Kawasaki
16 Bilder

Kawasaki ZX-10RR (2017) im Fahrbericht

Erste Ausfahrt mit der neuen Power-Ninja

Kawasaki plant, weiterhin in der Superbike-WM abzuräumen. Als Homologationsmodell kommt dafür nun die auf 500 Stück limitierte und im Detail nachgeschärfte Kawasaki ZX-10RR, die MOTORRAD auf der GP-Piste in Aragon kennenlernen durfte.

Zum zweiten Mal in Folge holt Kawasaki mit Jonathan Rea und der ZX-10R den Titel in der Superbike-Weltmeisterschaft. Ein Sieg war es am Ende zwar, doch bestimmt kein geschenkter. In der zweiten Saisonhälfte mussten die Grünen mit einem erstarkten Chaz Davies auf der Ducati Panigale R schwer kämpfen. Doch für 2017 haben sie bereits vorgesorgt: Die Kawasaki ZX-10RR dient als Homologationsbasis für die nächstjährige WM-Maschine und kommt in limitierter Zahl von 500 Stück in den Handel.

Kompletten Artikel kaufen
Kawasaki ZX-10RR (2017) im Fahrbericht Erste Ausfahrt mit der neuen Power-Ninja
Sie erhalten den kompletten Artikel (inkl. PDF, 2 Seiten)
2,00 €
Jetzt kaufen

Ein bis zwei Sekunden schneller pro Runde

Nur wenige Tage nach dem letzten Superbike-Rennen in Katar gab es im Rahmen der üblichen Wintertests der Rennteams im Motorland Aragon Gelegenheit, für ein paar Runden Kontakt mit der neuen Kawasaki ZX-10RR aufzunehmen. Sie soll dank besserer Ausstattung sowie einiger Veränderungen am Motor stärker und vor allem schneller sein als eine normale ZX-10R, laut Kawasaki etwa ein bis zwei Sekunden pro Runde. Dazu rollt die Doppel-R auf leichten Marchesini-Schmiederädern, besitzt einen Schaltautomaten mit Blipper-Funktion, ein für die Rennstrecken optimiertes Fahrwerk und haftfreudige Pirelli Supercorsa SP als Erstbereifung – auch kommt sie ausschließlich als Einsitzer. Nockenwellen mit schärferen Profilen und mehr Hub sorgen für Feuer. Außerdem sind härtere Ventilfedern verbaut, DLC-beschich­tete Tassenstößel verringern die ­innere Reibung. Das verstärkte Kurbelgehäuse weist spezielle Bohrungen auf, um Pumpverluste zwischen den Zylindern zu minimieren sowie den Druckausgleich zu verbessern. Vor allem für ambitionierte Hobbyracer bietet sich die RR als ausgezeichnete Basis für weiteres Tuning an.

Ideales Spielzeug für Hobbyracer

Die Testmaschine in Aragon war zusätzlich noch mit einer Akrapovic-Komplettanlage sowie Kit-ECU mit speziellem Mapping ausgestattet. Schon aus dem Drehzahlkeller heraus drückt die nachtschwarze Ninja ohne Einbrüche mächtig, der Schub will überhaupt nicht mehr aufhören. Trotzdem geht der Vierzylinder direkt und weich ans Gas. Genau so, wie es sein soll. Desweiteren gefällt die Doppel-R mit leichtem, sehr ausgewogenem Handling. Das Motorrad bietet größeren Piloten recht viel Platz und einen guten Windschutz auf der Geraden. Bei Topspeed, in Schräglage und beim Anbremsen verhält sich die RR ausgesprochen stabil und sammelt durch ihre Ausgewogenheit Punkte. Der serienmäßige Blipper funktionierte bei den Testrunden ebenfalls tadellos. Leider gab es nur ein kleines Zeitfenster für die Probefahrt. Doch kann man schon nach dem ersten Eindruck festhalten: Die Kawasaki ZX-10RR würde als verspätetes Weihnachtsgeschenk viele Hobbyracer enorm glücklich machen.

Technische Daten Kawasaki ZX-10RR

Motor

Wassergekühlter Vierzylinder-Viertakt-Reihenmotor, eine Ausgleichswelle, zwei obenliegende, ­kettengetriebene Nockenwellen, vier Ventile pro ­Zylinder, Tassenstößel, Nasssumpfschmierung, Einspritzung, 4 x Ø 47 mm, geregelter Katalysator, Lichtmaschine 424 W, Batterie 12 V/10 Ah, me­chanisch betätigte Mehrscheiben-Ölbadkupplung (Anti-Hopping), Sechsganggetriebe, O-Ring-Kette, Sekundärübersetzung 39 : 17.

Bohrung x Hub 76,0 x 55,0 mm
Hubraum 998 cm³
Verdichtungsverhältnis 13,0 : 1
Nennleistung 147,0 kW (200 PS) bei 13.000/min
Max. Drehmoment 113 Nm bei 11.500/min

Fahrwerk

Brückenrahmen aus Aluminium, Upside-down-Gabel­, Ø 43 mm, elektrohydraulischer Lenkungsdämpfer, verstellbare Federbasis, Zug- und Druckstufendämpfung, Zweiarmschwinge aus Aluminium, Zentralfederbein mit Hebelsystem, verstellbare Federbasis, Zug- und Druckstufendämpfung, Doppelscheibenbremse vorn, Ø 330 mm, Vierkolben-Festsättel, Scheibenbremse hinten, Ø 220 mm, Einkolben-Schwimmsattel, Traktionskontrolle, ABS.

Alu-Gussräder 3.50 x 17; 6.00 x 17
Reifen 120/70 ZR 17; 190/55 ZR 17

Maße + Gewichte

Radstand 1.440 mm, Lenkkopfwinkel 65,0 Grad, Nachlauf 107 mm, Federweg vorn/hinten 120/114 mm, Sitzhöhe 835 mm, Leergewicht 206 kg, zulässiges Gesamtgewicht 386 kg, Tankinhalt 17,0 Liter.

Garantie zwei Jahre
Farben Schwarz
Preis ab 19.995 Euro
Nebenkosten 275 Euro
Zur Startseite
Motorräder Supersportler Yamaha YZF R1 Fahrbericht Tobias Münchinger Yamaha YFZ-R1 und R1 M Pfeilschnell und besser als jemals zuvor

Beide neuen R1-Versionen haben einen sehr hohen Reifegrad erreicht

Kawasaki Ninja ZX-10RR
Artikel 0
Tests 0
Modelljahre 0
Marktangebote 0
Alles über Kawasaki Ninja ZX-10RR
Meist gelesen 1 Ducati MIG-RR. Ducati MIG-RR ausprobiert Elektro-Mountainbike für 6.250 Euro 2 Honda CBR 1000 RR Fireblade Retusche Honda Fireblade 2020 Viel Hightech und viel Leistung 3 Yamaha YZF R1 Fahrbericht Tobias Münchinger Yamaha YFZ-R1 und R1 M Pfeilschnell und besser als jemals zuvor 4 Alpinestars Meta Drystar. Alpinestars Meta Drystar Textil-Leder-Motorradjacke ausprobiert 5 Honda CBR 1000 RR Fireblade (SC77). Honda CBR 1000 RR Fireblade (SC77) im Dauertest Abschlussbilanz des Supersportlers 6 Honda Africa Twin CRF 1100 leaked Honda Africa Twin Mehr Hubraum und mehr Leistung 7 Kawasaki W 800 Cafe und Royal Enfield Continental 650 GT. Kawa W 800 Cafe vs. Royal Enfield Continental GT Retro-Bikes im Vergleichstest 8 48-PS-Motorräder mit Euro 4 Modelle für A2-Führerschein 9 Moto Guzzi V85 TT Dauertest Moto Guzzi V85 TT im 50.000-Kilometer-Dauertest 11.000 km und erste Probleme 10 KTM 790 Duke im Dauertest. KTM 790 Duke im 50.000 Kilometer-Dauertest Halbzeit im Dauertest
Mehr zum Thema Supersportler
Ducati Panigale V4 25 Anniversario 916
Motorsport
Yamaha YZF-R3 Modelljahr 2020
Supersportler
Aprilia RSV4 X.
Supersportler
08/2019, Triumph Daytona Moto2 765 Special Edition
Supersportler