MotoGP 2018: Das Rennen in Jerez

Marquez gewinnt Heim-GP

Marc Marquez gewinnt nach souveränem Rennen den Grand Prix von Spanien. Jorge Lorenzo, Dani Pedrosa und Andrea Dovizioso gehen nach Sturz leer aus. Außerdem gewinnt Philipp Öttl sein erstes Moto3-Rennen.

Sah es vor dem Start zum Spanien Grand Prix in Jerez aufgrund der Pole-Position von Cal Crutchlow und der ebenfalls starken Trainingsleistungen von Dani Pedrosa und Marc Marquez fast danach aus, als könnte es seit langem wieder ein reines Honda-Podium geben, kam dann alles ganz anders. Mit Jorge Lorenzo war es ein Ducati-Fahrer, dem der beste Start gelang und der gefolgt von Pedrosa und Johann Zarco als Erster in Kurve eins einbog. Wie zu erwarten, ließ auch der von Platz fünf gestartete Marc Marquez sofort den Hammer fallen, schnappte sich Ende der erste Runde Cal Crutchlow und ging dann im zweiten Umlauf auch direkt an Zarco und seinem Teamkollegen Dani Pedrosa vorbei auf Platz zwei. Mit Jorge Lorenzo, der als einziger der Top-Fahrer mit einem weichen Vorderreifen ins Rennen gestartet war, hatte er aber nicht ganz so leichtes Spiel und konnte erst in Runde sieben am Mallorquiner vorbeiziehen. Dahinter hatte sich in der Zwischenzeit mit Andrea Dovizioso auch der zweiten Ducati-Werksfahrer durchs Feld gearbeitet. Dovizioso profitierte dabei auch von den Ausfällen von Alex Rins (Suzuki) und Cal Crutchlow (LCR), die beide übers Vorderrad stürzten und ging Ende der siebten Runde am auf Platz drei liegenden Dani Pedrosa vorbei.

Pedrosa stürzt erneut unverschuldet

Während Marc Marquez ab Rennmitte das Tempo deutlich anzog und sich von Jorge Lorenzo absetzen konnte, fanden Andrea Dovizioso und vor allem der eigentlich schnellere Dani Pedrosa keinen wegen an Lorenzo vorbei. In Runde 17 startete Dovizioso einen Überholversuch auf Lorenzo, infolgedessen beide Ducati-Piloten weit gehen mussten. Pedrosa nutze die Lücke, wurde dabei aber vom auf die Ideallinie zurückziehenden Lorenzo übersehen und torpediert. Beide Piloten kam zu Sturz und auch Andrea Dovizioso konnte dem Motorrad von Jorge Lorenzo nicht mehr ausweichen.

Damit war der Weg frei für Johann Zarco. Der Franzose war bis zu diesem Zeitpunkt ungefährdet auf Platz fünf unterwegs, erbte nun überraschend den zweiten Platz und wurde erneut bester Yamaha-Pilot. Nicht ganz so kampflos verlief die Vergabe des letzten Podestplatzes. Diese fochten hinter Zarco bis zum Zielstrich Andrea Iannone (Suzuki), Danilo Petrucci (Pramac Ducati), Valentino Rossi (Yamaha) und Jack Miller (Pramac Ducati) aus. Sah es kurz vor Schluss so aus, als könne Danilo Petrucci doch noch einen Podestplatz für Ducati einfahren, war es in der vorletzten Runde dann doch Andrea Iannone, der noch einen Weg am Pramac-Piloten vorbei fand und nach seinem dritten Platz von Austin und einem erneut starken Rennen in Jerez abermals auf dem Podest steht. Valentino Rossi beendete das Rennen hinter den beiden auf Platz fünf. 

Foto: 2snap
Auch in Jerez wird Johann Zarco mit Platz zwei bester Yamaha-Pilot.

KTM mit Kallio in den Top Ten

Ebenfalls stark zeigte sich im Mittelfeld MotoGP-Rookie Franco Morbidelli. Der Italiener vom Team Marc VDS konnte seine starken Trainingsleistungen auch im Rennen umsetzen, profitiert zusätzlich von den Ausfällen und fuhr vor Maverick Vinales (Yamaha) und Alvaro Bautista (Angel Nieto Team Ducati) auf einen beachtlichen neunten Platz. Mika Kallio beendet das Rennen als bester KTM-Fahrer auf Platz 10.

Rennergebnis

Position  Nr. Fahrer Motorrad Team
1 #93 Marc Marquez Honda Repsol Honda
2 #5 Johann Zarco Yamaha Tech 3
3 #29 Andrea Iannone Suzuki Suzuki
4 #9 Danilo Petrucci Ducati Pramac
5 #46 Valentino Rossi Yamaha Yamaha
6 #43 Jack Miller Ducati Pramac
8 #25 Maverick Vinales Yamaha Yamaha
8 #19 Alvaro Bautista Ducati Aspar
9 #21 Franco Morbidelli Honda Marc VDS
11 #44 Pol Espargaro KTM KTM
12 #30 Takaaki Nakagami Honda LCR
13 #38 Bradley Smith KTM KTM
14 #53 Tito Rabat Ducati Avintia
15 #45 Scott Redding Aprilia Aprilia
16 #55 Hafizh Syahrin Yamaha Tech 3
17 #10 Xavier Simeon Ducati Avintia
18 #17 Karel Abraham Ducati Aspar
Out #04 Andrea Dovizioso Ducati Ducati
Out #26 Dani Pedrosa Honde Repsol Honda
Out #41 Aleix Espargaro Aprilia Aprilia
Out #99 Jorge Lorenzo Ducati Ducati
Out #12 Thomas Lüthi Honda Marc VDS
Out #35 Cal Crutchlow Honda LCR
Out #42 Alex Rins Suzuki Suzuki

Punktestand Weltmeisterschaft

Position  Fahrer Motorrad Nationalität Punkte
1 Marc MARQUEZ Honda SPA 70
2 Johann ZARCO Yamaha FRA 58
3 Maverick VIÑALES Yamaha SPA 50
4 Andrea IANNONE Suzuki ITA 47
5 Andrea DOVIZIOSO Ducati ITA 46
6 Valentino ROSSI Yamaha ITA 40
7 Cal CRUTCHLOW Honda GBR 38
8 Jack MILLER Ducati AUS 36
9 Danilo PETRUCCI Ducati ITA 34
10 Tito RABAT Ducati SPA 24
11 Dani PEDROSA Honda SPA 18
12 Alex RINS Suzuki SPA 16
13 Franco MORBIDELLI Honda ITA 13
14 Pol ESPARGARO KTM SPA 13
15 Alvaro BAUTISTA Ducati SPA 12
16 Hafizh SYAHRIN Yamaha MAL 9
17 Takaaki NAKAGAMI Honda JPN 9
18 Aleix ESPARGARO Aprilia SPA 6
19 Mika KALLIO KTM FIN 6
20 Jorge LORENZO Ducati SPA 6
21 Scott REDDING Aprilia GBR 5
22 Bradley SMITH KTM GBR 3
23 Karel ABRAHAM Ducati CZE 1
24 Thomas LUTHI Honda SWI
25 Xavier SIMEON Ducati BEL

Spanien-GP - Qualifying

Nachdem die Qualifyings an den letzten beiden Rennwochenenden in Argentinien und Texas bei gemischten Bedingungen absolviert werden mussten, herrschte am Samstag im spanischen Jerez optimales Rennsportwetter. Am besten konnte Cal Crutchlow die Bedingungen nutzen. Der Brite fuhr schon knapp nach Halbzeit des Qualifyings auf die provisorische Pole, legte dann in seinem letzten Umlauf noch einmal nach und knackte mit einer 1:37,653 Minuten sogar den aktuellen Rundenrekord von Marc Marquez. Die zweitschnellste Runde fuhr überraschend Honda-Werkspilot Dani Pedrosa. Der kleine Spanier ist nach seiner Hand-OP in der Woche nach dem Argentinien-GP noch immer eingeschränkt, konnte sich aber trotz des Handicaps Startplatz zwei sichern. Bester Yamaha-Pilot wurde erneut Johann Zarco. Nach Argentinien und den USA stellte der Franzose seine Kunden-Yamaha abermals auf den letzten Startplatz in der ersten Reihe und starte zum dritten Mal in Folge von Platz 3. Jorge Lorenzo konnte sich mit Position vier die bisher beste Startposition der Saison sichern. Dahinter geht Marc Marquez von Platz fünf ins Rennen. Der amtierende Weltmeister gehörte zwar während der vorangegangenen Trainings-Sessions im zu den schnellsten Fahrern, konnte seine Pace aufgrund eines Fehlers in der letzten gezeiteten Runde aber nicht umsetzen.

Jorge Lorenzo sicherte sich das bis dato beste Quali-Ergebnis und geht in Jerez von Position vier ins Rennen.

Honda-Rookies kommen in Fahrt

Stark zeigten sich erneut die Suzuki Fahrer Alex Rins (ES) und Andrea Iannone (IT) und stellten ihre Motorräder auf die Plätze sechs und sieben. Komplettiert werden die Top Ten vom zweiten Ducati Werksfahrer Andrea Dovizioso, Danilo Petrucci (Pramac Ducati) und Valentino Rossi.

Ein erstes Ausrufezeichen setzte bereits in QP1 Takaaki Nakagami. Der japanische MotoGP-Neuling stellte seine LCR-Honda hinter der Aleix Espagaro (Aprilia) auf Platz 14 und konnte damit die beiden anderen Honda-Rookies Franco Morbidelli und Thomas Lüthi (beide Marc VDS) auf den Startplätzen 15 und 18 erneut hinter sich halten.

Startaufstellung

1 #35 Cal Crutchlow Honda LCR
2 #26 Dani Pedrosa Honda Repsol Honda
3 #5 Johann Zarco Yamaha Tech 3
4 #99 Jorge Lorenzo Ducati Ducati
5 #93 Marc Marquez Honda Repsol Honda
6 #42 Alex Rins Suzuki Suzuki
7 #29 Andrea Iannone Suzuki Suzuki
8 #04 Andrea Dovizioso Ducati Ducati
9 #9 Danilo Petrucci Ducati Pramac
10 #46 Valentino Rossi Yamaha Yamaha
11 #25 Maverick Viñales Yamaha Yamaha
12 #43 Jack Miller Ducati Pramac
13 #41 Aleix Espargaro Aprilia Aprilia
14 #30 Takaaki Nakagami Honda LCR
15 #21 Franco Morbidelli Honda Marc VDS
16 #44 Pol Espargaro KTM KTM
17 #53 Tito Rabat Ducati Avintia
18 #12 Thomas Lüthi Honda Marc VDS
19 #36 Mika Kallio  KTM KTM
20 #19 Alvaro Bautista Ducati Aspar
21 #53 Bradley Smith KTM KTM
22 #55 Hafizh Syahrin Yamaha Tech 3
23 #17 Karel Abraham Ducati Aspar
24 #10 Xavier Simeon Ducati Avintia

Philipp Öttl gewinnt Moto3-Rennen

Der KTM-Fahrer aus Bad Reichenhall gewinnt in Jerez sein erstes WM-Rennen. Die Entscheidung zwischen Öttl und Marco Bezzecchi gab's erst auf der Zielgeraden – eine halbe Zehntelskunde Vorsprung trennen den Erst- und Zweitplatzierten. Das Podium komplettiert Marcos Ramirez.

Eine Kollision, die insgesamt vier Fahrer aus der Wertung riss, sorgte vier Runden vor Schluss für dramatische Szenen: "Aron Canet übertrieb es in Kurve 6 und kollidierte dadurch mit Meisterschaftskontrahent Jorge Martin. Ebenfalls in den Unfall verwickelt wurden Enea Bastianini und Tony Arbolino. In der Kettenreaktion wurden alle vier Fahrer aus dem Rennen gerissen.", so die Meldung auf motogp.com.

Nun führt Marco Bezzecchi die WM-Wertung der Moto3 an. Der KTM-Pilot hat acht Punkte Vorsprung auf den bisherigen Tabellenführer Jorge Martin.

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