutaten, dank derer die KTM siegt.

2. Kawasaki Ninja 300
Motor drehfreudig und kultiviert, Handling und Sitzposition locker und unverkrampft, riesige Reichweite, geringe Inspektionskosten. Das sind die Trümpfe der Kawasaki. Federbein und geringe Durchzugskraft kosten aber Punkte.

Gebrauchte Kawasaki Ninja 300 und KTM RC390 in Deutschland

Foto: 1000PS Marktplatz-App
Gebrauchte KTMs findet man deutlich häufiger am Gebrauchtmarkt.

Nicht nur den Vergleich gewinnt die KTM RC 390 sondern auch den Gebrauchtmarkt. Schnell wird deutlich dass die Ninja 300 bei weitem nicht so beliebt ist wie der Supersportler aus Mattighofen, wenn man sich die Anzahl an gebrauchten Kawas ansieht. Die Preisunterschiede findet ihr hier: gebrauchte Kawasaki Ninja 300 und KTM RC 390 in Deutschland.

Zur Startseite
Bekleidung IXS 207 2.0 Endurohelm IXS 207 2.0 Endurohelm für On- und Offroad-Fahrer Harley-Davidson Boom! Audio Full-Face Helm Harley-Davidson Boom Integralhelm mit Kommunikationssystem
Fahrpraxis Kurven fahren mit dem Motorrad Technik, Linie, Lenkimpuls Richtige Blickführung Technik vor und in Kurven
1000PS
Anzeige
Reisen MOTORRAD Ride mit herausnehmbarer Karte Touren, Tipps und Reisen rund um den Gardasee Dakar-Profi Jordi Arcarons Motorradreise in der Sahara Marokko-Tour mit Dakar-Profi