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Rennbericht Superbike-WM 2018 Assen

Rennen 2: Assen sieht One-Man-Show von Sykes

Tom Sykes entfesselt sich und schafft Holeshot-Sieg. Rea verpasst neue Rekordmarke. Michael van der Mark feiert erneut Podiumsplatz und Chaz Davies scheitert an schlechtem Start.

Tom Sykes heißt der zweite Sieger des World Superbike Rennwochenendes in Assen. Damit gelingt ihm ein persönlicher Befreiungsschlag und stellt Teamkollege und Weltmeister Jonathan Rea nicht nur in den Schatten, sondern vermasselt ihm auch die Chance, mit einem 14. Sieg in Assen eine neue Rekordmarke zu setzen. Michael van der Mark holt sich auch im zweiten Lauf einen Podestplatz in seiner Heimat.

Sykes fährt auf und davon

Von der Poleposition gestartet, konnte Tom Sykes (Kawasaki) auch die Führung für sich behaupten. Hinter ihm stach Xavi Fores vor Marco Melandri (beide Ducati) in die erste Kurve. Doch das währte nicht lange. Bereits nach der ersten Runde stürmte Lokalmatador Michael van der Mark (Yamaha) auf Rang drei. Auch Jonathan Rea (Kawasaki) schlich sich nach den ersten zwei Runden bereits von hinten auf die vorderen Ränge. Ein Duell zwischen van der Mark und Rea ließ dementsprechend nicht lange auf sich warten. Über mehrere Runden balgten die beiden um Rang zwei, den schließlich Jonathan Rea für sich entschied. Am meisten profitierte davon jedoch Tom Sykes, der sich bereits ab der ersten Runde ans Werk machte ein sattes Polster vom Rest des Feldes herauszufahren. Runde für Runde brannte der Brite mit der Startnummer 66 eine Bestzeit nach der anderen in den Asphalt, sodass auch Jonathan Rea nicht den Hauch einer Chance sah an seinem Teamkollegen noch heranzukommen. Sykes gewann damit das 34. Rennen in seiner Karriere.

Van der Mark lässt Taten folgen

Erneut einen Podestplatz einzufahren, schaffte Lokalmatador Michael van der Mark. Der Niederländer hat in den letzten zwei Wochen immer wiederholt, dass er in Assen aufs Treppchen will und ließ diesen Worten am gesamten Rennwochenende Taten folgen. Xavi Fores fuhr auf Rang vier, gefolgt von Chaz Davies (Ducati), der sich auch im zweiten Lauf durch einen schlechten Start das Rennen wieder sehr schwer machte.

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Nach einem starken Saisonstart kämpft Marco Melandri mit der Technik seiner Panigale R.

Jordi Torres (MV Augusta) ging als Sechster über das Ziel, im Schlepptau Marco Melandri (Ducati) auf seiner Panigale R, dem wieder die Kontrolle über sein Bike fehlte. Der Aufwärtstrend von BMW hält auch im zweiten Lauf für Loris Baz an, dem nach einem guten Rennsamstag Rang acht gelang. Newcomer und Youngstar Toprak Razgatlioglu (Kawasaki) und Lorenzo Savadori komplettierten (Aprilia) die Top 10.

Alex Lowes (Yamaha) hatte im zweiten Lauf keinerlei Möglichkeiten es seinem Teamkollegen van der Mark gleichzutun. Wie auch im ersten Lauf haderte Lowes wieder mit seiner Yamaha, weshalb es für ihn nur für einen Rang 14 reichte.

Ergebnis Rennen 2

1 Tom Sykes
2 Jonathan Rea
3 Michael van der Mark
4 Xavi Fores
5 Chaz Davies
6 Jordi Torres
7 Marco Melandri
8 Loris Baz
9 Toprak Razgatlioglu
10 Lorenzp Savadori
11 Davide Giugliano
12 Michael Ruben Rinaldi
13 PJ Jacobsen
14 Alex Lowes
15 Ondrej Jezek
16 Yonny Hernandez
Out Roman Ramos
Out Leandro Mercado

Rennen 1

Bei untypischem Assen Wetter mit wolkenlosem, strahlend blauem Himmel konnte Jonathan Rea das Auftaktrennen auf dem TT Assen Circuit in den Niederlanden für sich entscheiden. Mit seinem zwölften Superbike-Sieg in Assen holt knackt er den Rekord von Carl Fogarty und kann beieinem weiteren Sieg an diesem Wochenende neuer Rekordhalter werden. Dahinter sicherte sich Lokalmatador Michael van der Mark verdient die Silbermedaille und Chaz Davies konnte sich auf den letzten Metern noch knapp vor Tom Sykes aufs Podest retten.

Yamahas jagen Rea

Beim Start des siebten Rennen der Superbike WM 2018 überrumpelte Xavi Fores Weltmeister Jonathan Rea (Kawasaki) und Alex Lowes (Yamaha). Er setze sich noch vor Kurve eins an die Spitze, wurde alleridngs bereits in Sektor zwei zuerst von Rea, dann auch direkt von Lowes auf Rang drei durchgereicht. Lowes, der das Rennen von der Pole begann, heftete sich ans Heck von Mr. Assen-Rea, der bereits elf Mal in Assen gewinnen konnte. Lokalmatador Michael van der Mark wollte es ebenfalls wissen, passierte seinen Teamkollegen Lowes und studierte hinter Rea die Linie des Weltmeisters bis er wenige Runden später die Chance nutzte an ihm vorbeizugehen.

Chaz Davies erneut im Aufholmodus

Währenddessen hatte sich Chaz Davies (Ducati) auf seiner Aufholjagd in Richtung Spitze warm gefahren und kassierte Runde für Runde einen Gegner nach dem anderen. Zur Mitte des Rennen konnte er sich bis auf Rang drei vorkämpfen, wo er nun Michael van der Mark vorfand, dem das Führungszepter kurz vorher von Rea wieder abgeknüpft wurde. Van der Mark und Davies boten sich faire Duelle, die Davies zunächst für sich entschied und nun Rea anpeilte.

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In einer Aufholjagd von Rang acht schaftte es Chaz Davies in Assen bis aufs Podium.

Zu einem Duell zwischen Kawasaki und Ducati kam es jedoch nicht mehr, da Davies der Pace von Rea nicht lange Stand halten konnte und schließlich seine Position an Michael van der Mark wieder abgab. Hinter Chaz Davies kam Rea-Teamkollege Tom Sykes (Kawasaki) ins Ziel, der zum Ende des Rennen nochmal stärker wurde und seine Krallen ausfuhr. Die Ducati-Power von Davies entschied jedoch auf den letzten Metern, dass Sykes in diesem Rennen nur Besitzer der hölzerne Medaille werden sollte.

Loris Baz erntet Früchte

Xavi Fores, der sich aktuell in seiner besten Form präsentiert aber immer wieder mit Problemen seiner Ducati zu kämpfen hat, gelang es als Fünfter das Ziel zu erreichen. Marco Melandri (Ducati) schaffte diese ander wie in Aragon in Assen nicht, mit der Pace der Spitze mitzugehen und kam auf Rang sechs.

Nachdem bereits die Superpole am Vormittag erfolgreich mit dem Einzug in die SP2 und Startposition 10 ausfiel, blühte Loris Baz während des Rennen noch mehr auf und fuhr sich hinter Melandri auf Platz sieben - das bisher beste Ergebnis in dieser Saison für BMW. Leandro Mercado (Kawasaki), Jordi Torres (MV Augusta) und Toprak Razgatlioglu (Kawasaki) machen die ersten zehn Ergebnisplätze komplett.

Alex Lowes hadert mit Problemen

Außerhalb der Top 10 ging Roman Ramos als Elfter übers Ziel, der damit bereits das 19. Rennen hintereinander in die Punkte fahren konnte. Von der Pole aus gestartet, eine starke Anfangsphase verzeichnet und den unbedingten Willen zu siegen, machen den zwölften Platz von Alex Lowes zu einer bitteren Enttäuschung. Der Yamaha Pilot hatte, wie auch schon in den Rennen zuvor, Probleme mit seiner YZF R1 konstant zu bleiben, weshalb er ohne große Konterchancen nach hinten durchgereicht wurde.

Rennabsage von Jake Gagne

Eine noch bittere Pille musste das Red Bull Honda World Superbike Team schlucken. Nachdem Jake Gagne nach einem heftigen Sturz in FP3 bereits die Superpole verpasste, folgte schließlich die komplette Rennabsage. Damit entwickelt sich das Wochenende für Honda zur absoluten Nullnummer, weil auch Leon Camier nach der Kollision mit Savadori und Fores in Aragon noch immer verletzungsbedingt nicht einsetzbar ist.

Ergebnis Rennen 1

1 Jonathan Rea
2 Michael van der Mark
3 Chaz Davies
4 Tom Sykes
5 Xavi Fores
6 Marco Melandri
7 Loris Baz
8 Leonardo Mercado
9 Jordi Torres
10 Toprak Razgatlioglu
11 Roman Ramos
12 Alex Lowes
13 Davide Giugliano
14 PJ Jacobsen
15 Lorenzo Savadori
16 Yonny Hernandez
17 Ondrej Jezek
Out  Michael Ruben Rinaldi

Superpole

Alex Lowes (Yamaha) bestätigt auch auf dem TT Assen Circuit in den Nierderlanden seine derzeitige Bestform, in dem er sich die Poleposition für das erste Rennen am vierten Rennwochenende mit einer 1:34,066-Rundenzeit sicherte. Der Brite lieferte sich in der letzten Minute ein Zeiten-Battle mit Weltmeister Jonathan Rea (Kawasaki), der um nur 0,046 Sekunden langsamer war als Lowes und damit von Rang zwei angasen wird.

Bunt gemischtes Starterfeld

Eine gemischte Startaufstellung wird die Zuschauer in Assen beim ersten Rennen um 13 Uhr erwarten. Von Startpositon drei wird der Spanier Xavi Fores (Ducati) das Rennen beginnen, gefolgt von Lorenzo Savadori (Aprilia). Marco Melandri (Ducati) schaffte die Fünftschnellste Pace und steht damit vor Tom Sykes (Kawasaki), dem es in der letzten Runde noch möglich gewesen wäre an Rea und Lowes vorbeizuziehen, büßte jedoch in den letzten beiden Sektoren an Zeit ein und kam auf Rang sechs.

Michael van der Mark ohne Chancen

Den Anfang der dritten Startreihe macht Lokalmatador Michael van der Mark (Yamaha). Für ihn lief es in SP2 alles andere als rund.

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Michael van der Mark verlor seine dominierende Pace aus den Freien Trainings und fuhr in SP2 nur die siebtschnellste Zeit.

Trotz dem er die Trainings zuvor sicher dominierte, konnte er an eben diesen Leistungen in der SP2 nicht anknüpfen und muss sich daher mit Position sieben zufrieden geben. Hinter dem Niederländer startet Chaz Davies (Ducati), der wie Sykes in der letzten Runde ebenfalls Chancen auf einen höheren Startrang verstrichen ließ und offenbar von seinen Problemen am Vortrag noch nicht ganz befreit war. Jordi Torres (MV Augusta) komplettiert die dritte Startreihe.

Razgatlioglu und Baz ziehen in SP2 ein

Youngstar und Kawasaki-Pilot Toprak Razgatlioglu, der es zuvor schaffte sich mit einer Rundenzeit von 1:35,569 in die SP2 zu fahren, wird im ersten Rennen von Rang elf starten.
Mit von der Partie im Kampf um den Einzug in die SP2 war Loris Baz (BMW), der nur 0.084 Sekunden langsamer als Razgatlioglu war, jedoch in der SP2 bessere Zeiten als der Türke einfahren konnte und deshalb noch vor Razgatlioglu von Rang 10 startet.

Jake Gagne verpasst Superpole-Session

Wenig rosige Zeiten stehen derzeit für das Red Bull Honda World Superbike Team an. Honda-Pilot Jake Gagne, der nach der Kollision von Leon Camier in Aragon als einziger Pilot des Red Bull Honda World Superbike Team in Assen antritt, stürzte ebenfalls in FP3, weshalb er zur SP1 nicht antreten konnte. Er startet im ersten Rennen von ganz hinten.
Das erste Rennen des Aragon-Wochenendes wird um 13 Uhr gestartet und wird vom Sender Servus TV live übertragen.

Ergebnis Superpole

1 Alex Lowes
2 Jonathan Rea
3 Xavi Fores
4 Lorenzo Savadori
5 Marco Melandri
6 Tom Sykes
7 Michael van der Mark
8 Chaz Davies
9 Jordi Torres
10 Loris Baz
11 Toprak Razgatlioglu
12 Michael Rinaldi
13 Leandro Mercado
14 Roman Ramos
15 PJ Jacobsen
16 Davide Giugliano
17 Yonny Hernandez
18 Ondrej Jezek
19 Jake Gagne

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