Honda reicht Patent auf Brennstoffzellen-Motorrad ein

Wasserstoffbike von Honda

Honda und andere Hersteller arbeiten am Brennstoffzellen-Motorrad. Mit Hilfe eines Industrie-Zusammenschlusses wollen japanische Firmen diese zukunftsweisende Technologie jetzt massiv fördern.

Es klingt so einfach: In einer Brennstoffzelle wird getankter Wasserstoff und Sauerstoff in Form einer kontrollierten Reaktion zur Energiegewinnung genutzt. Der gewonnene Strom treibt mittels Elektromotor das Fahrzeug an, als einziges „Abgas“ entsteht reiner Wasserdampf. Die Technik gibt es, und sie funktioniert. Mit dem Modell Crosscage hat Suzuki schon 2007 einen Motorrad-Prototyp mit Wasserstoffantrieb vorgestellt.

Doch die Suzuki Crosscage verschwand wieder in der Versenkung. Nun aber hat Honda im Oktober 2017 in den USA einen Patentantrag gestellt, um sich die weiterentwickelte Technik schützen zu lassen. Es geht also vorwärts.

Weiteres Indiz: In Japan haben sich währenddessen führende Konzerne, darunter Honda, Nissan und Toyota, Energieversorger sowie die Development Bank of Japan zusammengetan, mit dem Ziel, eine Entwicklungsgesellschaft zu gründen, die den Aufbau des Wasserstofftankstellen-Netzes forcieren soll. Ziel ist, dass bis zum Jahr 2020 in ganz Japan 160 Tankstellen auf den schwierig zu lagernden Wasserstoff anbieten. Rund 40.000 Fahrzeuge mit Brennstoffzellenantrieb sollen bis dahin in Japan auf der Straße sein. Weiteres Ziel ist, die bisher noch enorm teure Herstellung von Wasserstoff günstiger und damit seinen Einsatz rentabler zu machen.

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