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Erste Impressionen der neuen Horex VR 6 Classic

Exklusivveröffentlichung

+++ Erste Zeichnungen der neuen Horex VR6 Classic +++ Exklusivveröffentlichung in MOTORRAD +++ Deutlich klareres, kraftvolleres Design +++ Motor überarbeitet für mehr Druck +++ Schönere Auspuffanlage, schlankeres Heck, bequemere Sitzbank +++

Natürlich wollte MOTORRAD vom neuen Eigentümer der Traditionsmarke Horex sofort wissen, was er mit Marke und Motorrad vorhat. Und natürlich hat uns Karsten Jerschke um Zeit gebeten, denn er musste sich erst einmal in die Materie einarbeiten. Jerschke leitet die nicht ganz unbedeutende Firma 3C-Carbon Group AG, die in mehreren Branchen als Zulieferer ausgesucht hochwertiger Leichtbauteile fungiert.

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Doch das Thema Motorrad beschäftigt den Unternehmer schon länger: Seit 2014 tritt 3C in der IDM-Superbike mit zwei Fahrern auf Ducati Panigale an –  den auf Anhieb errungenen Meistertitel will das 3C-Team dieses Jahr gegen eine deutlich stärker gewordene Konkurrenz verteidigen.

Aber immerhin können wir jetzt erste Informationen preisgeben, die uns kurz vor Redaktionsschluss von MOTORRAD 13/2015 erreichten.

Sechszylinder wird standesgemäß zelebriert

Die neue Horex soll viel dynamischer und maskuliner auftreten. Wenn man schon einen außergewöhnlichen Sechszylindermotor einbaut, dann sollte man ihn auch standesgemäß zelebrieren. Entsprechend dieser Vorgabe lässt Jerschke die Maschine jetzt von einem kleinen Entwickler- und Designteam gestalterisch überarbeiten. Dickere Auspuffkrümmer und eine viel dynamischere Schalldämpferanlage sind schon mal ein erster richtiger Schritt. Denn selten war eine Auspuffanlage so wenig repräsentativ wie an der bisherigen VR6. Angeneh­mer Nebeneffekt der neuen Anlage: eine fülligere Leistungsentfaltung. Dazu will man in Landsberg am Lech, wo Horex nun sein neues Domizil hat, viel an Gewicht sparen und so Fahrdynamik gewinnen.

Da Motor, Rahmen und Tank weitgehend unverändert übernommen werden sollen, werden Sitzbank, Lichtanlage, Kotflügel und weitere Anbauteile erleichtert. Kompetenz in Sachen Leichtbau sollte bei der Muttergesellschaft 3C-Carbon schließlich reichlich vorhanden sein. Dem aktuellen Zeitgeist entsprechend wird die neue Horex im Heckbereich sehr reduziert auftreten. Kleine Rücklichter und eine zweigeteilte Sitzbank ohne Kotflügel lassen die Maschine viel schlanker enden, als es die etwas pummelige erste Version tat. Gleichzeitig wird so auch der optische Schwerpunkt mehr nach vorne auf den Motor verlegt. Als zusätzlichen Gag haben sich die Horex-Entwickler die hintere Sitzbankhälfte zum Abnehmen einfallen lassen. Damit wirkt die neue VR6 dann wirklich mächtig bullig.

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Die alte Version wirkt heute vergleichsweise zerklüftet, die Auspuffanlage war noch nie schön.

Preislich wird sich die Horex sicher weiter im High-End-Bereich bewegen, vermutlich sogar jenseits der 25000 Euro, die eine VR6 Classic bisher kostete. Aber dafür soll es auch einen realistischen Gegenwert geben. Karsten Jerschke ist sich hier seiner Verantwortung sicher bewusst. Noch einen Fehlschlag würde die Marke Horex nicht mehr verkraften. Doch Jerschke ist kein Abenteurer, der sich mal eben eine Motorradmarke kauft. Dazu ist er schon zu lange im Geschäft. Auf der Mailänder Messe EICMA im November soll die neue Horex dann der Weltöffentlichkeit präsentiert werden.

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