Meyer, MRD
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12 Helme im Test

Mittelklasse-Integralhelme ab 150 Euro

Zwölf Integralhelme ab 150 Euro im Fahr- und Labortest: In der Golfklasse der Motorradhelme tummelt sich zwar noch kein Schuberth, aber andere renommierte Marken wie HJC, Nolan oder Shark locken mit allroundertauglichen Einsteigermodellen.

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Testsieger Mittelklasse-Integralhelme (MOTORRAD 6/2013) Nexx XR1.R
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Machen wir uns nichts vor: Einen ECE-tauglichen Motorradhelm gibt es als Frühjahrsschnäppchen auf den Aktionstischen der Lebensmitteldiscounter für weniger als 50 Euro. Die großen Motorradketten locken mit ihren Eigenmarken-Helmen für knapp 100 Euro. Um der bloßen Schutzfunktion gerecht zu werden, könnte bereits diese Ausgabe im zweistelligen Euro-Bereich genügen.

Jetzt kommen aber Ihre Ansprüche als erfahrener Kilometerfresser auf Yamaha Fazer, Suzuki Bandit oder Honda CBF hinzu. Also auf Bikes, die für alltägliche Muli-Arbeiten genauso geeignet sind wie für spannende Urlaubstouren in den Süden, durch die Alpen oder ans Nordkap. Sie kennen widrige Wetterverhältnisse und haben ein beschlagfreies Pinlock-Innenvisier wirklich schätzen gelernt. Genauso wichtig ist manchem mittlerweile eine gut bedienbare Sonnenblende geworden.

12 Integralhelme ab 150 Euro

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Helme im Preisfenster von 149 bis 250 Euro

Und irgendwann steht Ihnen auch der Schweiß auf der Stirn - sei es nach wilder Kurvenhatz oder heißem Küstenstraßen-Cruising bei hoher Verkehrsdichte und ebenso hohen Außentemperaturen. Ein hautfreundlich kühlendes Futter und eine effektiv arbeitende Belüftung sollte der Helm also auch noch bieten.

Unabhängig von dem, was sowieso von einem Motorradhelm erwartet wird: knackiger, aber auch komfortabler Sitz, leicht zu bedienender Kinnriemenverschluss, dicht schließendes Visier mit zugfreiem Innenraum.

Kurzum: Der Helm sollte ein Alleskönner sein - in der Autosprache würde er mit „Golf-Klasse“ beworben werden. Um diese paar Extrawünsche im Helm zu haben, muss der Geldbeutel natürlich etwas weiter geöffnet werden, doch die Mehrausgaben bleiben überschaubar. In diesem Test haben wir für die Mittelklasse-Helme ein Preisfenster von 149 bis 250 Euro vorgegeben - bezogen auf das Basismodell der Baureihe. Klar ist, dass mancher, der nicht wie ein Großteil der deutschen Helmträger in Mattschwarz, Silber oder Graumetallic unterwegs sein möchte, für die entsprechende Dekorversion je nach Anbieter noch einmal 20 bis 40 Euro drauflegen muss. Doch diese Mehrkosten kommen allein dem Aussehen zugute, an der Funktionalität des Helms ändert sich nichts.

Das Testfeld ist mit zwölf Teilnehmern nicht nur gut, sondern auch interessant gefüllt. Große Helmhersteller wie Caberg, HJC, Nolan oder Shark schicken ihre (Einsteiger-)Modelle ins Rennen. Andere Anbieter wie die großen Shop-Ketten und Versender Detlev Louis und Polo steuern aus ihrem Portfolio Helme ihrer Eigenmarken (Probiker, Nexo) bei, die bei (meist asiatischen) Zulieferern eingekauft werden.

Besonders auffällig: Gleich drei Helmmarken in diesem Test (LS2, Nexo, Rocc) sind bis auf minimale Unterschiede in der Ausstattung nahezu baugleich, kommen also vom selben Hersteller, der nach unseren Erkenntnissen in China fertigt. Was zunächst aber die Qualität der drei Helme nicht mindert.

Helme
Helme
Helme
Helme

Pinlock-Visier im Lieferumfang?

Viel interessanter ist dagegen, welcher Produktmanager des deutschen Vertreibers den besten Job gemacht hat. Sprich, durch spezielle Anforderungen zum Beispiel bei der Wahl des Futterstoffs, anderer Anordnung der Lufteinlässe oder neuer Gestaltung der Bedienelemente den Praxisnutzen deutlich verbessern konnte.

Gewisse Standards ziehen sich durch das komplette Teilnehmerfeld. So gehört ein zur Reinigung komplett entnehmbares Futter mittlerweile zur Basisausstattung höherwertiger Motorradhelme. Unschlüssig dagegen ist man sich bei der Visiergestaltung: Um eine beschlagfreie Sicht zu garantieren, setzen zwar viele auf das Pinlock-Innenvisier, aber nicht jeder baut es gleich ein, sondern hat lediglich das Visier entsprechend vorbereitet. Hier kommen noch einmal Mehrkosten von rund 30 Euro hinzu. In dieser Sparte setzt sich übrigens HJC mit einem bündig eingelassenen, nahezu die gesamte Sichtfläche abdeckenden Pinlock-Visier von den Mitbewerbern ab.

Bleibt zum Schluss schließlich die spannende Frage, welches Multitool für den Kopf beim speziellen MOTORRAD-Schlagdämpfungstest die Nase vorn hat.

Schlagdämpfungstest beim TÜV Rheinland

Ohne die für Motorradhelme verbindliche ECE-Prüfung R 22.05 läuft auch beim MOTORRAD-Helmtest nichts. Denn erst mit Absolvierung der europaweit einheitlich geregelten Schlagdämpfung schaffen es die Helme in die Testauswahl der Redaktion. Allerdings ist jetzt ein profanes Nachmessen der ECE-Werte überflüssig. Das liegt zum einen daran, dass sich die Helmhersteller selbst genau beobachten.

Dazu Peter Schaudt, Helmexperte beim TÜV Rheinland: „Sobald ein Anbieter mit neuen Modellen auf dem Markt erscheint, bekommen wir diese von Mitbewerbern zur Überprüfung der ECE-Werte zugeschickt.“ Zum anderen wird nach Meinung von MOTORRAD durch die ECE lediglich eine Minimalanforderung für Motorradhelme definiert. Das liegt zum einen an den teils abstrusen Prüfvorgaben, bei denen die Fallversuche mit auf minus 20 Grad tiefgefrorenen Helmen stattfinden. Noch dazu sind die Aufschlagpunkte in der europäischen Norm genau definiert. Was wiederum manche Helmanbieter animiert, die Prüfpunkte entsprechend zu verstärken. Ein Prozedere, das sich durchaus im legalen Rahmen bewegt, Kritiker aber spotten lässt, dass man nach dieser Methode selbst eine Pudelmütze ECE-tauglich zurechtstricken könnte.

So testet MOTORRAD Helme

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Praxisnahes Prüfverfahren von MOTORRAD

MOTORRAD hat sich deshalb 2009 mit TÜV-Experte Schaudt und dem Unfallforscher und Biomechaniker Florian Schueler (jetzt Uni Freiburg) an einen Tisch gesetzt, um ein praxisnahes Prüfverfahren für Helme zu entwickeln. Seit nun drei Jahren hat sich die „MOTORRAD-Helmnorm“ in zahlreichen Vergleichstests bewähren können. Zentraler Punkt: Der Helm fällt auf dem Prüfstand des TÜV Rheinland weiterhin aus rund drei Metern Höhe, aber nicht auf den ECE-Kantenamboss, sondern auf einen echten Leitplankenträger („Sigmapfosten“), dem nach den Erkenntnissen von Florian Schueler bei Unfällen oftmals eine tragische Rolle zukommt. Getestet werden die Helme außerdem bei Raumtemperatur, der Aufprall auf die linke und rechte Seite erfolgt sowohl bei Low- wie auch Highspeed.

Herder
Tatort in Köln: Auf dem Fallprüfstand knallen die Helme mit dem Prüfkopf auf einen Sigmapfosten.

Dazu MOTORRAD-Redakteur Klaus Herder: „Schließlich muss die dämpfende Struktur auch bei geringerem Tempo zuverlässig arbeiten und sollte nicht - wie bei dem bekannten Kugelspiel - die Kräfte ungefiltert durchleiten.“ Nach ECE ist beim Aufprall auf den Prüfamboss ein Beschleunigungswert von 275 g zulässig. Aus g-Wert und weiteren Parametern (unter anderem Dauer der Krafteinwirkung) errechnet sich der HIC-Wert. Das „Head Injury Criterion“ gilt bei Medizinern und Biomechanikern als aufschlussreicher Wert, um Aussagen zu möglichen Hirn-Schädel-Verletzungen zu treffen. Die ECE erlaubt einen maximalen HIC-Wert von 2400. Eine abstrakte Zahl, vor allem aber weit jenseits von Gut und Böse. Die MOTORRAD-Expertencrew ist sich einig: „Im MOTORRAD-Test sollte HIC 1000 machbar sein!“ Für manche Hersteller heißt das nach diesem Test: Es gibt in puncto Unfallschutz noch einiges zu tun!

Schlagdämpfung


7,5 m/s, rechte Seite*, Beschleunigung in g HIC-Werte 5,5 m/s, linke Seite*, Beschleunigung in g HIC-Werte
Caberg Ego 198 1560 135 694
Givi 40.2 GT 191 1653 148 746
Held Brave 182 1505 139 797
HJC IS-17 180 1406 134 674
IXS HX 510 202 1731 155 810
LS2 FF 396 221 1934 154 828
Nexo Fiber Comfort Air 187 1674 165 1012
Nexx XR1.R 173 1380 142 671
Nolan N86 187 1454 151 800
Probiker RSX5 193 1494 141 756
Rocc 520 198 1665 144 778
Shark S 900 C 195 1681 154 834

MOTORRAD HIC-1000* 7,5 m/s, Kinnteil**, Beschleunigung in g
Caberg Ego 1127 434
Givi 40.2 GT 1199 487
Held Brave 1151 409
HJC IS-17 1040 387
IXS HX 510 1271 339
LS2 FF 396 1381 403
Nexo Fiber Comfort Air 1343 460
Nexx XR1.R 1026 477
Nolan N86 1127 391
Probiker RSX5 1125 356
Rocc 520 1221 362
Shark S 900 C 1257 256

*Aufschlag auf Sigmapfosten, der MOTORRAD-HIC-1000-Wert berechnet sich aus dem Mittel beider Aufschläge;
**Aufschlag auf Kantenamboss, fließt nicht in Wertung ein, da ein Teil der Kräfte in den Kinnriemen weitergleitet wird

Testergebnis

Passform/Tragekomfort Aerodynamik Akustik Belüftung Handhabung
Maximale Punktzahl 20 10 10 10 10
Nexx XR1.R 20 10 8 8 8
HJC IS-17 19 8 9 9 9
Shark S 900 C 19 7 8 9 9
Caberg Ego 17 8 7 8 7
Nolan N86 17 7 6 8 6
Held Brave 16 7 5 6 8
Nexo Fiber Comfort Air 18 8 4 6 5
LS2 FF 396 18 8 4 6 5
IXS HX 510 18 6 4 5 7
Probiker RSX5 9 4 4 5 6
Givi 40.2 GT 10 5 4 5 5
Rocc 520 10 5 4 5 5

Ausstattung/Verarbeitung Gewicht Sicherheit Summe MOTORRAD-Urteil* Preis in Euro**
Maximale Punktzahl 10 10 20 100
Nexx XR1.R 8 10 20 92 sehr gut 219,95
HJC IS-17 10 7 20 91 sehr gut 199,9
Shark S 900 C 9 6 16 83 gut 229,95
Caberg Ego 9 7 18 81 gut 199,9
Nolan N86 9 7 18 78 gut 199,95
Held Brave 8 7 18 75 gut 149,95
Nexo Fiber Comfort Air 8 8 15 72 gut 205,9
LS2 FF 396 7 7 14 69 befriedigend 199,9
IXS HX 510 7 5 16 68 befriedigend 149,9
Probiker RSX5 7 8 18 61 befriedigend 149,95
Givi 40.2 GT 6 6 18 59 befriedigend 179
Rocc 520 7 7 16 59 befriedigend 149,95

Fazit

Mit dem Nexx gibt es einen handfesten Überraschungssieger, der in der Praxis und auch im Labor fast durchweg Bestnoten sammelt und vollauf überzeugt - auch ohne Sonnenblende.

Mit dem HJC folgt dichtauf der beste Helm mit Sonnenblende und gleichzeitig der Kauftipp. Der in der Praxis ebenfalls sehr gute Shark lässt beim Gewicht und im Schlagdämpfungstest ein paar Punkte, ist aber auch in jedem Fall eine Kaufüberlegung wert.

Bis zum IXS gibt es ein solides Mittelfeld, mit dem man kaum etwas verkehrt machen kann. Die drei Letztplatzierten fallen dagegen deutlich ab, haben gravierende Passformschwächen und retten über die Schlagdämpfung das Urteil „befriedigend“.

So testet MOTORRAD

Motorradhelme sollen Leben retten. Weshalb die Schlagdämpfungsprüfung, die zusammen mit den Helmexperten Deutschlands beim TÜV Rheinland (www.tuv.com) durchgeführt wird, ein zentrales Element des MOTORRAD-Helmtests ist. In dem Kapitel „Passive Sicherheit“ kommt es vor allem auf exzellente HIC-Werte an, die - im wahrsten Sinne - für den Helmträger überlebenswichtig sein können.

Herder
Viele Köpfe, eine Meinung: Passformprobleme ziehen sich meist durch viele Größen.

Auf der anderen Seite steht natürlich die „Aktive Sicherheit“, weshalb jedem Helm in unterschiedlichen Größen von möglichst vielen Testköpfen aus der Redaktion auf den Zahn gefühlt wird: Sitzt der Helm bequem und ist er frei von Druckstellen, stimmt das Sichtfeld, kann der Kinnriemen ohne Komforteinbußen sicher geschlossen werden? Während der Fahrtests werden bei wechselnden Geschwindigkeiten Aerodynamik und Akustik bewertet. Wer sicher unterwegs sein will, sollte einen kühlen Kopf bewahren. Deshalb gilt das Augenmerk auch der Bedienung und dem Wirkungsgrad der Helmbelüftung.

Positiv und negativ aufgefallen

Caberg Ego

Plus: Gute Passform, knackiger Sitz, keine Druckstellen, angenehmes Futter; gelungener Ratschenverschluss; gute Aerodynamik, liegt absolut neutral; relativ niedriges Geräuschniveau; extrem gute Oberkopfbelüftung; praxisgerechte Visierrastung, großes Sichtfeld, sehr einfacher Visierwechsel; Sonnenblende gut zu bedienen; gute Brillentauglichkeit; befriedigende Schlagdämpfungswerte.

Minus: Enger Ein- und Ausstieg; Kinnriemen etwas weit hinten angelenkt (kann gegebenenfalls auf Kehlkopf drücken); Kinnteilbelüftungsschieber nur sehr fummelig zu bedienen, Kinnbelüftung praktisch wirkungslos; Visierunterkante liegt bei komplett geöffnetem Visier noch etwas im Sichtfeld.

Givi 40.2 GT

Plus: Sonnenblende gut zu bedienen, aber etwas zu kurz; Kinnteilbelüftung funktioniert (Luft strömt ggf. aber direkt auf die Augen); praxisgerechte Visier-Belüftungsstellung; sehr einfacher Visierwechsel (Foto); noch befriedigende Schlagdämpfungswerte.

Minus: Unbefriedigende Passform, sitzt unausgewogen, drückt mitunter an Stirn und Schläfe; zu weicher Kinnriemen, ist schwer einzufädeln und viel zu weit hinten angelenkt; Oberkopfbelüftung kaum zu spüren; mäßige Aerodynamik, wird ab 140 km/h sehr unruhig, vibriert und wandert, Unruhe auch beim Seitenblick; hohes Geräuschniveau, bereits ab Landstraßentempo rumpelig; Visierrastung zu weich, keine Visiersicherung im komplett geschlossenen Zustand, seitlich etwas eingeschränktes Sichtfeld; kaum brillentauglich.

Held Brave

Plus: Bequemer Ein- und Ausstieg; straffer und trotzdem komfortabler Sitz, angenehmes Futter, kaum Druckstellen (gegebenenfalls nur minimal an der Schläfe); ordentliche -Aerodynamik (nur minimales, kaum störendes Vibrieren über 160 km/h); Visier rastet gut und schließt dicht ab, praxisgerechte Belüftungsstellung; Sonnenblende gut zu bedienen und richtig dimensioniert; befriedigende Brillentauglichkeit; befriedigende Schlagdämpfungswerte; attraktiver Preis.

Minus: Kinnriemen etwas weit hinten; Visierverriegelung während der Fahrt kaum zu bedienen; Kinnteil und Oberkopfbelüftung praktisch wirkungslos; recht hohes Geräuschniveau in allen Geschwindigkeits- bereichen; Visierwechsel etwas fummelig.

HJC IS-17

Plus: Hervorragende Passform, knackiger Sitz, keine Druckstellen; gut ausbalanciert, insgesamt gute Aerodynamik (nur minimaler Impuls beim Seitenblick); sehr niedriges Geräuschniveau; gut zu bedienende und wirksame Oberkopfbelüftung; gute Visierrastung mit vorbildlicher Verriegelung, großes Sichtfeld, sehr einfacher Visierwechsel; Sonnenblende sehr gut zu bedienen und mit praktischer Zweistufen-Stellung; gute Brillentauglichkeit; sehr gute Schlagdämpfungswerte.

Minus: Sehr enger Ein- und Ausstieg; Kinnteilbelüftung kaum spürbar; dünstet im Neuzustand etwas aus.

IXS HX 510

Plus: Relativ bequemer Ein- und Ausstieg; gute Passform, keine Druckstellen; gut positionierter Kinnriemen und Verschluss; Visier mit zuverlässiger Verriegelung, großem Sichtfeld und praxisgerechter Belüftungsstellung, sehr einfacher Visierwechsel; Sonnenblende gut zu bedienen; attraktiver Preis.

Minus: Sehr seitenwindempfindlich (Seitenblick); Kinnteil- und Oberkopfbelüftung mit zu kleinen Schiebern und nur schwacher Funktion; von Beginn an hohes Geräuschniveau; Visierrastung etwas lasch; nur bedingt brillentauglich (Sonnenblende sitzt gegebenenfalls zu eng); Sonnenblende unter Umständen etwas zu lang (berührt Nase); dünstet im Neuzustand extrem unangenehm aus; mäßige Schlagdämpfungswerte.

LS2 FF 396

Plus: Ordentliche Passform, relativ knackiger Sitz; gut ausbalanciert, insgesamt gute Aerodynamik (nur leichte Unruhe über 160 km/h); wirksame Oberkopfbelüftung; Visier schließt satt und lässt sich zuverlässig verriegeln; einfacher Visierwechsel; gute Brillentauglichkeit.

Minus: Enger Ein- und Ausstieg; Kinnteilbelüftung ohne Wirkung; hohes Geräuschniveau, bereits ab Landstraßentempo starke Windgeräusche; Visierrastung nur in drei Stufen einstellbar und absolut praxisfremd, relativ enges Sichtfeld; Sonnenblendenbedienung sehr fummelig und mit etwas -dickeren Handschuhen nur schwer möglich; unbefriedigende Schlagdämpfungswerte.

Nexo Fiber Comfort Air

Plus: Ordentliche Passform, relativ knackiger Sitz; gut ausbalanciert, insgesamt gute Aerodynamik (nur leichte Unruhe über 160 km/h); wirksame Oberkopfbelüftung; einfacher Visierwechsel; gute Brillentauglichkeit (aber nur ohne den riesigen Atemluftabweiser)

Minus: Enger Ein- und Ausstieg; Kinnteilbelüftung ohne Wirkung; hohes Geräuschniveau, bereits ab Landstraßentempo starke Windgeräusche; Visierbedienung aus geschlossener Stellung nur mit viel Kraft möglich, Visierrastung nur in drei Stufen und absolut praxisfremd, relativ enges Sichtfeld; Sonnenblendenbedienung etwas fummelig und mit dickeren Handschuhen erschwert; mäßige Schlagdämpfungswert.

Nexx XR1.R

Plus: Sehr bequemer Ein- und Ausstieg; sehr gute Passform, knackiger Sitz, dabei sehr komfortabel, angenehmes Futter; hervorragend ausbalanciert, sehr leichtes Tragegefühl; tadellose Aerodynamik; noch befriedigendes Geräuschniveau; trotz kleiner Hebel gut zu bedienende und wirksame Oberkopfbelüftung; satt schließendes Visier mit praxisgerechter Belüftungsstellung, extrem großes Sichtfeld, einfacher Visierwechsel; sehr gute Brillentauglichkeit; sehr gute Schlagdämpfungswerte.

Minus: Keine Sonnenblende; Kinnteilbelüftung praktisch wirkungslos; Visierrastung etwas indifferent; großer Sprung zwischen Größe L und XL; ambitionierter Preis (ab 4/2013).

Nolan N86

Plus: Ordentliche Passform, sehr knackiger Sitz im Wangen- und Kinnbereich, ggf. nur minimaler Druck an der Schläfe, angenehmes Futter; sehr gut positionierter Kinnriemen und Verschluss; gut zu bedienende und wirksame Oberkopfbelüftung; Visierrastung und Belüftungsstellung praxisgerecht; Sonnenblende gut zu bedienen; Bluetooth-Vorbereitung; befriedigende Brillentauglichkeit; befriedigende Schlagdämpfungswerte.

Minus: Extrem enger Ein- und Ausstieg; Kinnteil-belüftung ohne Wirkung; leichte Aerodynamikschwächen: etwas Unruhe bei Geradeausfahrt und sehr hohem Tempo, leichter Impuls beim Seitenblick; relativ hohes Geräuschniveau; Visier nur schwer und rumpelig aus der Geschlossen-Stellung zu öffnen.

Probiker RSX5

Plus: Praxisgerechte Visier-Belüftungsstellung; sehr einfacher Visierwechsel; einfache Sonnenblenden-Bedienung mit großem Hebel; befriedigende Brillentauglichkeit; befriedigende Schlagdämpfungswerte; Preis.

Minus: Extrem enger Ein- und Ausstieg; Kinnriemen und Verschluss extrem weit hinten montiert; unbefriedigende Passform, kein satter, sondern viel zu undefinierter Sitz, ggf. Druckstellen an Stirn und Hinterkopf, unangenehmes, sehr synthetisches Futter; Kinnteil- und Oberkopfbelüftung praktisch ohne Wirkung; starke Aerodynamik-Schwächen: vibriert und wandert bereits ab Landstraßentempo, über 180 km/h kaum dauerhaft fahrbar; extrem hohes Geräuschniveau, Pfeifen bereits ab niedriger Geschwindigkeit.

Rocc 520/521/522/523

Plus: Visier schließt satt und lässt sich zuver- lässig verriegeln, einfacher Visierwechsel; gute Brillentauglichkeit; attraktiver Preis.

Minus: Sehr enger Ein- und Ausstieg; unbefriedigende Passform, kein homogener Sitz, gegebenenfalls partielle Druckstellen; Kinnteil- und Oberkopfbelüftung ohne Wirkung; Aerodynamik-Schwächen: Unruhe ab 120 km/h, wandert, hat Auftrieb, Impuls beim Seitenblick; hohes Geräuschniveau, bereits ab Landstraßentempo starke Windgeräusche; Visierrastung nur in drei Stufen und absolut praxisfremd, relativ enges Sichtfeld; Son-nenblendenbedienung sehr fummelig und mit etwas dickeren Handschuhen nur schwer möglich; mäßige Schlagdämpfungswerte.

Shark S 900 C

Plus: Bequemer Ein- und Ausstieg; sehr gute Passform, straffer, aber komfortabler Sitz, angenehmes Futter; noch befriedigende Aerodynamik (Ausnahme: ab 120 km/h gege-benenfalls Vibrationen), kein Wandern, kein Auftrieb; befriedigendes Geräuschniveau, Windgeräusche präsent, aber kein Rumpeln oder Pfeifen; gute Oberkopf- und befriedigende Kinnteilbelüftung, Helm angenehm durchlüftet; praxisgerechte Visierrastung und Belüftungsstellung, extrem einfacher Visierwechsel; Sonnenblende gut zu bedienen; befriedigende Brillentauglichkeit.

Minus: Sonnenblende haut ggf. auf Nase; Wangenpolster-Pumpe kaum zu spüren und überflüssig; mäßige Schlagdämpfungswerte.

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