Bykstar Offroad-Elektromotorrad Tobias Beyl
Bykstar Offroad-Elektromotorrad
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Bykstar Offroad-Elektromotorrad 11 Bilder

Vorserien-Bykstar im Kompakttest

Vorserien-Bykstar im Kompakttest Bergab Downhill-Fahrrad, bergauf Sport-Enduro

Ein Münchner warf Fahrrad und Motorrad in einen Topf. Heraus kam ein E-Zweirad mit Gasgriff und Pedalen, Sitzbank und Guerilla-Charakter. Adrenaliner Ausritt auf dem Vorserien-Bykstar.

Eine Idee, 117 Bauteile. So erzählt sich die Geschichte dieses Fahrzeugs in Kurzform. Dabei ist der Gedanke, möglichst leise, also nicht störend und somit wiederum ungestört durch den Wald zu fräsen, kein gänzlich neuer.

Im Grunde ist dies die Idee hinter den meisten elektrisch angetriebenen Offroad-Motorrädern. Womit wir schon mitten im Thema wären: Ist Bykstar überhaupt ein Motorrad? Gründer Christian Kugele selbst gibt hierauf keine eindeutige Antwort, versucht vielmehr, die guten Eigenschaften beider Gattungen zu vereinen. So ersetzt ein maximal 12 kW starker Elektromotor die Beinkraft, eine durchgehende Sitzbank den Sattel, der patentierte geschraubte Alu-Rahmen dient als modulare Plattform für weitere Modell-Möglichkeiten. Das Rock-Shox-Fahrwerk mit vorn 200, hinten 220 Millimetern Federweg kommt genau wie Felgen, Bereifung und hydraulische Scheibenbremse (Magura, 203 mm) aus dem Radsport.

Eckdaten, die sich schnell bemerkbar machen: Je nach Mapping überrascht die Kraft des Motors sowohl Fahrer als auch Fahrrad-Reifen, bedarf also durchaus einer Gewöhnungsphase, bevor es gröber wird. Beide Bremsen am Zeigefinger und besonders die enorme Umstellung auf parallele Pedale, die sich ungewohnter und nicht unbedingt nötiger Weise drehen, machen den Einstieg zunächst wackelig.

Sachte starten also, aber dann: bergab wie ein Downhill-Fahrrad, bergauf wie eine Sport-Enduro. Sprünge gelingen dank gleichmäßiger Gewichtsverteilung problemlos. Auf der Geraden erreicht das 47-Kilo-Leichtgewicht erschreckend schnell die Höchstgeschwindigkeit von 70 km/h, die eigentlich 100 lautete, wäre sie nicht der Sicherheit wegen gedrosselt. Vorsicht gilt auch hier aufgrund der Reifen, die im Schotter oder Geäst durchaus Gefühl und Treffsicherheit verlangen. An größeren Hindernissen oder steilen Hängen trumpfen Schwung, Technik und Timing. Power ist schließlich genug vorhanden, diese will aber – ohne Kupplung – an der richtigen Stelle von der Leine gelassen werden, um gerade auf losem Waldboden Traktion zu finden.

Fazit

Spaß macht es, Sinn ergibt es auch, wären da nicht zwei Haken: Aktuell ist das Bykstar legal nur auf abgesperrtem Gelände fahrbar, zudem leider noch nicht auf dem Markt erhältlich.

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