Kawasaki 750 H2 im Studio

Perfekt restaurierte Klassiker

Foto: bilski-fotografie.de 9 Bilder

Gleich in doppelter Ausführung können wir hier diese perfekt restaurierten Kawasaki H2-Modelle präsentieren. Sie entstammen den beiden ersten Baujahren und sind mit einem glänzenden Lack namens „Candy-Gold“ überzogen. Très chic!

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Hupende Autofahrer mit nach oben gerecktem Daumen, andächtig verharrende Passanten, ins Fotostudio pilgernde Kollegen – schon das Ausladen gerät jedes Mal zu einem kleinen Spektakel, wenn Ralf Gille uns eine seiner meisterlichen Restaurierungen zum Ablichten vorbeibringt. Classic-Leser werden sich bestimmt noch an die unglaublich detailverliebten Neuaufbauten des Spezialisten für Kawasakis Zweitakt- und W-Modelle erinnern (siehe Ausgaben 6/2015 und 5/2016). Diesmal erfreut uns der Res­taurierer aus Frankfurt sogar mit gleich zwei Gold­stücken: einer komplett neu aufgebauten Kawasaki 750 H2 von 1972 und einer Kawasaki 750 H2A aus dem Modelljahr 1973. ­Beide präsentieren sich hier im absoluten Originalzustand. Mehr noch: Sie haben Teile verbaut, die heute beinahe mit Gold aufgewogen werden. NOS heißt das Zauberwort, das Liebhaber ehrfürchtig in die Knie gehen und übers rare Material streichen lässt. Denn „New Old Stock“ steht für originale Lagerware – unbenutzt, und daher sündhaft teuer!

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Basismodell völlig verbastelt

Besonders intensiver Streicheleinheiten dürfte sich bei Kennern insbesondere die 1972er-Kawasaki H2 erfreuen, die Gille aus einem völlig verbastelten Exemplar aufgebaut hat. Mehr als Rahmen und einige Fahrwerkskomponenten konnte er für den Wiederaufbau nicht verwenden. Deshalb zieren dieses Exemplar im Farbton „Pearl Candy Gold“ besonders viele NOS-Teile. So stammen die Auspuffanlage, Schutz­bleche, Tauchrohre, Felgen, Lampenhalter, Instrumentengehäuse, Lenkerarmaturen und die Sitzbank nebst un­zähligen Schrauben und Kleinteilen aus altem Lager­bestand. Alle anderen Komponenten wurden so aufgearbeitet, dass sie von Neuteilen nicht zu unterscheiden sind. Das gilt insbesondere für den schlitzgesteuerten Dreizylinder-Zweitakter, der komplett neu aufgebaut wurde, nachdem der Perfektionist endlich die zur Fahrgestellnummer passenden Motorgehäuseteile aufgetrieben hatte.

Auspuff ist eine hochwertige Nachbildung aus Japan

Die Basis der Kawasaki H2A von 1973 bildete ein Teilepaket, das immerhin nahezu vollständig war. Deren Auspuff ist eine hochwertige Nachbildung aus Japan, während Schutzbleche, Sitzbank, Armaturen, Lampenhalter, Rücklichteinheit und der im Heckbürzel angebrachte Kerzenhalter nebst Kleinteilen ebenfalls dem NOS-Regal entnommen wurden. Den Lacksatz in „Candy Gold“ hat Ralf Gille bei einem deutschen Spezialisten lackieren lassen, der ersten 1972er-H2 verhalf ein italienischer Künstler zu strahlendem Glanz.

Weitere Infos zur Kawasaki 750 H2 (H2A)

Kawasaki 750 H2 (H2A)

  • Motor: Dreizylinder-Zweitakt-Reihenmotor, schlitzgesteuert, Bohrung 71 mm, Hub 63 mm, 748 cm³, Verdichtung 7:1, 74 PS bei 6800/min (71 PS bei 6800/min), drei 30er-Mikuni-Rundschiebervergaser, Ölbadkupplung, Fünfganggetriebe, Kettenantrieb
  • Fahrwerk: Doppelschleifen-Stahlrohrrahmen, Telegabel, Ø 36 mm, Zweiarmschwinge mit zwei Federbeinen, Doppelscheibenbremse vorn, Ø 296 mm, Trommelbremse hinten, Ø 200 mm, Trockengewicht 192 kg, Tankinhalt 17 l
  • Höchstgeschwindigkeit: 203 km/h
  • Kontaktwww.gille-restauration.de
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