Kalaschnikow SM-1

Elektro-Motorrad aus Russland

Foto: Kalaschnikow

Der russische Rüstungskonzern Kalaschnikow hat jetzt in Moskau auf einer Militärmesse das Elektro-Motorrad SM-1 vorgestellt. Das E-Bike im Enduro-Stil soll aber auch Zivilisten zugänglich sein.

Kalaschnikow kennt man landläufig in Verbindung mit dem Sturmgewehr AK-47. Der Rüstungskonzern treibt aber auch zahlreiche Fahrzeugprojekte voran. Darunter auch das neue Präsentations-Motorrad Korthez von Präsident Wladimir Putin. Auf einer Militärmesse wurde jetzt neben elektrisch angetriebenen Autokonzepten auch das Elektro-Motorrad Kalaschnikow SM-1 vorgestellt.

Militärischer Zuschnitt

Die Kalaschnikow SM-1 wirkt auf den ersten veröffentlichten Bilder wie eine grobschlächtig zusammengezimmerte Enduro. Den Antrieb übernimmt ein flüssigkeitsgekühlter Elektromotor mit 15 kW Leistung, der die SM-1 auf bis zu 90 km/h beschleunigen soll. Als Reichweite werden bis zu 150 Kilometer angegeben. Die Energie fließt aus einem Lithium-Ionen-Akku zum E-Antrieb.

Foto: Kalaschnikow
Der E-Motor soll 15 kW an den Start bringen.

Ausgerüstet mit einem stählernen Gitterrohrrahmen mit angeschraubtem Heck, setzt die Kalaschnikow SM-1 auf eine Upside-Down-Gabel an der Front sowie ein Zentralfederbein mit Umlenkung an der Hinterhand. Der Federweg beträgt in beiden Fällen 200 mm. Die Gesamtlänge wird mit 2,20 Meter angegeben, die Höhe mit 1.30 Meter. Der Radstand soll 1,50 Meter betragen. Beim Gewicht wird eine Range von 165 bis 245 Kilogramm angegeben - vermutlich mit und ohne Batterie. Verkleidungsteile wurden auf ein Minimum reduziert, ebenso die Beleuchtungseinrichtungen. Dafür gibt es überall massive Schutzelemente für verschiedene Baugruppen. Verzögert wird mit Scheibenbremsen an beiden Rädern. Das Cockpit setzt auf ein Digitalinstrument sowie einige herkömmliche Kontrollleuchten.

Reiseenduro mit E-Antrieb

Neben der SM-1 wurde auch die UM-1 präsentiert - die Variante für den Zivileinsatz. Die präsentiert sich im Stil einer klassischen Mittelklasse-Reiseenduro und einem auf 100 km/h erhöhten Speedlimit.

Foto: Kalaschnikow
Die UM-1 wirkt wie eine kleine Reiseenduro.

Die Flanken sind komplett verkleidet, vor dem Rohrlenker baut sich eine rahmenfeste Verkleidung mit vollwertigem Licht und kleiner Scheibe auf. Der Vorderradkotflügel wandert hinunter direkt über das Vorderrad. Sturzbügel an den Seiten und um den Scheinwerfer sichern die Technik und für das Reisegepäck wurden am Heck zwei Koffer adaptiert. Abgerundet wurde der Messeauftritt der E-Bikes mit der Polizei-Variante, die sich komplett verkleidet mit Signalhorn, Blaulicht und Koffersystem präsentiert hat.

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