Indian Patent 2020 wassergekühlter Tourer Indian
Indian Patent 2020 wassergekühlter Tourer
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Indian Patent 2020 wassergekühlter Tourer 9 Bilder

Indian-Patent für neuen Tourer

Klassische Optik, moderner wassergekühlter V2

Aktuelle Patentzeichnungen zeigen, dass Indian an einem neuen Tourer arbeitet, der zwar auf der Challenger basiert – mit wassergekühltem V2 und Alurahmen, aber im klassischen Design eines US-Tourers anrollt.

2019 präsentierte Indian mit der Challenger einen Bagger, der mit dem neuen 1.768 cm³ großen und 122 PS starken V2 den einzigen Tourer in der Modellpalette markiert, der mit wassergekühltem Motor und über 100 PS anrollt. Die neuesten Patentzeichnungen deuten darauf hin, dass Indian nun plant, einen Tourer in klassischer Optik mit dem wassergekühlten Motor zu bauen. Die Roadmaster sowie die großen Chieftain-Modelle wurden bisher vom luftgekühlten 116er-Thunder-Stroke befeuert, der aus 1.890 cm³ (116 Kubik-Inch) 92 PS bei 4.200/min generiert und ein maximales Drehmoment von 168 Nm bei 2.800/min.

Airbox und Luftfilter im Alurahmen

Der wassergekühlte V2 hingegen, den wir bereits aus der Challenger kennen, stellt 122 PS bei 5.500/min bereit sowie 178 Nm bei 3.800/min. Das ist der leistungsstärkste Motor in einem US-Tourer überhaupt. Hinzu kommt – wie auch bei der Challenger – der Alurahmen des neuen Indian-Tourers. Das Besondere an dieser Rahmenkonstruktion: Die Ansaugluft für den Motor wird durch den Rahmen geleitet und gefiltert, er integriert also die Airbox und den Luftfilter. Die Luft tritt in den Rahmen durch die drei Löcher ein, die an der Unterseite des Rahmens angebracht sind (siehe Bild 8, Ziffer 62). Von dort gelangt sie durch einen Filter (Bild 7), bevor sie nach oben in das Kraftstoffeinspritzsystem geleitet wird. Wie bei der Challenger kann optional ein zusätzlicher Einlass auf der rechten Seite hinzugefügt werden, der den normalen V-Twin-Luftfilter imitiert.

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Durch die drei Löcher (Ziffer 62) tritt die Luft in den Rahmen ein.

Ob es sich bei den Patentzeichnungen um ein ganz neues Modell handelt oder ob bestehende Modelle wie die Roadmaster oder die Chieftain-Baureihe mit dem neuen Motor und dem Alurahmen aufgerüstet werden, geht aus den Bildern nicht hervor. Optisch ist bei den Zeichnungen auf jeden Fall eine Nähe zur Roadmaster festzustellen. Die an den Sturzbügeln angebrachten Abdeckungen vor den Fußrasten, die als Windabweiser dienen, sowie die Form der Scheibe und Frontverkleidung, verweisen auf die Roadmaster. Wobei die Frontverkleidung – anders als Chieftain und Roadmaster – nach vorne geneigt ist und in diesem Bereich eher der Challenger ähnelt.

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Die Frontverkleidung verweist auf die Challenger (in Blau, links), die Windabweiser für die Beine erinnern an die Roadmaster (in Schwarz, rechts).

Fazit

So oder so gehen wir davon aus, dass der wassergekühlte V2 dank der aktuellen Emissionsvorschriften nach und nach Einzug erhält in die großen Chieftain-Modelle und in die Roadmaster. In Sachen Emissionen hat er einfach die Nase vorn, wobei er auch noch der derzeit stärkste V2 in Sachen US-Tourenmotoren ist.

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