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Sito Pons droht Haftstrafe

24 Jahre wegen Steuerhinterziehung

Gegen den GP-Teambesitzer Sito Pons läuft ein Verfahren wegen Steuerhinterziehung. Im Fall einer Verurteilung muss der Ex-Weltmeister mit einer Freiheitsstrafe von bis zu 24 Jahren rechnen.

Pons, der 1988 und 1989 in der 250er-WM jeweils den Titel holte und derzeit in der Moto2 als Teambesitzer aktiv ist, wird vorgeworfen zwischen 2010 und 2014 in Spanien Steuern in Höhe von rund 2,7 Millionen Euro hinterzogen zu haben. Laut der spanischen Zeitung ABC wird die mögliche Steuerhinterziehung von Pons bereits seit zwei Jahren untersucht. Erste Unregelmäßigkeiten wurden in den Abrechnungen für 2010 entdeckt. Weitere Ermittlungen ergaben Verdachtsmomente bis ins Jahr 2014. Pons wird vorgeworfen seinen eigentlichen Lebensmittelpunkt und auch den des Rennteams in Spanien mit Scheinwohnorten in Monaco und London verschleiert zu haben. Zudem soll er versucht haben mit Scheinunternehmen Geld vor den spanischen und katalanischen Steuerbehörden zu verbergen. Jetzt droht ihm die Staatsanwaltschaft mit 24 Jahren Haft und einer Geldstrafe in Höhe von 12 Millionen Euro.

Pons wehrt sich

Pons selbst widerspricht seinen Anklägern in einem Brief, den seine Anwälte verfasst haben und der der Zeitung Marca vorliegt. Er habe in Monaco und London gelebt und auch in Großbritannien Steuern bezahlt.

Nachdem er sich 1990 vom Rennsport zurückgezogen hatte, gründete Pons sein gleichnamiges 500GP / MotoGP-Team Pons Racing, das bis 2006 erfolgreich mit den Piloten Loris Capirossi, Alex Barros und Max Biaggi antrat. Danach hat sich Pons Racing auf die Moto2-Serie konzentriert, die 2013 mit Espargaros Titelgewinn ihren Höhepunkt erreichte, und gilt mit Lorenzo Baldassarri als einer der Titelfavoriten für 2020.

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