Nachhaltigkeit
Alternative Antriebe

E-core: Elektrische Alternative für Kleinkrafträder

Elektro-Antrieb E-core Plug-in ohne Hybrid für Kleinkrafträder

Einen alternativen Antrieb für die Millionen Kleinkrafträder auf der ganzen Welt entwickelt der belgische Tüftler Benjamin Surain. E-core hat er sein Konzept genannt.

E-core Elektro-Antrieb von Ben Surain Ben Surain
E-core Elektro-Antrieb von Ben Surain
E-core Elektro-Antrieb von Ben Surain
E-core Elektro-Antrieb von Ben Surain
E-core Elektro-Antrieb von Ben Surain 8 Bilder

Benjamin Surain aus Belgien, in der international wachsenden Elektro-Zweirad-Community als visionärer Designer bekannt, entwickelt einen elektrischen Antrieb für die Kleinkraftrad-Klasse. Da gibt es zwar mittlerweile zahlreiche Angebote von unzähligen asiatischen Anbietern und auch schon einige von hierzulande vertretenen Marken. Doch Ben Surains Ansatz ist ein anderer: Sein E-core soll ein Ersatz-Antrieb sein für bereits vorhandene Kleinkrafträder, die bisher von Verbrennungsmotoren angetrieben werden. Davon gibt es bekanntlich viele Millionen rund um den Globus.

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Austauschmotor inklusive Technologie-Update

Mit dem E-core könnten also nicht nur zukünftige Kleinkrafträder direkt ab Werk ausgerüstet werden, vor allem soll der "E-Kern" eine Tausch-Option für den riesigen Fahrzeugbestand in dieser Kategorie sein. Zugleich wäre er ein technisches Update – vom Verbrennungsmotor zum Elektromotor. Zunächst hat Ben die seit Jahrzehnten betriebenen Viertakt-50er von Honda, beziehungsweise von diversen chinesischen Nachfertigern, mit und ohne Lizenz, im Visier. Die erste Version seines E-core hat er so konzipiert, dass sie bei Kleinkrafträdern mit diesem Motortyp relativ einfach eingebaut werden kann – anstelle des luftgekühlten Einzylinders. Auch die Leistungsdaten sollen denen der 50er-Viertakter ungefähr entsprechen. Zu erwarten sind also zirka 2 bis 3 Kilowatt (3 bis 5 PS) Nennleistung.

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Aussichten und Investorensuche

Direkt aus der Entwicklung berichtet Ben Surain: "Der Prototyp läuft bereits und durchläuft derzeit diverse Tests. Bei der Entwicklung habe ich auch im Blick, dass das fertige Produkt möglichst preisgünstig werden muss, um überhaupt als Alternative zu einem normalen Ersatzmotor infrage zu kommen. Für Herstellung und Vertrieb suche ich noch Investoren, die an dieses Projekt glauben, so wie ich das tue." Bisher sind die Betriebskosten für so ein 50er-Kleinkraftrad sehr gering, zumal beim äußerst sparsamen Spritverbrauch der Viertaktmotörchen. Doch die Spritpreise werden wohl weiter steigen. Hinzu kommt der Aspekt, dass in vielen Metropolregionen Fahrverbote für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren diskutiert werden, geplant oder schon beschlossen sind. Mit dem E-Core könnten dann viele Kleinkrafträder in ein zweites Leben starten, anstatt verschrottet zu werden. Auch das wäre, gesamthaft betrachtet, ein nachhaltiger Beitrag zum Ressourcensparen und somit auch für den Umweltschutz. Mit Partnern hat Benjamin Surain die Entwicklungsplattform "ON/Push the button today" gegründet, um E-core und weitere Elektromobilitätsprojekte anzuschieben.

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Umrüstung älterer Kleinkrafträder von Verbrennungsmotor auf Elektromotor - was meint Ihr dazu?
Keine gute Idee. Die klassischen Kleinkrafträder sollten im Originalzustand erhalten bleiben.
Eine gute Idee. So können die vielen vorhandenen Kleinkrafträder länger weitergefahren werden.

Fazit

Ein interessantes Konzept zur Umrüstung vorhandener Kleinkrafträder vom Verbrennungsmotor auf einen elektrischen Antrieb. Wenn das Projekt E-core realisiert wird, wäre es viel nachhaltiger als Millionen Kleinkrafträder zu verschrotten und neue zu produzieren.

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