Honda Motra Comeback: Kultiges Mini-Bike offenbar mit 2 Antrieben geplant

Honda Motra vor dem Comeback
Patente zeigen Benzin- und Elektroversion

ArtikeldatumVeröffentlicht am 19.10.2026
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Honda plant offenbar eine Rückkehr der Motra. Patentanmeldungen zeigen eine moderne Version des ungewöhnlichen Mini-Bikes. Wie beim Original von 1982 steht ein funktionales, fast militärisch wirkendes Design im Fokus. Neu wäre die Wahl zwischen Benzin- und Elektroantrieb.

Kultiger Honda Motra aus den 1980er-Jahren

Die erste Honda Motra erschien 1982 als CT50 Motra in Japan. Mit ihrem kantigen Aufbau, dem breiten Tank, grobstolligen Reifen und markanten Gepäckträgern wirkt sie mehr wie ein Arbeitsgerät als ein klassisches Motorrad.

Ein 49-Kubik-Einzylinder aus der Super-Cub-Reihe trieb die damalige Motra an. Eine zusätzliche Untersetzung ergänzte das Dreiganggetriebe und bot zwei Übersetzungsbereiche. So standen insgesamt 6 Fahrstufen zur Verfügung – eine für ein so kleines Motorrad ungewöhnlich aufwendige Technik.

Die Motra war weniger als Freizeitmotorrad gedacht, sondern als kompaktes Nutzfahrzeug für kurze Wege und leichte Transporte. Trotz des eigenständigen Konzepts blieb der Erfolg aus. Honda hatte mit 45.000 verkauften Einheiten pro Jahr gerechnet, erreichte diese Zahl jedoch nicht.

Der Name ist Programm"Motra" setzt sich aus "Motorcycle" und "Torakku" – dem japanischen Begriff für "Truck" – zusammen. Damit verweist Honda auf den Nutzfahrzeug-Charakter des Mini-Bikes, das mit seinen Gepäckträgern als kompakter Lastenträger konzipiert war.

Das Original

  • Modell: Honda CT50 Motra
  • Baujahr: ab 1982
  • Motor: 49 cm³, Einzylinder
  • Getriebe: Dreigang mit Untersetzung (6 Fahrstufen)
  • Charakter: Kompaktes Nutz- und Freizeitmotorrad mit rustikalem Design

Honda Super Cub Tokyo 80s Limited Edition

Neue Honda Motra mit zwei Antriebsarten

Die Patente lassen vermuten, dass Honda die Motra-Idee modernisiert. Geplant scheint eine robuste, kompakte Maschine mit hoher Alltagstauglichkeit. Technische Details sind noch nicht bekannt.

Besonders spannend ist die mögliche Antriebswahl: Honda könnte sowohl eine Benzin- als auch eine Elektroversion anbieten. Damit ließe sich das Konzept an verschiedene Märkte und Einsatzzwecke anpassen – als klassisches Kleinmotorrad oder als emissionsfreie Variante für Stadt, Freizeit und leichte Transporte.

Ob beide Varianten parallel entwickelt werden oder die Patente nur technische Optionen sichern, bleibt offen. Zudem garantieren Patentanmeldungen nicht, dass ein Modell in Serie geht.

Funktion statt Retro-Spielerei

Eine Neuauflage müsste nicht das Original kopieren. Wahrscheinlicher ist eine moderne Interpretation mit aktueller Beleuchtung, zeitgemäßer Abgastechnik oder Elektroantrieb und einem stabileren Fahrwerk.

Das ursprüngliche Konzept könnte dennoch erhalten bleiben: kompakte Maße, aufrechte Sitzposition, einfache Bedienung und praktische Transportmöglichkeiten. Die robuste Optik und das eigenwillige Design könnten der neuen Motra einen eigenständigen Charakter verleihen – abseits der oft rund gezeichneten Retro-Kleinmotorräder.

Ein Elektromotor könnte zudem Vorteile bieten: Er könnte direkt das Hinterrad antreiben, leiser laufen und lokal emissionsfrei sein.

Kommt die Honda Motra nach Europa?

Ob Honda die neue Motra überhaupt bauen wird, ist unklar. Patentbilder deuten zwar darauf hin, eine Garantie für die Umsetzung ist das erfahrungsgemäß nicht. Ebenso offen bleibt, ob eine solche Neuauflage dann nur für Japan oder auch für andere Märkte gedacht ist.

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