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Mash Seventy Five im Fahrbericht

Retro-Zwerg aus Fernost

France Equipment lässt die Mash Motos in China fertigen. Im letzten Test kam die Mash Seventy Five in puncto Verarbeitungsqualität zu einem eher ernüchternden Ergebnis. Doch laut Importeur würde die Produkt-Güte kontinuierlich verbessert.

Erst ab 1960 traten japanische Motorräder ihren weltweiten Siegeszug an. Heute sind koreanische Autos und Roller aus Taiwan gut etabliert. Wiederholt sich Geschichte nun bei Motorrädern aus dem Millionenmarkt China? Dort lässt die französische Firma France Equipment ihre Mash Motos fertigen. Ein Test des zierlichen Retro-Bikes Mash Seventy Five in MOTORRAD 5/2015 kam in puncto Verarbeitungsqualität dieser 125er noch zu einem eher ernüchternden Ergebnis. Doch laut Importeur würde die Produkt-Güte kontinuierlich verbessert.

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Grund für diesen Nach-Test des klassischen Naked Bikes frei für Piloten ab 16. Nun präsentiert sich die vordere Bremsleitung besser verlegt, lassen sich die Blinker mit nun verchromten Gehäusen nicht mehr hängen. Chinesen lernen schnell. So werde mittlerweile der Vergaser eines anderen Herstellers genutzt (Mikuni-Nachbau), sowie eine geänderte Zündspule samt Laderegler verbaut. Adrett wirkt die schicke Zweifarb-Lackierung der Mash Seventy Five („Gulf Blau-Weiß“ – sieht aber eher aus wie grün) am 14-Liter-Tank mit traditionellem Kniekissen. Britische Vorbilder zitiert die verchromte Auspuffanlage der 125 Kilogramm leichten 125er.

Tauglich, doch rustikal

Auf den ersten und noch zweiten Blick wirkt die Mash Seventy Five sehr manierlich. Allerdings muss man zum Preis von komplett 2390 Euro einfache Blechstanzteile, billige Baumarktschrauben, den plumpen Bremshebel und nicht überlackierte Aufkleber hinnehmen. Tauglich, doch rustikal sind die Schweißnähte am Rahmen sowie die Schweißpunkte an der vorderen Schutzblech-Halterung. An ältere Suzuki-Motoren erinnert der luftgekühlte Zweiventil-Einzylinder. Spontan nimmt er per E-Starter betätigt die Arbeit auf, braucht aber ein paar Sekunden, um sauber Gas anzunehmen.

Motörchen vibriert herzhaft bis kernig

Nominell 11,6 PS reißen keine Bäume aus; die Tachonadel kratzt nur bergab an der Markierung „100“. Bergauf sind Lkw ernstzunehmende Gegner für die Mash Seventy Five. Echt retro, diese Fahrleistungen. Oben heraus vibriert das Motörchen herzhaft bis kernig. Ein Drehzahlmesser fehlt dem Fahr-und-Spar-Cockpit. Immerhin zeigt eine Digital-Anzeige an, welcher der nur fünf Gänge anliegt. Beim Griff zur einzelnen Scheibenbremse verwindet sich die auf wichtig machende Upside-down-Gabel. Die hinteren Federbeine sind komfortorientiert weich abgestimmt.

Wenig Grip wie Rückmeldung bieten chinesische Kingstone-Reifen. Mit dem gleichen, zahmen 125er-Motor offeriert Mash einen coolen Café Racer mit Stummellenker und Höckersitzbank sowie einen trendigen Scrambler mit hochgezogenem Auspuff und 18-zölligem Vorderrad. Live zu besichtigen bei bundesweit über 80 Mash-Händlern oder unter www.moto-mash.de.

Technische Daten

Jacek Bilski
Verglichen mit anderen 125ern ist bei der Mash Seventy Five auch die Leistung eher retro: 12 PS bei 8750/min sind das Maximum des "Mashinchens".
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