Alpen-Masters 2015

Der Auftakt zum größten Motorrad-Vergleichtest

Foto: Jörg Künstle 22 Bilder

Das Alpen Masters 2015: 20 Motorräder und nur zwölf Fahrer? Ja, ein wenig Einfallsreichtum und logistisches Talent braucht es schon, um das Alpen-Masters, den größten Vergleichstest der Welt, durchzuziehen.

Der Rosengarten und die Vajolet-Türme, echte Schaustücke der Dolomiten, recken im Hintergrund ihre schroffen Zacken gen Himmel. Vorn im Bild stehen 20 Motorräder des Jahrgangs 2015, dazwischen und dahinter zwölf Fahrer ganz unterschiedlichen Jahrgangs. Moment mal, wie soll das gehen? 20 Motorräder und nur zwölf Fahrer? Ja, ein wenig Einfallsreichtum und logistisches Talent braucht es schon, um das Alpen-Masters, den größten Vergleichstest der Welt, durchzuziehen. Obwohl MOTORRAD alles aufbietet, was an Testern, Schreibern und Assistenzkräften zu haben ist – mehr als zwölf Leute sind nicht abkömmlich, schließlich muss in Stuttgart derweil die Zeitschrift weiterproduziert werden. Alle 20 Motorräder, die hier getestet werden, auf einem gemeinsamen Bild unterzubringen, will daher gut geplant sein.

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Zum elften Mal sucht MOTORRAD den absoluten Alpen-König, jenes Motorrad also, das sich im abenteuerlichen Pässekarussell am besten schlägt, mit dem man oder frau sich im wilden Auf und Nieder der Berggipfel am allerliebsten schwindlig fährt. Kaum eine Alpenregion eignet sich für diesen anspruchsvollen Test besser als die Dolomiten, von Kennern kurz Dolos genannt. Zwischen Marmolada und Langkofel, zwischen Sella und Rosengarten reiht sich in atemloser Folge Pass an Pass, mal steil und verwinkelt mit haarigen Spitzkehren, mal gut ausgebaut mit großzügigen Kurven. Hier schlägt für jedes Motorrad die Stunde der Wahrheit, ohne Ansehen von Marke und Preis.

Andere Punktewertung für die Alpen

Denn MOTORRAD verwendet beim Alpen-Masters eine abgewandelte Punktewertung, die jede noch so kleine Schwäche eines Motorrads beim Sturm auf die Gipfel schonungslos offenlegt. Garantie, Unterhaltskosten und Höchstgeschwindigkeit werden nicht bewertet, umso stärker zählen fahrdynamische Eigenschaften wie beispielsweise Lenkpräzision und Handlichkeit, also Dinge, auf die es in den Dolomiten in buchstäblich jeder Kurve ankommt.

Auf der Agenda der Tester stehen außerdem Sonderprüfungen wie die Bremsmessung bergab mit Beifahrer sowie der Durchzug bergauf und in 2000 Meter Höhe.

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Nur neue oder überarbeitete Modelle

Startberechtigt beim Alpen-Masters sind insgesamt 20 Motorräder, und zwar nur neue oder überarbeitete Modelle des jeweiligen Jahres, diesmal also aus der 2015er-Produktion. Deshalb fehlt im diesjährigen Vergleich der allseits beliebte Alpenschlager BMW R 1200 GS, denn es gibt aktuell weder eine neue noch eine überarbeitete Variante. Zwar dürfen nach dem Reglement des Alpen-Masters im Prinzip auch ältere Maschinen mitmischen, aber nur dann, wenn sie noch nie bei diesem Wettbewerb angetreten sind. Da die GS mit Wasserboxer bereits in ihrem Debütjahr 2013 mitmachte und prompt gewann, trifft auch dieses Auswahlkriterium auf sie nicht zu: Sie musste daher zu Hause in München bleiben. 

Gruppen werden zusammengestellt

Sind die 20 Motorräder erst mal auserkoren, werden sie zu fünf möglichst homogenen Gruppen zusammengestellt. Eine verzwickte Aufgabe für Testchef Gert Thöle, denn eindeutige Zuordnungen in übliche Kategorien, etwa als Tourer oder Enduro, werden heute immer schwieriger. Knifflig war in diesem Jahr beispielsweise die Einordnung der MV Agusta Turismo Veloce 800, die vom Hersteller selbst als Sporttourer bezeichnet wird und folgerichtig in der Gruppe Sport/Touring landete. Sie hätte allerdings wohl auch in die Gruppe der mittelgroßen Adventure-Bikes gepasst. Doch gewisse Kompromisse gehören wegen der zahllosen Crossover-Konzepte auf dem Markt heute genauso zum Alpen-Masters wie wildromantische Berggipfel.

Bleiben die Namen der einzelnen Gruppen. Das Alpen-Masters hat einen stark internationalen Charakter, an der Vorrunde und am Finale nehmen mehrere Kollegen aus dem Ausland teil, zudem wird der Mega-Test wegen seiner Einmaligkeit weltweit von zahlreichen Zeitschriften nachgedruckt. Um die internationale Zusammenarbeit zu erleichtern, werden die Gruppen inzwischen unter englischen Namen zusammengefasst. In diesem Jahr sind das: „Easy going“ für Maschinen mit einer gewissen Leichtigkeit, „Adventure Big“ für große Enduros und Crossover-Konzepte, „Adventure Mid“ für ebensolche Maschinen mit Mittelklasse-Hubraum, dazu die erfrischend leicht einzuordnenden „Naked Bikes“ sowie schließlich noch „Sport/Touring“-Motorräder.

Das Finale

Auf die Vorrunde folgt das große Finale. Dort messen sich alle frisch gekürten Gruppensieger mit dem amtierenden Alpen-König, diesmal mit der KTM 1190 Adventure, die im letzten Jahr den Gesamtsieg für sich verbuchte. Dieses Finale ist für MOTORRAD etwas ganz Besonderes, denn ausnahmsweise geht es dabei einmal nicht streng nach der Punktewertung. Vielmehr dürfen die sechs erfahrenen Tester aus halb Europa ganz nach ihrem persönlichen Geschmack urteilen – was immer wieder für handfeste Überraschungen und für jede Menge Zündstoff sorgt.

Die 20 Motorräder

20 Bikes, unterteilt in fünf Gruppen.

Wer dieses Jahr dabei war:

Ducati Scrambler Full Throttle

Foto: Rossen Gargolov
Ducati Scrambler Full Throttle

Kawasaki Vulcan S

Foto: Rossen Gargolov
Kawasaki Vulcan S

Moto Guzzi V7 Stone

Foto: Rossen Gargolov
Moto Guzzi V7 Stone

Yamaha YZF-R3

Foto: Rossen Gargolov
Yamaha YZF-R3

BMW S 1000 XR

Foto: Rossen Gargolov
BMW S 1000 XR

Ducati Multistrada 1200

Foto: Rossen Gargolov
Ducati Multistrada 1200

Kawasaki Versys 1000

Foto: Rossen Gargolov
Kawasaki Versys 1000

KTM 1290 Super Adventure

Foto: Rossen Gargolov
KTM 1290 Super Adventure

Honda Crossrunner

Foto: Rossen Gargolov
Honda Crossrunner

Suzuki V-Strom 650 XT

Foto: Rossen Gargolov
Suzuki V-Strom 650 XT

Triumph Tiger 800 XCx

Foto: Rossen Gargolov
Triumph Tiger 800 XCx

Yamaha MT-09 Tracer

Foto: Rossen Gargolov
Yamaha MT-09 Tracer

Aprilia Tuono V4 1100 RR

Foto: Rossen Gargolov
Aprilia Tuono V4 1100 RR

BMW F 800 R

Foto: Rossen Gargolov
BMW F 800 R

Ducati Monster 821 Stripe

Foto: Rossen Gargolov
Ducati Monster 821 Stripe

Suzuki GSX-S 1000

Foto: Rossen Gargolov
Suzuki GSX-S 1000

BMW R 1200 RS

Foto: Jörg Künstle
BMW R 1200 RS

Kawasaki Ninja H2

Foto: Jörg Künstle
Kawasaki Ninja H2

MV Agusta Turismo Veloce 800

Foto: Jörg Künstle
MV Agusta Turismo Veloce 800

Yamaha YZF-R1

Foto: Jörg Künstle
Yamaha YZF-R1

Eva Breutel

Foto: Rossen Gargolov
Eva Breutel

Italien-Korrespondentin, Schreiberin und Testerin. 

Ziemlich italophil

Karsten Schwers

Foto: Jörg Künstle
Karsten Schwers

Chef-Tester, treibende Kraft hinter der Punktewertung.

Absolute Sportbombe

Gert Thöle

Foto: Rossen Gargolov
Gert Thöle

Ressortchef Test und Technik. Unumschränkter Herr des 

Alpen-Masters. Offroad-Fan

Rainer Froberg

Foto: Rossen Gargolov
Rainer Froberg

Fuhrparkleiter. Fotofahrer und Oberlogistiker des Alpen-Masters.

Küchen-Connaisseur

Sven Loll

Foto: Jörg Künstle
Sven Loll

Testfahrer und Renninstruktor, Fotomodell und -fahrer. 

Pausen zugeneigt

Johannes Müller

Foto: Jörg Künstle
Johannes Müller

Redakteur, Schreiber und Tester.

Mag alle Motorräder, egal welcher Art

Sebastian Schmitz

Foto: Rossen Gargolov
Sebastian Schmitz

Teilzeit-Archivar, Fotofahrer.

Genießer und neuerdings begeisterter Triathlet

Maximilian Balazc

Foto: Rossen Gargolov
Maximilian Balazc

Student, Fotofahrer.

Steht voll auf starke Auto- und Motorradmotoren

Jörg Jutzeler

Foto: Jörg Künstle
Jörg Jutzeler

Ex-Boxtrainer.

Allzweckwaffe und gelegentlich als Nutzlast im Einsatz. Sportler-Fan

Andrea Toumaniantz

Foto: Jörg Künstle
Andrea Toumaniantz

Motorradtester bei INMOTO, IT-Experte (Italien). Häufiger Gast des Alpen-Masters.

Gibt Gas, mag Spaß

Kristijan Tičak

Foto: Jörg Künstle
Kristijan Tičak

Chefredakteur von MOTOREVIJA, Auto- und Motorradtester (Kroatien).

Veteran des Alpen-Masters. Touren-Fan

Oscar Pena

Foto: Rossen Gargolov
Oscar Pena

Testredakteur bei MOTOCICLISMO (Spanien).

Zum dritten Mal beim Alpen-Masters. Leistungsfetischist.

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