Die besten Sportbikes aus 40 Jahren

Überforderte Fahrwerke, starke Motoren

Kawasaki GPZ 900 R  
Der erste supersportliche Hammer schlechthin! Erstmals spendierte Kawasaki einem japanischen Reihen-vierzylinder Wasserkühlung. Auch fahrdynamisch setzte die GPZ 900 R Maßstäbe und knackte als erstes 
Serienbike die 240-km/h-Marke. Ab 1984, 908 cm³, 115 PS, 248 km/h.
Honda CB 750 Four
Die Honda CB 750 Four ist die Mutter aller Reihenvierzylinder und sorgte beim Erstaufschlag 1969 mit satten 67 PS und gierigem Sound gehörig für Aufsehen. Die Szene nannte sie schlicht „Honda Four“, das Bike  löste einen wahren Motorradboom aus. Ab 1969, 736 cm³, 67 PS, 200 km/h.Honda CB 900 F Bol d’Or
Bol d‘Or – was für ein klangvoller Name! Als Hommage an die drei Honda-Siege in Folge beim gleichnamigen Langstreckenrennen zwischen 1976 und 1978 brachten die Japaner 1979 die CB 900 F unters Volk. Der Motor galt als sehr durchzugsstark. Ab 1979, 902 cm³, 95 PS, 213 km/h.Kawasaki 900 Z1   
Kaum eine andere Maschine hatte einen solch furchteinflößenden Ruf wie „Frankensteins Tochter“. Brutale 79 PS stießen auf ein unterdimensioniertes Fahrwerk, das Fahrverhalten war entsprechend instabil. Trotz oder gerade wegen ihres Rufs war die „Super Four“ ein grandioser Erfolg. Ab 1973 , 79 PS, 903 cm³, 230 km/h.Kawasaki Z 1000  
1977 spendierte Kawasaki der „Zett“ den vollen Liter Hubraum, den die Marke bis heute bei seinem Top-Naked beibehalten hat. Mit der Umstellung steckte Kawa statt des prächtigen Vier-in-vier-Auspuffs eine Vier-in-zwei-Anlage ans Big Bike. Ab 1977, 85 PS, 1016 cm³, über  210 km/h.
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Sie erzeugten hektoliterweise Adrenalin und bildeten teilweise sogar Legenden: die besten Sportmotorräder der letzten 40 Jahre.

Noch immer erzählen Zeitzeugen wahre Horrorgeschichten über unzähmbare Monster der siebziger Jahre, von wild schlingernden Fahrwerken gepaart mit leistungsstarken Motoren. Tatsächlich hatten die Fahrwerke dieser Epoche den immer kräftigeren Antrieben nur wenig entgegenzusetzen. Legendär ist Kawasakis 79 PS starke 900 Z1, die ein Tester damals ehrfürchtig „Frankensteins Tochter“ taufte.

Trotz ihrer Fahrwerksschwächen verdrängten japanische Motorräder immer stärker europäische Marken wie beispielsweise BMW, Norton oder Triumph. Ausschlaggebend hierfür waren maßgeblich die modernen japanischen Vierzylindermotoren, die die meist zweizylindrigen europäischen Triebwerke mühelos eindosten.

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Das erste "Superbike": Honda CB 750 Four

Den Anfang machte 1969 die 67 PS starke Honda CB 750 Four, die einen wahren Motorradboom in Deutschland ausgelöst hat. Mit ihr fiel auch erstmals der Begriff „Superbike“. Mit den Jahren stiegen Hubraum und Leistung, und 1978 wurde mit dem 105 PS starken Sechszylinder der Honda CBX erstmals die 100-PS-Schallmauer durchbrochen. Um ein Leistungswettrüsten zu vermeiden, beschlossen die Hersteller eine freiwillige Selbstbeschränkung auf 100 PS. Was damals niemand vorhersehen konnte: Die Selbstkasteiung sollte harte 20 Jahre halten.

Revolutionärer zeigte man sich in anderer Hinsicht. Zwar brausten bis in die frühen Achtziger sportliche Bikes noch unverhüllt durch die Gegend und Verkleidungen waren touristischen Motorrädern oder echten Rennmaschinen vorbehalten. Doch das änderte sich 1984 mit der legendären Kawasaki GPZ 900 R. Als erster Großserien-Sportler trug sie eine Vollverkleidung, die allerdings noch den Blick auf den Motor gestattete. Unsere Auswahl der besten Supersportler aus 40 Jahren zeigt, was sich bis heute technisch und optisch noch alles verändert hat.

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